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Letzte Aktualisierung: 11.03.2010
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Bestandteil des geprüften Konzernabschlusses beziehungsweise Konzernlageberichts

Forschung und Entwicklung

Herausforderungen begegnen, Lösungen entwickeln, Zukunft gestalten

  • Über 9.300 Mitarbeiter arbeiten im Bereich Forschung und Entwicklung
  • Wissensverbund mit etwa 1.900 Kooperationen etabliert
  • Erweiterung des Projektportfolios auf 3.300 Projekte
  • 2009 Aufwendungen von 1.398 Millionen € für Forschung und Entwicklung
  • 2010 Umsatz von bis zu 6 Milliarden € und 2015 zwischen 6 und 8 Milliarden € allein aus Produktinnovationen erwartet

Unsere internationalen und interdisziplinären Forscherteams arbeiten an Antworten auf die Herausforderungen der Zukunft. Gerade in Krisenzeiten stärken wir mit unserem Engagement für Forschung und Entwicklung unsere Position als innovatives Unternehmen. Unser Wissen, unsere Produkte und Prozesse sind Innovationstreiber in fast allen Industriebranchen. Sie fördern den langfristigen Erfolg unserer Kunden. Dieser sichert wiederum unser profitables Wachstum und unseren nachhaltigen Geschäftserfolg.

Die stark wachsende und alternde Weltbevölkerung, eine zunehmende Verstädterung, der steigende Energiebedarf und Klimaschutz stellen Herausforderungen dar, denen wir mit innovativen Lösungen und zukunftsorientierten Projekten begegnen. Diese globalen Megatrends sind Triebfedern unserer Innovationen – auch in Phasen konjunktureller Schwankungen.

Der wichtigste Pfeiler unserer Innovationskraft ist unser Team hochqualifizierter Mitarbeiter unterschiedlicher Nationalitäten und Fachrichtungen. Insgesamt stieg die Mitarbeiterzahl in Forschung und Entwicklung im Jahr 2009 auf über 9.300.

Unsere Wissens- und Kompetenzzentren sind – neben den Entwicklungseinheiten unserer Unternehmensbereiche – die vier zentralen Technologieplattformen Polymerforschung, Forschung Wirk- und Effektstoffe, Forschung und Technologie Chemikalien sowie Forschung Pflanzenbiotechnologie. Durch eine enge weltweite Vernetzung mit zahlreichen Partnern aus Wissenschaft und Wirtschaft schaffen wir einen internationalen und interdisziplinären Wissensverbund – ein wichtiger Erfolgsfaktor für effiziente und zukunftsorientierte Forschung und Entwicklung. Dieses Netzwerk umfasst etwa 1.900 Kooperationen mit Universitäten, Forschungsinstituten, Start-up-Unternehmen und Industriepartnern.
Mehr zur Forschungsorganisation

Zahlreiche Projekte, die wir in Forschungskooperationen realisieren, werden öffentlich gefördert. Derzeit sind wir an circa 80 solcher Projekte beteiligt, die sowohl national als auch international – unter anderem von der Europäischen Union und vom amerikanischen Energieministerium – mitfinanziert werden. Ein Beispiel ist das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Spitzencluster „Forum Organic Electronics“, in dem wir uns gemeinsam mit unseren Partnern für die Weiterentwicklung der organischen Elektronik engagieren.

Mit Blick auf die globalen Herausforderungen und die Erschließung neuer Märkte haben wir die Internationalisierung der Forschung weiter vorangetrieben. Dazu hat auch die Akquisition der Ciba Holding AG beigetragen. Gemeinsam mit Wissenschaftlern an neuen Standorten, darunter Basel als zweitgrößtes Forschungszentrum, wollen wir zukunftsweisende Projekte umsetzen: Neues Marktpotenzial bietet sich zum Beispiel bei Materialien für Displays und Elektronikanwendungen oder durch die Zusammenführung der Aktivitäten von Ciba und der BASF im Flammschutz mit brandhemmenden Additiven. Insgesamt haben wir unser Projektportfolio im Jahr 2009 auf 3.300 Projekte erweitert.

Ausgaben für Forschung und Entwicklung
in den Segmenten

Ausgaben für Forschung und Entwicklung in den Segmenten (Tortendiagramm)

2009 haben wir 1.398 Millionen € für Forschung und Entwicklung aufgewendet; im Vorjahr lag der Betrag bei 1.355 Millionen €. 76 % der Aufwendungen lagen in der Verantwortung unserer Unternehmensbereiche, 23 % entfielen auf die bereichsübergreifende, strategische Konzernforschung. Trotz des zurzeit schwierigen wirtschaftlichen Umfelds wollen wir die Aufwendungen 2010 auf dem hohen Niveau der vergangenen Jahre halten. In diesem Kurs bestätigen uns zahlreiche erfolgreich abgeschlossene Projekte, so zum Beispiel die Inbetriebnahme einer neuen Anlage für Zwischenprodukte. Mit einer maßgeschneiderten Technologie setzen wir erstmals das Klimagas Lachgas, das in einem anderen Produktionsprozess anfällt, kostengünstig und umweltschonend zur Produktion der Zwischenprodukte Cyclododekanon (CDon) und Cyclopentanon (CPon) ein. CDon wird für ein Vorprodukt des Hochleistungskunststoffs Polyamid 12 verwendet, CPon ist ein Baustein zum Beispiel bei der Synthese von Pharmawirkstoffen und Geruchsstoffen.

Etwa ein Drittel unserer Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen fließen in Produkte und Technologien zur Steigerung der Energieeffizienz sowie in Klimaschutz, Ressourcenschonung und alternative Rohstoffe. Im Jahr 2010 wollen wir allein mit Produktinnovationen – also mit neuen und verbesserten Produkten oder Anwendungen, die maximal fünf Jahre auf dem Markt sind – einen Umsatz von insgesamt bis zu 6 Milliarden € erzielen, im Jahr 2015 zwischen 6 und 8 Milliarden €.
Mehrperiodenübersicht zu Aufwendungen im Bereich Forschung und Entwicklung siehe Zehnjahresübersicht

Ein häufig verwendetes Maß für die Leistung der Forschung sind auch Patente. Sie sind eine wichtige Grundlage für langfristige Wettbewerbsfähigkeit und in der Chemiebranche Indikatoren einer nachhaltigen Innovationskraft. 2009 hat die BASF weltweit etwa 1.300 Patente neu angemeldet (2008: 1.265). Mit dem an der Wissenschaftlichen Hochschule für Unternehmensführung (WHU) bei Koblenz entwickelten Patent Asset Index™ können Patentportfolios globaler Unternehmen präzise miteinander verglichen werden. Nach dem Patent Asset Index steht die BASF im Jahr 2009 auf Platz 1. Wir sind damit eines der innovativsten Unternehmen der internationalen Chemieindustrie.

Patent Asset Index (normiert, Stand 31.12.2009)
Indikator für die Innovationskraft von Unternehmen 1

BASF auf Platz 1 im Patent Asset Index (Balkemdiagramm)

Quelle: WHU Prof. Ernst

1 Basierend auf der Portfoliogröße (Anzahl Patentfamilien) und der Wettbewerbswirkung (Zitathäufigkeit in weiteren Patenten und Marktabdeckung)

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