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1. März 2012
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25 – Zusatzangaben zu Finanzinstrumenten

25.1 – Finanzwirtschaftliche Risiken

Marktrisiken

Währungsrisiken: Änderungen von Wechselkursen können zu Wertverlusten bei Finanzinstrumenten sowie zu nachteiligen Veränderungen künftiger Zahlungsströme aus geplanten Transaktionen führen. Währungsrisiken aus Finanzinstrumenten resultieren aus der Umrechnung von finanziellen Forderungen, Ausleihungen, Wertpapieren, Barmitteln und finanziellen Verbindlichkeiten zum Stichtagskurs in die funktionale Währung der jeweiligen Gruppengesellschaft. Zur Sicherung des Wechselkursrisikos aus originären Finanzinstrumenten sowie aus geplanten Transaktionen werden Devisenkontrakte in einer Vielzahl von Währungen eingesetzt.

Das Währungsrisiko-Exposure entspricht dem Nettobetrag des Nominalvolumens der originären und der derivativen Finanzinstrumente, die Währungsrisiken ausgesetzt sind. Außerdem werden geplante Einkaufs- und Umsatztransaktionen des jeweiligen Folgejahres einbezogen, soweit diese im Währungsrisikomanagement berücksichtigt werden. Gegenläufige Positionen in derselben Währung werden gegeneinander aufgerechnet.

Bei der Ermittlung der Sensitivität wird eine Abwertung von 10 % aller Währungen gegenüber der jeweiligen funktionalen Währung simuliert. Die Auswirkung auf das Ergebnis vor Ertragsteuern der BASF hätte zum 31. Dezember 2011 –243 Millionen € und zum 31. Dezember 2010 –157 Millionen € betragen. Der Effekt aus den im Rahmen von Hedge Accounting designierten Positionen hätte das Eigenkapital vor Ertragsteuern zum 31. Dezember 2011 um 5 Millionen € verringert (2010: Erhöhung um 11 Millionen €). Hierbei handelt es sich um Geschäfte in US-Dollar und Britischen Pfund. Das Währungs-Exposure zum 31. Dezember 2011 lag bei 1.574 Millionen € und zum 31. Dezember 2010 bei 1.058 Millionen €.

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Exposure und Sensitivität nach Währungen (Millionen €)

 

 

Exposure
2011

Sensitivität
2011

 

Exposure
2010

Sensitivität
2010

USD

1.706

–237

 

1.141

–132

sonstige

–132

–11

 

–83

–14

Summe

1.574

–248

 

1.058

–146

Auf Grund des Einsatzes von Optionen zur Absicherung gegenüber Währungsrisiken ist die Sensitivität keine lineare Funktion der unterstellten Veränderung der Wechselkurse.

Zinsänderungsrisiken: Zinsänderungsrisiken bestehen auf Grund potenzieller Änderungen des Marktzinses und können bei festverzinslichen Finanzinstrumenten zu einer Änderung des beizulegenden Zeitwerts und bei variabel verzinslichen Finanzinstrumenten zu Zinszahlungsschwankungen führen. Zur Absicherung werden Zinsswaps und kombinierte Zins-/Währungsderivate abgeschlossen. Zinsänderungsrisiken sind im finanzwirtschaftlichen, nicht aber im operativen Bereich von wesentlicher Bedeutung.

Die variable Zinsrisikoposition, die auch im Folgejahr fällige festverzinsliche Anleihen beinhaltet, betrug zum 31. Dezember 2011 –4.070 Millionen € ( 2010: –3.658 Millionen €). Ein Anstieg aller relevanten Zinssätze um einen Prozentpunkt hätte zum 31. Dezember 2011 ein um 10 Millionen € niedrigeres Ergebnis vor Ertragsteuern und zum 31. Dezember 2010 ein um 23 Millionen € niedrigeres Ergebnis vor Ertragsteuern zur Folge gehabt. Die Sensitivität des Eigenkapitals gegenüber Zinsänderungen ist von unwesentlichem Ausmaß.

