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1. März 2012
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20 – Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Den meisten Mitarbeitern der einbezogenen Gesellschaften stehen neben den Anwartschaften auf Leistungen aus der gesetzlichen Altersversorgung Ansprüche aus beitrags- oder leistungsorientierten Versorgungsplänen zu. Die Leistungen bemessen sich in der Regel nach Beschäftigungsdauer, Bezügen oder Beiträgen der begünstigten Mitarbeiter unter Berücksichtigung der arbeits-, steuer- und sozialrechtlichen Rahmenbedingungen in den einzelnen Ländern. Um die Risiken veränderter Kapitalmarktbedingungen und demografischer Entwicklungen zu begrenzen, werden den Mitarbeitern seit einigen Jahren fast ausschließlich beitragsorientierte Pläne angeboten.

Für BASF SE und deutsche Gruppengesellschaften wird eine Grundversorgung über die rechtlich selbständige BASF Pensionskasse VVaG gewährt, die aus Mitglieds- und Firmenbeiträgen und ihren Vermögenserträgen finanziert wird. Die BASF SE sichert die erforderlichen Zuwendungen zu, um die Leistungen der BASF Pensionskasse VVaG ausreichend zu finanzieren. Für einen Teil der über die BASF Pensionskasse VVaG finanzierten Leistungen bestehen Anpassungspflichten, die von den Unternehmen getragen werden, solange die BASF Pensionskasse VVaG diese auf Grund aufsichtsrechtlicher Rahmenbedingungen nicht übernehmen kann. Darüber hinausgehende Zusagen von Betriebsrenten werden bei den deutschen Gruppengesellschaften überwiegend durch Pensionsrückstellungen finanziert.

Bei ausländischen Gruppengesellschaften werden leistungsorientierte Versorgungszusagen teils durch Pensionsrückstellungen, überwiegend aber durch externe Versicherungen oder Pensionsfonds abgedeckt.

Die Bewertung der Pensionspläne erfolgt grundsätzlich anhand der aktuellen Sterbetafeln zum 31. Dezember des jeweiligen Berichtsjahres, die im Inland aus dem BASF-Bestand abgeleitet wurden.

Der Bewertung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren gemäß IAS 19 lagen folgende Annahmen zu Grunde:

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Annahmen zur Bewertung des Anwartschaftsbarwerts zum 31.12.
(gewichteter Durchschnitt in Prozent)

 

 

Deutschland

 

Ausland

 

2011

2010

 

2011

2010

Rechnungszinsfuß

5,00

5,00

 

4,34

4,74

Lohn- und Gehaltstrend

2,75

2,75

 

3,71

3,79

Rententrend

2,00

1,75

 

0,70

1,00

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Annahmen zur Ermittlung des Aufwands aus Pensionsplänen im jeweiligen Geschäftsjahr (gewichteter Durchschnitt in Prozent)

 

Deutschland

 

Ausland

 

2011

2010

 

2011

2010

Rechnungszinsfuß

5,00

5,50

 

4,74

5,17

Lohn- und Gehaltstrend

2,75

2,75

 

3,79

3,91

Rententrend

1,75

2,00

 

1,00

0,92

Erwartete Rendite des Pensionsvermögens

5,28

5,13

 

5,49

6,28

 

Die zur Bestimmung des Anwartschaftsbarwertes am 31. Dezember festgelegten Annahmen werden im folgenden Geschäftsjahr für die Ermittlung des Aufwands aus Pensionsplänen verwendet.

Die pensionsähnlichen Verpflichtungen der nordamerikanischen Gruppengesellschaften aus der Übernahme von Krankheitskosten und Lebensversicherungen pensionierter Mitarbeiter und von deren Angehörigen wurden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen bewertet und sind im Gesamtwert enthalten. Für die Krankheitskosten wird dabei eine Kostensteigerungsrate von 8 % p.a. (Vorjahr: 8 %) bis 2012 unterstellt, die sich anschließend linear bis zum Jahr 2018 auf 5 % p.a. (Vorjahr: 5 %) reduziert. Eine Änderung der erwarteten Kostensteigerungsraten der Krankheitskosten um einen Prozentpunkt hätte folgende Auswirkungen:

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Sensitivität der Krankheitskosten (Millionen €)

 

 

Anstieg um einen Prozentpunkt

Rückgang um einen Prozentpunkt

Auswirkungen auf den Anwartschaftsbarwert

17

–31

Auswirkungen auf den Versorgungsaufwand

1

–2

Die Annahmen zu der erwarteten langfristigen Gesamtrendite des Pensionsvermögens basieren auf der angestrebten Portfoliostruktur und den zukünftigen Renditen für die einzelnen Anlageklassen. Die Prognosen orientieren sich an langfristigen historischen Durchschnittswerten und berücksichtigen das aktuelle Zinsniveau sowie den Inflationstrend. Die Rechnungszinssätze wurden im Jahr 2011 entsprechend der Kapitalmarktentwicklung angepasst.

