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1. März 2012
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18 – Gewinnrücklagen und sonstige Eigenkapitalposten

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Millionen €

2011

2010

Gesetzliche Rücklage

383

436

Andere Gewinnrücklagen und Bilanzgewinn

19.063

15.381

 

19.446

15.817

Änderungen des Konsolidierungskreises führten im Jahr 2011 zu einer Verminderung der Gesetzlichen Rücklage um 6 Millionen € und im Jahr 2010 um 11 Millionen €. Umgliederungen zwischen der Gesetzlichen Rücklage mit Andere Gewinnrücklagen und Bilanzgewinn verminderten die Gesetzliche Rücklage im Jahr 2011 um 30 Millionen € und erhöhten sie im Jahr 2010 um 18 Millionen €.

Der Erwerb von Anteilen an Unternehmen, die bereits von der BASF beherrscht oder als Gemeinschaftsunternehmen in den Konzernabschluss einbezogen wurden, wird als Transaktion zwischen Anteilseignern behandelt, wenn dieser zu keiner Veränderung der Konsolidierungsmethode führt. Im Jahr 2011 wurden Anteile anderer Gesellschafter an BASF Pakistan (Private) Ltd., Karachi/Pakistan, und am Gemeinschaftsunternehmen Sabina Petrochemicals LLC, Houston/Texas, erworben. Die sich aus den Transaktionen ergebenden Unterschiedsbeträge zwischen dem Erwerbspreis und dem zugehenden anteiligen Reinvermögen in Höhe von 34 Millionen € wurden mit den Gewinnrücklagen verrechnet. Im Jahr 2010 fand kein Erwerb von Anteilen an beherrschten oder als Gemeinschaftsunternehmen in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften statt.

Die Verrechnung versicherungsmathematischer Gewinne und Verluste führte im Jahr 2011 zu einer Verminderung der Gewinnrücklagen in Höhe von 582 Millionen € und im Jahr 2010 von 101 Millionen €.

Dividendenausschüttung

Gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 6. Mai 2011 hat die BASF SE aus dem Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2010 eine Dividende von 2,20 € je Aktie ausgeschüttet. Dies entspricht einer Dividendensumme von 2.020.653.126,80 € bei 918.478.694 dividendenberechtigten Aktien.

Sonstige Eigenkapitalposten

Bestimmte Aufwendungen oder Erträge werden gemäß den Regelungen der IFRS außerhalb der Ergebnisrechnung erfasst. Hierzu gehören Translationsanpassungen, die Bewertung von Wertpapieren zu Marktwerten, die Marktwertänderungen von Derivaten, die zur Absicherung künftiger Zahlungsströme und von Nettoinvestitionen in ausländische Geschäftsbetriebe eingesetzt werden, und Effekte aus der Neubewertung von Vermögenswerten und Schulden auf Grund von Mehrheitserwerb.

Translationsanpassung

Die Differenz zwischen dem zu historischen Kursen bei Einzahlung oder Einbehalt und dem zu Stichtagskursen am Abschlussstichtag umgerechneten Eigenkapital der Gesellschaften wird als Translationsanpassung gesondert im Eigenkapital ausgewiesen und erst beim Abgang einer Gesellschaft erfolgswirksam berücksichtigt.

Bewertung von Wertpapieren zu Marktwerten

Bei voll- und quotalkonsolidierten sowie der im Rahmen der Equity-Methode einbezogenen Gesellschaften werden Wertänderungen der zur Veräußerung verfügbaren Wertpapiere, die über den Anschaffungskosten liegen, so lange erfolgsneutral im Eigenkapital berücksichtigt, bis diese Wertpapiere veräußert werden. Bei Veräußerung werden die im Eigenkapital ausgewiesenen Wertänderungen erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Der Rückgang im Jahr 2011 um 1.014 Millionen € ist im Wesentlichen auf den Verkauf der Aktien der K+S Aktiengesellschaft zurückzuführen.

Absicherung zukünftiger Zahlungsströme (Cashflow Hedge)

Zur Sicherung von zukünftigen Zahlungsströmen werden Derivate eingesetzt. Der effektive Teil der Marktwertänderung dieser Derivate wird erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Dies umfasst auch die Eigenkapitaleffekte aus der Absicherung zukünftiger Zahlungsströme von im Rahmen der Equity-Methode einbezogenen Gesellschaften.

Aus der Absicherung zukünftiger Zahlungsströme bei der at Equity einbezogenen Beteiligung an Nord Stream AG, Zug/Schweiz, ergibt sich im Jahr 2011 eine Veränderung in Höhe von –44 Millionen €.

Absicherung von Nettoinvestitionen in ausländische Geschäftsbetriebe

Zur Absicherung von Translationsrisiken aus Investitionen in ausländischen Tochtergesellschaften kann Hedge Accounting angewendet werden. Die im Eigenkapital erfassten Effekte werden beim Verkauf der Tochtergesellschaften oder bei der Rückführung des Kapitals ergebniswirksam erfasst.

Neubewertung auf Grund von Mehrheitserwerb

Effekte aus der Neubewertung des Reinvermögens auf Grund des Mehrheitserwerbs von zuvor quotalkonsolidierten Gesellschaften wurden bis 2008 erfolgsneutral im Eigenkapital abgebildet. Die zusätzliche Abschreibung des neubewerteten Vermögens führt zu einer erfolgsneutralen Auflösung dieser Eigenkapitalposition.

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