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Buchwerte der originären verzinslichen Finanzinstrumente (Millionen €)

 

 

2011

 

2010

 

Fest
verzinslich

Variabel verzinslich

 

Fest
verzinslich

Variabel
verzinslich

Ausleihungen

218

36

 

169

75

Wertpapiere

35

5

 

28

5

Finanzschulden

11.012

1.992

 

13.309

1.730

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Nominal- und Marktwerte der Zins- und kombinierten Zins-/Währungsswaps 
(Millionen €)

 

2011

 

2010

 

Nominalwert

Marktwert

 

Nominalwert

Marktwert

Zinsswaps

2.711

48

 

1.061

52

davon Festzinszahler-Swaps

1.361

39

 

1.061

52

Festzinsempfänger-Swaps

1.350

9

 

Kombinierte Zins-/Währungsswaps

722

34

 

928

60

davon feste Verzinsung

722

34

 

920

61

variable Verzinsung

 

8

–1

Aktienkursrisiken: Zum Zweck der Anlage liquider Mittel sowie in begrenztem Maß mit strategischer Beteiligungsabsicht hält BASF Aktien börsennotierter Unternehmen sowie Anteile an Aktienfonds. Diese sind in den Posten Beteiligungen, Langfristige Wertpapiere und Kurzfristige Wertpapiere enthalten und werden in der BASF als zur Veräußerung verfügbar eingestuft. Ein Rückgang aller relevanten Aktienkurse um 10 % hätte vor Berücksichtigung von Ertragsteuern am 31. Dezember 2011 ein um 6 Millionen € und am 31. Dezember 2010 ein um 117 Millionen € niedrigeres Eigenkapital zur Folge gehabt. Der deutliche Rückgang der Sensitivität ist auf den Verkauf der Anteile an der K+S Aktiengesellschaft zurückzuführen.

Optionen zur Beteiligungsveräußerung: BASF und INEOS haben Optionen zum Ausstieg der BASF aus dem Joint Venture Styrolution geregelt. Diese Optionen stellen Derivate im Sinne des IAS 39 dar. Eine wesentliche für die Bewertung beider Optionen maßgebliche Risikovariable ist der Unternehmenswert. Ein zum 31. Dezember 2011 um 10 % höherer Unternehmenswert hätte zu einer zusätzlichen Ergebnisbelastung von 26 Millionen € geführt. Bei einem zum 31. Dezember 2011 um 10 % niedrigeren Unternehmenswert, wäre das Ergebnis um 33 Millionen € höher ausgefallen.

Warenpreisrisiken: Einige Unternehmensbereiche der BASF sind starken Schwankungen der Rohstoffpreise ausgesetzt. Diese resultieren vor allem aus folgenden Rohstoffen: Naphtha, Propylen, Benzol, Laurinöle, Titandioxid, Cyclohexan, Methanol, Erdgas, Butadien, LPG-Kondensat, Ammoniak sowie Edelmetalle. BASF trifft die folgenden Maßnahmen, um Preisrisiken aus dem Rohstoffeinkauf zu reduzieren:

  • BASF verwendet Warenderivate zur Absicherung gegen Risiken aus der Volatilität von Rohstoffpreisen. Dabei handelt es sich insbesondere um Optionen und Swaps auf Erdöl, Erdölprodukte und Erdgas.
  • Das Segment Oil & Gas verwendet im Arbeitsgebiet Natural Gas Trading Warenderivate, insbesondere Swaps auf Ölprodukte, um Margen zu sichern. Margenrisiken entstehen in den volatilen Märkten, wenn Einkaufs- und Verkaufsverträge unterschiedlich verpreist werden.
  • Der Unternehmensbereich Catalysts schließt sowohl kurzfristige als auch langfristige Abnahmeverträge mit Herstellern von Edelmetallen ab und kauft darüber hinaus an den Kassamärkten Edelmetalle von einer Vielzahl von Geschäftspartnern zu. Das Preisrisiko aus Edelmetallen, die für den Weiterverkauf an Dritte oder für die Verwendung in der Produktion von Katalysatoren erworben werden, wird mit derivativen Instrumenten gesichert. Dabei kommen vor allem Terminkontrakte zum Einsatz, die durch Abschluss gegenläufiger Kontrakte oder durch Lieferung des Edelmetalls erfüllt werden.
  • Im Unternehmensbereich Crop Protection ist der Verkaufspreis von Produkten teilweise an den Preis bestimmter Agrarprodukte gekoppelt. Um die daraus entstehenden Risiken abzusichern, werden Derivate auf Agrarprodukte abgeschlossen.

Darüber hinaus hält BASF bei Edelmetallen und Erdölprodukten in begrenztem Umfang ungesicherte Positionen zu Eigenhandelszwecken, die auch derivative Instrumente umfassen können. Der Wert dieser Positionen ist der Volatilität der Marktpreise ausgesetzt und unterliegt einer ständigen Kontrolle.