Die Ziel-Portfoliostruktur der Pensionspläne wird mit Hilfe von Asset-Liability-Studien ermittelt und regelmäßig überprüft. Danach werden die Vermögensanlagen unter Berücksichtigung der Anlagerisiken und der gesetzlichen Bestimmungen für die Anlage von Pensionsvermögen langfristig auf die Verpflichtungen abgestimmt. Die bestehende Portfoliostruktur orientiert sich grundsätzlich an der Zielallokation und berücksichtigt darüber hinaus aktuelle Markteinschätzungen. Zur Begrenzung von Anlagerisiken und zur Ausschöpfung möglichst vieler Ertragspotenziale erfolgt eine breite weltweite Streuung der Einzelanlagen.

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Portfoliostruktur des Pensionsvermögens (%)

 

 

 

Zielallokation

 

Anteil am Pensionsvermögen

 

2012

 

2011

2010

Aktien

27

 

28

31

Anleihen

61

 

63

60

Immobilien

5

 

4

4

Sonstige

7

 

5

5

Gesamt

100

 

100

100

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Entwicklung des Anwartschaftsbarwerts der Pensionsverpflichtungen (Millionen €)

 

 

2011

2010

Anwartschaftsbarwert am 01.01.

17.695

15.264

Kosten für im Geschäftsjahr erworbene Versorgungsansprüche

250

220

Zinskosten auf den Anwartschaftsbarwert

832

819

Rentenzahlungen

–914

–890

Mitarbeiterbeiträge

55

53

Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste

464

941

Akquisitionsbedingte Effekte

800

Plananpassungen und sonstige Veränderungen

5

–96

Umrechnungsbedingte Wertänderungen

226

584

Anwartschaftsbarwert am 31.12.

18.613

17.695

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Entwicklung des Pensionsvermögens (Millionen €)

 

 

2011

2010

Pensionsvermögen am 01.01.

15.226

13.810

Erwartete Erträge aus dem Pensionsvermögen

818

765

Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste

–328

569

Firmenbeiträge

180

181

Mitarbeiterbeiträge

55

53

Rentenzahlungen

–560

–801

Akquisitionsbedingte Effekte

249

Übrige Veränderungen

2

–62

Umrechnungsbedingte Wertänderungen

179

462

Pensionsvermögen am 31.12.

15.572

15.226

Der tatsächliche Vermögensertrag betrug im Jahr 2011 490 Millionen € und im Jahr 2010 1.334 Millionen €. In den Pensionsvermögen zum Bilanzstichtag waren von BASF-Gruppengesellschaften emittierte Wertpapiere mit einem Marktwert von 27 Millionen € im Jahr 2011 und 14 Millionen € im Jahr 2010 enthalten. Der Marktwert der von den rechtlich selbständigen Versorgungseinrichtungen an BASF-Gruppengesellschaften vermieteten Immobilien betrug 48 Millionen € am 31. Dezember 2011 und 49 Millionen € am 31. Dezember 2010.

Im Jahr 2010 wurde der BASF Pensionskasse ein Genussrechtskapital in Höhe von nominell 80 Millionen € zur Stärkung der Finanzierungsbasis gewährt, das jedoch kein Pensionsvermögen darstellt. Zwischen den rechtlich selbständigen Versorgungseinrichtungen und den Unternehmen der BASF-Gruppe fanden im Jahr 2011 keine wesentlichen Transaktionen statt.

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Überleitung vom Finanzierungsstatus zum Bilanzansatz (Millionen €)

 

 

2011

2010

Pensionsvermögen am 31.12.

15.572

15.226

abzüglich Anwartschaftsbarwert am 31.12.