Im Rahmen des CO2-Emissionshandels werden verschiedene Arten von CO2-Zertifikaten auf Termin ge- und verkauft. Ziel dieser Transaktionen ist es, im Markt vorhandene Preisdifferenzen zu nutzen. Die Erfüllung der Geschäfte erfolgt durch physische Lieferung.

Auf Grund des Haltens von Warenderivaten und Edelmetallhandelspositionen ist BASF Preisrisiken ausgesetzt. Diese Risiken bestehen darin, dass die Bewertung von Warenderivaten und Edelmetallhandelspositionen zum Marktwert bei einer nachteiligen Veränderung der Marktpreise zu Belastungen von Ergebnis und Eigenkapital der BASF führen kann.

BASF führt Value-at-Risk-Analysen für alle Warenderivate und Edelmetallhandelspositionen durch. Mit Value at Risk wird fortlaufend das Marktrisiko quantifiziert und der maximal mögliche Verlust innerhalb des gegebenen Konfidenzintervalls über einen bestimmten Zeitraum prognostiziert. Der Value-at-Risk-Rechnung liegt ein Konfidenzintervall von 95 % und eine Haltedauer von einem Tag zu Grunde. Die Anwendung des Konfidenzintervalls von 95 % bedeutet, dass der maximale Verlust in einem Zeitraum von einem Tag mit einer Wahrscheinlichkeit von 95 % den Value at Risk nicht übersteigt. Für Edelmetalle basiert der Value at Risk auf einem Konfidenzintervall von 99 %. BASF wendet den Varianz-Kovarianz-Ansatz an.

BASF nutzt Value at Risk im Zusammenhang mit anderen Kennzahlen im Rahmen des Risikomanagementsystems. Neben Value at Risk werden volumenbasierte Grenzen, Exposure- und Stop-Loss-Limits gesetzt.

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Risikoposition aus Warenderivaten (Millionen €)

 

 

 

2011

 

2010

 

Exposure

Value at
Risk

 

Exposure

Value at
Risk

Erdöl, Erdölprodukte und Erdgas

–259

13

 

–230

6

Edelmetalle

31

2

 

4

1

CO2-Emissionszertifikate

4

1

 

3

.

Agrarprodukte

–209

1

 

–95

.

 

–433

17

 

–318

7

Das Exposure entspricht dem Nettobetrag aller Kauf- und Verkaufspositionen der jeweiligen Warenkategorie.

Ausfall- oder Bonitätsrisiken

Ausfall- oder Bonitätsrisiken bestehen, wenn Vertragspartner ihren Verpflichtungen nicht nachkommen. BASF analysiert regelmäßig die Kreditwürdigkeit jedes wesentlichen Schuldners und räumt auf dieser Grundlage Kreditlimits ein. Auf Grund der weltweiten Tätigkeit und der diversifizierten Kundenstruktur der BASF-Gruppe liegt keine wesentliche Konzentration von Ausfallrisiken vor. Der Buchwert aller Forderungen, Ausleihungen und verzinslichen Wertpapiere zuzüglich der Nominalwerte der Haftungsverhältnisse ohne potenzielle Gewährleistungsverpflichtungen stellt das maximale Ausfallrisiko der BASF dar.

Liquiditätsrisiken

Risiken aus Zahlungsstromschwankungen werden frühzeitig im Rahmen der Liquiditätsplanung erkannt. Durch das laufende Commercial-Paper-Programm sowie von Banken verbindlich zugesagte Kreditlinien kann BASF jederzeit auf umfangreiche liquide Mittel zurückgreifen.

25.2 – Fälligkeitsanalyse

Relevant für die Darstellung der Fälligkeiten vertraglicher Zahlungsströme aus finanziellen Verbindlichkeiten sind Zinszahlungen und Zahlungen des Prinzipals sowie sonstige Zahlungen für derivative Finanzinstrumente. In dieser Darstellung werden künftige Zahlungsströme nicht abgezinst.

Derivate werden mit ihren Nettozahlungsströmen einbezogen, soweit sie negative Marktwerte haben und daher Verbindlichkeiten darstellen. Derivate mit positiven Marktwerten sind Vermögenswerte und werden daher nicht berücksichtigt.

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind im Wesentlichen unverzinslich und innerhalb eines Jahres fällig. Der Buchwert von Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen entspricht daher der Summe der künftigen Zahlungsströme.

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Fälligkeiten vertraglicher Zahlungsströme aus finanziellen Verbindlichkeiten 2011
(Millionen €)

 

 

Anleihen und sonstige Kapitalmarkt- verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

Derivative Verbindlichkeiten

Sonstige Verbindlichkeiten

Gesamt

2012

3.410

1.117

532

973

6.032

2013

1.805

750

18

83

2.656

2014

1.516

119

6

21

1.662

2015

2.324

745

22

22

3.113

2016

956

59

22

1.037

2017 und darüber hinaus

1.840

125

425

2.390

 

11.851

2.915

578

1.546

16.890

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Fälligkeiten vertraglicher Zahlungsströme aus finanziellen Verbindlichkeiten 2010
(Millionen €)

 

 

Anleihen und sonstige Kapitalmarkt- verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

Derivative Verbindlichkeiten

Sonstige Verbindlichkeiten

Gesamt

2011

3.616

795

437

942

5.790

2012

3.396

235

62

80

3.773

2013

1.799

686

1

14

2.500

2014

1.518

53

11

1.582

2015

2.320

382

12

2.714

2016 und darüber hinaus

2.819

102

7

388

3.316

 

15.468

2.253

507

1.447

19.675

25.3 – Finanzinstrumente nach Klassen und Kategorien

Bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Übrigen Forderungen und sonstigem Vermögen, Ausleihungen, Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und Sonstigen Verbindlichkeiten entspricht der Buchwert annähernd dem Marktwert. In den Sonstigen Finanzanlagen sind nicht an einem aktiven Markt notierte Beteiligungen enthalten, deren beizulegender Zeitwert nicht verlässlich ermittelt werden kann und die daher zu Anschaffungskosten bewertet werden.

Der Buchwert der Beteiligungen, die an einem aktiven Markt notiert sind und daher zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, belief sich zum 31. Dezember 2011 auf 1 Million € und zum 31. Dezember 2010 auf 1.116 Millionen €. Diese sind im Posten Anteile an übrigen Beteiligungen enthalten. Der Rückgang ist auf den Verkauf der Anteile an der K+S Aktiengesellschaft zurückzuführen.

Der Buchwert der Finanzschulden betrug 13.004 Millionen € zum 31. Dezember 2011 sowie 15.039 Millionen € zum 31. Dezember 2010. Der Marktwert der Finanzschulden belief sich zum Jahresende 2011 auf 13.819 Millionen € gegenüber 15.995 Millionen € am Jahresende 2010. Der Marktwert von Finanzschulden wird auf der Grundlage von Interbank-Zinssätzen ermittelt. Die Differenz zwischen Buch- und Marktwert resultiert vornehmlich aus Zinsänderungen.

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Buch- und Marktwerte von Finanzinstrumenten zum 31. Dezember 2011 (Millionen €)

 

Buchwerte

Summe
Buchwerte im
Anwendungs-bereich
des
IFRS 7

Bewertungs-
kategorien
gemäß
IAS 39 2

Fair Value

davon
Fair Value
Stufe 1 3

davon
Fair Value
Stufe 2 4

davon
Fair Value
Stufe 3 5

Beteiligungen 1

554

554

Afs

1

1

Forderungen aus Finanzierungsleasing

22

22

n.a.

22

Ausleihungen

254

254

LaR

254

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

10.886

10.886

LaR

10.886

Derivate ohne Hedging-Beziehungen

526

526

aFVtPL

526

91

421

14

Derivate mit Hedging-Beziehungen

35

35

n.a.

35

35

Übrige Forderungen und sonstiges Vermögen 6

3.759

1.433

LaR

1.433

Wertpapiere

59

59

Afs

59

59

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

2.048

2.048

Afs

2.048

2.048

Summe Vermögenswerte

18.143

15.817

 

15.264

2.199

456

14

Anleihen

10.300

10.300

AmC

11.115

Commercial Paper

AmC

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

2.704

2.704

AmC

2.704

Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing

60

60

n.a.

60

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

5.121

5.121

AmC

5.121

Derivate ohne Hedging-Beziehungen

713

713

aFVtPL

713

49

503

161

Derivate mit Hedging-Beziehungen

45

45

n.a.