18.613

17.695

Finanzierungsstatus

–3.041

–2.469

Unrealisierter Aufwand aus Leistungszusagen für frühere Dienstjahre

–19

–19

Vermögenswertbegrenzung gemäß IAS 19.58

–1

–30

Nettoverpflichtung in der Bilanz

–3.061

–2.518

davon Vermögenswerte aus überdeckten Pensionsplänen

128

260

Pensionsrückstellungen

–3.189

–2.778

Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden in der Periode ihrer Entstehung unmittelbar ergebnisneutral mit den Gewinnrücklagen verrechnet. Aufwand aus Leistungszusagen für frühere Dienstjahre wird über die durchschnittliche Dienstzeit der Versorgungsberechtigten bis zur Unverfallbarkeit der zugesagten Leistungen ergebniswirksam verteilt. Im Jahr 2011 wurden versicherungsmathematische Verluste in Höhe von 792 Millionen € und im Jahr 2010 Verluste in Höhe von 372 Millionen € unmittelbar mit den Gewinnrücklagen verrechnet. Seit der Einführung dieser Bewertungsmethode im Jahr 2004 wurden somit ohne Berücksichtigung latenter Steuern versicherungsmathematische Verluste in Höhe von 2.972 Millionen € mit den Gewinnrücklagen verrechnet.

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Vermögensdeckung der Pensionspläne (Millionen €)

 

 

 

 

2011

 

2010

 

Anwartschafts- barwert

Pensions- vermögen

 

Anwartschafts- barwert

Pensions- vermögen

Ohne Pensionsvermögensdeckung

2.157

 

2.003

Teilweise Pensionsvermögensdeckung

10.633

9.363

 

5.130

4.374

Unvollständige Pensionsvermögensdeckung

12.790

9.363

 

7.133

4.374

Vollständige Pensionsvermögensdeckung

5.823

6.209

 

10.562

10.852

 

18.613

15.572

 

17.695

15.226

Die Verschiebung zwischen Plänen mit teilweiser und vollständiger Vermögensdeckung ist auf aktualisierte versicherungsmathematische Annahmen zur Bestimmung des Anwartschaftsbarwertes und hinter den Erwartungen liegende Vermögenserträge zurückzuführen.

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Abweichungen zwischen den versicherungsmathematischen Annahmen und der tatsächlichen Entwicklung (Millionen €)

 

2011

2010

2009

2008

2007

Anwartschaftsbarwert

18.613

17.695

15.264

11.814

12.348

Enthaltene Auswirkungen der Abweichungen im laufenden Geschäftsjahr

33

21

–2

36

–172

Pensionsvermögen

15.572

15.226

13.810

10.325

12.038

Enthaltene Auswirkungen der Abweichungen im laufenden Geschäftsjahr

–328

569

1.120

–2.163

–121

Finanzierungsstatus

–3.041

–2.469

–1.454

–1.489

–310

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Erwartete Zahlungen aus den zum 31. Dezember 2011
bestehenden Pensionszusagen
(Millionen €)

2012

963

2013

992

2014

997

2015

1.026

2016

1.098

2017 bis 2021

5.932

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Zusammensetzung des Aufwands aus Pensionsplänen (Millionen €)

 

 

2011

2010

Kosten für im Geschäftsjahr erworbene Versorgungsansprüche

250

220

Aufwand aus Leistungszusagen für frühere Dienstjahre

–6

–2

Aufwand/Ertrag aus Übertragung und Wegfall von Verpflichtungen

5

–4

Aufwand aus leistungsorientierten Pensionsplänen im Ergebnis der Betriebstätigkeit

249

214

Aufwand aus beitragsorientierten Pensionsplänen im Ergebnis der Betriebstätigkeit

216

194

Aufwand für Altersversorgung im Ergebnis der Betriebstätigkeit

465

408

 

 

 

Finanzierungskosten aus leistungsorientierten Pensionsplänen

832

819

Erwartete Erträge aus Pensionsvermögen

–818

–765

Aufwand für Altersversorgung im Finanzergebnis

14

54

Im Berichtsjahr wurden an staatliche Rentenversicherungsträger Beiträge in Höhe von 550 Millionen € und im Vorjahr von 473 Millionen € geleistet.

Die voraussichtlichen Beitragszahlungen an leistungsorientierte Pensionspläne für das Jahr 2012 betragen 174 Millionen €.

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