45

45

Übrige Verbindlichkeiten 6

3.360

1.781

AmC

1.781

Summe Verbindlichkeiten

22.303

20.724

 

21.539

49

548

161

Buch- und Marktwerte von Finanzinstrumenten zum 31. Dezember 2010 (Millionen €)

1

Der Unterschied zwischen Buchwert und Fair Value resultiert aus zu Anschaffungskosten bewerteten Beteiligungen, für die die beizulegenden Zeitwerte nicht verlässlich bestimmbar sind (2011: 553 Millionen €, 2010: 556 Millionen €).

2

Afs: Available-for-sale; LaR: Loans and receivables; aFVtPL: at-fair-value-through-profit-or-loss; AmC: Amortized Cost; eine detaillierte Beschreibung der Kategorien ist in Anmerkung 1 enthalten.

3

Die Ermittlung des Fair Value erfolgte auf Basis notierter, unangepasster Preise auf aktiven Märkten.

4

Die Ermittlung des Fair Value erfolgte auf Basis von Parametern, für die direkt oder indirekt abgeleitete notierte Preise auf einem aktiven Markt zur Verfügung stehen.

5

Die Ermittlung des Fair Value erfolgte auf Basis von Parametern, für die keine beobachtbaren Marktdaten zur Verfügung stehen.

6

Ohne die separat dargestellten Derivate sowie Forderungen und Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing; die Kategorisierung des Geschäftsjahres 2010 wurde zu Vergleichszwecken angepasst.

 

Buchwerte

Summe
Buchwerte im
Anwendungs-bereich
des
IFRS 7

Bewertungs-
kategorien
gemäß
IAS 39 2

Fair Value

davon
Fair Value
Stufe 1 3

davon
Fair Value
Stufe 2 4

davon
Fair Value
Stufe 3 5

Beteiligungen 1

1.672

1.672

Afs

1.116

1.116

Forderungen aus Finanzierungsleasing

18

18

n.a.

18

Ausleihungen

244

244

LaR

244

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

10.167

10.167

LaR

10.167

Derivate ohne Hedging-Beziehungen

396

396

aFVtPL

396

34

362

Derivate mit Hedging-Beziehungen

28

28

n.a.

28

28

Übrige Forderungen und sonstiges Vermögen 6

4.094

1.218

LaR

1.218

Wertpapiere

53

53

Afs

53

53

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

1.493

1.493

Afs

1.493

1.493

Summe Vermögenswerte

18.165

15.289

 

14.733

2.696

390

Anleihen

11.520

11.520

AmC

12.476

Commercial Paper

1.384

1.384

AmC

1.384

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

2.135

2.135

AmC

2.135

Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing

59

59

n.a.

59

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

4.738

4.738

AmC

4.738

Derivate ohne Hedging-Beziehungen

424

424

aFVtPL

424

58

366

Derivate mit Hedging-Beziehungen

26

26

n.a.

26

26

Übrige Verbindlichkeiten 6

3.194

1.589

AmC

1.589

Summe Verbindlichkeiten

23.480

21.875

 

22.831

58

392

Derivate, für die die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts auf nicht am Markt beobachtbaren Parametern basiert (Stufe 3), beinhalten ausschließlich die mit INEOS vereinbarten Optionen über den Verkauf des von BASF gehaltenen Anteils an Styrolution Holding GmbH. Die Verkaufsoption und die Kaufoption werden in der Bilanz unter den langfristigen sonstigen Forderungen beziehungsweise den langfristigen sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Der Marktwert der Optionen belief sich zum 1. Oktober 2011 auf –139 Millionen € und zum 31. Dezember 2011 auf –147 Millionen €. Die sich hieraus ergebende Differenz in Höhe von 8 Millionen € wurde im Finanzergebnis erfasst.

Die Nettogewinne und Nettoverluste aus Finanzinstrumenten umfassen Bewertungsergebnisse, das Fortschreiben von Agien und Disagien, die Erfassung und das Stornieren von Aufwendungen aus Wertminderungen, Ergebnisse aus der Währungsumrechnung sowie Zinsen, Dividenden und alle sonstigen Ergebniswirkungen aus Finanzinstrumenten. Im Posten Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente sind nur Ergebnisse aus solchen Instrumenten enthalten, die nicht als Sicherungsinstrumente im Rahmen einer Sicherungsbeziehung nach IAS 39 designiert sind. Nettogewinne und Nettoverluste aus zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten enthalten Ergebnisse aus Abschreibungen, Zuschreibungen, Zinsen, Dividenden sowie Umbuchungen von Bewertungseffekten aus dem Eigenkapital bei Veräußerung von Wertpapieren beziehungsweise Beteiligungen.

Die Nettoverluste aus Krediten und Forderungen sowie die Nettogewinne aus zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Verbindlichkeiten betreffen im Wesentlichen Ergebnisse aus der Währungsumrechnung.

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Nettogewinne und Nettoverluste aus Finanzinstrumenten (Millionen €)

 

2011

2010

Kredite und Forderungen

399

–320

davon Zinsergebnis

121

65

Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte

871

7

davon Zinsergebnis

4

2

Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten

–822

–910

davon Zinsergebnis

–556

–603

Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bilanzierte finanzielle Finanzinstrumente

–193

302

25.4 – Derivative Finanzinstrumente und Sicherungsbeziehungen

Einsatz derivativer Finanzinstrumente

BASF ist im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Währungs-, Zinsänderungs- und Warenpreisrisiken ausgesetzt. Des Weiteren bestehen bei börsennotierten Finanzanlagen auch Aktienkursrisiken. Diese Risiken werden nach einer zentral festgelegten Strategie bei Bedarf durch derivative Instrumente abgesichert. Zusätzlich werden derivative Instrumente auch als Ersatz für originäre Finanzinstrumente, zum Beispiel festverzinsliche Wertpapiere, genutzt. Eine Absicherung wird nur für bestehende Grundgeschäfte aus dem Produktgeschäft, Geldanlagen und Finanzierungen, Nettoinvestitionen in ausländische Tochtergesellschaften sowie für erwartete Umsätze und Rohstoffbezüge vorgenommen. Die aus den Grundgeschäften resultierenden Risiken sowie die Derivate werden laufend überwacht. BASF unterliegt Kreditrisiken, soweit Derivate einen positiven Marktwert haben und die Vertragspartner ihre Leistungen nicht erfüllen können. Zur Beschränkung des Ausfallrisikos bei den positiven Marktwerten der Derivate werden Transaktionen nur im Rahmen festgelegter Limits mit Banken und Partnern guter Bonität getätigt.

Um ein effizientes Risikomanagement zu ermöglichen, werden Risikopositionen bei der BASF SE und bestimmten Gruppengesellschaften zentralisiert. Der Abschluss und die Abwicklung der zu Sicherungszwecken abgeschlossenen derivativen Finanzinstrumente erfolgt nach internen Richtlinien und unterliegt strengen Kontrollen.

Die beizulegenden Zeitwerte der derivativen Finanzinstrumente werden anhand von Bewertungsmodellen ermittelt, die auf am Markt beobachtbaren Input-Parametern basieren. Ausnahme hiervon bilden einige Warenderivate, deren Bewertung unmittelbar auf Marktpreisen beruht sowie die mit INEOS vereinbarten Optionen, für die der beizulegende Zeitwert anhand von nicht am Markt beobachtbaren Parametern ermittelt wird.

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Marktwerte derivativer Instrumente (Millionen €)

 

 

2011

2010

Devisentermingeschäfte

–264

–151

Währungsoptionen

64

109

Fremdwährungsderivate

–200

–42

davon als Sicherungsinstrumente im Sinne von IAS 39 designiert (Hedge Accounting)

6

3

Zinsswaps

48

52

davon als Sicherungsinstrumente im Sinne von IAS 39 designiert (Hedge Accounting)

9

Kombinierte Zins-/Währungsswaps

34

60

Zinsderivate

82

112

Optionen zur Beteiligungsveräußerung

–147

Warenderivate

68

–96

davon als Sicherungsinstrumente im Sinne von IAS 39 designiert (Hedge Accounting)

–25

–1

Derivative Finanzinstrumente

–197

–26

Cashflow Hedge Accounting

Ein Teil der geplanten Einkäufe von Naphtha wird mit Swaps und Optionen auf Öl und Ölprodukte gesichert. Diese Sicherungsbeziehungen wurden im Abschluss der BASF teilweise mittels Cashflow Hedge Accounting abgebildet, so dass Gewinne und Verluste aus den Sicherungsinstrumenten zunächst erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst wurden. Die Gewinne oder Verluste aus den Sicherungsinstrumenten werden zu dem Zeitpunkt, in dem das Grundgeschäft in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst wird, in den Herstellungskosten berücksichtigt.

Im Arbeitsgebiet Natural Gas Trading setzt BASF Cashflow Hedge Accounting für Swaps auf Erdöl, mit denen wir uns gegen Preisrisiken aus Einkaufsverträgen für Erdgas absichern, ein. Diese Einkaufsverträge sind variabel verpreist, die Preisformel ist an den Ölpreis gekoppelt.

Des Weiteren wurde in 2011 in geringem Umfang Cash Flow Hedge Accounting für Erdgasbezüge angewandt.

Sowohl der überwiegende Teil der geplanten Transaktionen als auch die daraus resultierende Erfolgswirkung treten innerhalb des jeweils auf den Bilanzstichtag folgenden Jahres ein. Ein geringer Teil entfällt auf die Jahre 2013 und 2014. 2011 wurden –26 Millionen € an effektiven Wertänderungen von Sicherungsinstrumenten im Eigenkapital der Aktionäre der BASF SE gebucht. Im Jahr 2010 glichen sich die effektiven Wertänderungen über alle Gesellschaften im Eigenkapital der Aktionäre der BASF SE aus. Aus dem Eigenkapital der Aktionäre der BASF SE ausgebucht und direkt als Ertrag in den Herstellungskosten erfasst wurden 2011 5 Millionen €. 2010 entstand hieraus ein Ertrag in Höhe von 11 Millionen €. Der ineffektive Teil der Wertänderungen der Sicherungsinstrumente betrug –4 Millionen € im Jahr 2011 und 12 Millionen € im Jahr 2010. Dieser Betrag wurde in der Gewinn- und Verlustrechnung in den Herstellungskosten sowie in den Sonstigen betrieblichen Erträgen beziehungsweise Sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst.

In den Jahren 2004 und 2005 wurden die Marktwertänderungen von Forward-Zinsswaps, die zur Absicherung der Zinsrisiken aus der Refinanzierung einer auslaufenden Anleihe abgeschlossen worden waren, mittels Cashflow Hedge Accounting erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Die Sicherungsinstrumente wurden im Jahr 2005 glattgestellt, als zur Refinanzierung der auslaufenden Anleihe eine neue Emission durchgeführt wurde. Die neu begebene Anleihe wird im Jahr 2012 fällig. Über die Laufzeit der Anleihe hinweg werden die im Eigenkapital erfassten Marktwertänderungen der Zinsswaps ratierlich aus dem Eigenkapital in die Gewinn- und Verlustrechnung umgebucht. In den Jahren 2011 und 2010 wurden je 8 Millionen € bei der Position Sonstige Eigenkapitalposten ausgebucht und als Zinsaufwand erfasst.

Für Effekte aus in Bezugsverträgen enthaltenen Fremdwährungsderivaten wendet BASF Cash Flow Hedge Accounting an. Die Erfolgswirkung aus den zu Grunde liegenden Transaktionen tritt überwiegend im Jahr 2012 ein, geringe Effekte werden sich auch auf die Jahre 2013 bis 2015 auswirken. 2011 wurden effektive Wertänderungen aus den Sicherungsgeschäften in Höhe von 10 Millionen € und 2010 in Höhe von –12 Millionen € im Eigenkapital der Aktionäre der BASF SE erfasst. Ausbuchungen aus dem Eigenkapital der Aktionäre der BASF SE minderten die Herstellkosten um 16 Millionen € (2010: Erhöhung der Herstellkosten um 16 Millionen €). Ineffektivitäten traten keine auf.

Fair Value Hedge Accounting

Zur Absicherung von Zinsrisiken hat BASF im Berichtsjahr die festverzinsliche 3,75-%-Euro-Anleihe der BASF SE (Nominalvolumen 1.350 Millionen €, Fälligkeit 2012) mittels Zinsswaps in variabel verzinslich gewandelt. Die Anleihe und die Derivate wurden als Sicherungsbeziehung designiert (Fair Value Hedge).

Auf das Sicherungsgeschäft entfielen im Jahr 2011 Gewinne in Höhe von 8 Millionen €. Der Buchwert der Anleihe wurde um zinsinduzierte Verluste in Höhe von 8 Millionen € angepasst.

Hedge of a Net Investment in a Foreign Operation

Das Translationsrisiko aus einer Investition in eine ausländische Tochtergesellschaft wird mit Devisentermingeschäften abgesichert. Die Absicherung war vollständig effektiv und erhöhte das Eigenkapital der Aktionäre der BASF SE um 5 Millionen € (2010: Verringerung um 7 Millionen €).

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