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1. März 2012
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9 – Steueraufwand

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Millionen €

2011

2010

Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbeertragsteuer (Deutschland)

340

616

Ausländische Ertragsteuern

1.420

1.603

Steuern für Vorjahre

28

–147

Laufender Aufwand für Ertragsteuern

1.788

2.072

Latenter Steueraufwand (+)/-ertrag (–)

579

227

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

2.367

2.299

davon Ertragsteuern für Ölförderung

520

1.175

Sonstige Steuern sowie Umsatz- und andere Verbrauchsteuern

344

284

Steueraufwand

2.711

2.583

Das Ergebnis vor Ertragsteuern teilt sich auf das In- und Ausland wie folgt auf:

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Millionen €

2011

2010

Deutschland

3.343

2.415

Ausländische Betriebsstätten deutscher Gesellschaften zur Ölförderung

564

1.277

Ausland

5.063

3.681

 

8.970

7.373

In Deutschland wird auf ausgeschüttete und auf einbehaltene Gewinne einheitlich eine Körperschaftsteuer von 15,0 % und darauf ein Solidaritätszuschlag von 5,5 % erhoben. Neben der Körperschaftsteuer ist für die in Deutschland erzielten Gewinne eine Gewerbeertragsteuer zu zahlen. Diese variiert in Abhängigkeit von den Kommunen, in denen das Unternehmen vertreten ist. Für das Jahr 2011 ergab sich ein gewichteter Durchschnittssatz von 12,9 %, im Jahr 2010 von 12,8 %. Der von den ausländischen Gruppengesellschaften erzielte Gewinn wird mit den im jeweiligen Sitzland geltenden Sätzen versteuert.

Für die Berechnung der latenten Steuern im Konzernabschluss sind latente Steueransprüche und -schulden anhand der Steuersätze zu bewerten, welche für die Periode gelten, in der ein Vermögenswert realisiert oder eine Schuld erfüllt wird.

Bei deutschen Gruppengesellschaften wurden die latenten Steuern einheitlich mit 29,0 % berechnet.

Bei ausländischen Gruppengesellschaften wurden die latenten Steuern mit den im jeweiligen Sitzland maßgeblichen Steuersätzen von durchschnittlich 28,5 % im Jahr 2011 und 23,1 % im Jahr 2010 ermittelt.

Ertragsteuern für die Ölförderung ausländischer Betriebsstätten können bis zur Höhe der auf diese ausländischen Einkommensteile entfallenden deutschen Körperschaftsteuer angerechnet werden. Der nicht anrechenbare Betrag wird in der folgenden Tabelle gesondert ausgewiesen. Die Berechnung der ausgewiesenen nicht anrechenbaren ausländischen Ertragsteuern für die Ölförderung von 439 Millionen € basiert auf dem Körperschaftsteuersatz von 15,0 %.

In den sonstigen Steuern waren Grundsteuer und andere vergleichbare Steuern von 95 Millionen € im Jahr 2011 und 99 Millionen € im Jahr 2010 enthalten. Sie sind den betrieblichen Funktionskosten zugeordnet.

Aus der Veränderung von Wertberichtigungen auf latente Steueransprüche für steuerliche Verlustvorträge resultierte ein Aufwand in Höhe von 10 Millionen € im Jahr 2011. Im Jahr 2010 resultierte hieraus ein Ertrag von 4 Millionen €.

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Überleitungsrechnung auf den effektiven Steueraufwand und die Steuerquote

 

 

2011

 

2010

 

Millionen €

%

 

Millionen €

%

Ergebnis vor Ertragsteuern

8.970

 

7.373

Erwartete Körperschaftsteuer nach der Tarifbelastung in Deutschland (15 %)

1.346

15,0

 

1.106

15,0

Solidaritätszuschlag

8

0,1

 

15

0,2

Gewerbeertragsteuer

334

3,7

 

347

4,7

Einfluss abweichender Steuersätze für Einkommenausländischer Gruppengesellschaften

684

7,6

 

299

4,1

Steuerfreie Erträge

–366

–4,1

 

–137

–1,9

Steuerlich nicht abzugsfähige Aufwendungen

60

0,7

 

71

1,0

Ergebnis von nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen
(Nach-Steuer-Ergebnis)

–7

–0,1

 

–30

–0,4

Steuern für Vorjahre

28

0,3

 

–147

–2,0

Nicht anrechenbare ausländische Ertragsteuern für die Ölförderung

439

4,9

 

983

13,3

Latente Steuerschulden für sich zukünftig umkehrende temporäre Differenzen auf Anteile an Beteiligungen

–23

–0,2

 

77

1,1

Sonstiges

–136

–1,5

 

–285

–3,9

Effektive Ertragsteuern/Steuerquote

2.367

26,4

 

2.299

31,2

Für geplante Dividendenausschüttungen von Gruppengesellschaften und geplante Veräußerungen werden die zukünftig entstehenden Ertrag- und Quellensteuern als latente Steuerschulden abgegrenzt, sofern diese zur Umkehr einer temporären Differenz führen. In der Vergangenheit wurde für geplante Dividendenausschüttungen ein Planungshorizont von drei Jahren unterstellt. Für das Jahr 2011 wurde dieser Zeitraum auf ein Jahr reduziert. Hieraus ergab sich ein latenter Steuerertrag von 81 Millionen €. Eine Zunahme der geplanten Ausschüttungen führte zu einem latenten Steueraufwand von 23 Millionen € im Jahr 2011 (2010: 77 Millionen €).

Der Rückgang der nicht anrechenbaren ausländischen Ertragsteuern für die Ölförderung ist auf den mehrmonatigen Produktionsstopp in Libyen zurückzuführen.

Die steuerfreien Erträge beinhalten im Wesentlichen die Effekte aus der Veräußerung der Anteile der K+S Aktiengesellschaft und der Einbringung der Aktivitäten in das Joint Venture Styrolution.

Der gestiegene Einfluss abweichender Steuersätze für Einkommen ausländischer Gruppengesellschaften resultierte aus höheren Ergebnisbeiträgen von Gruppengesellschaften aus der Region Europa.

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Abgrenzungsposten für latente Steuern (Millionen €)

 

 

 

 

Latente Steueransprüche

 

Latente Steuerschulden

 

2011

2010

 

2011

2010

Immaterielle Vermögenswerte

184

209

 

1.840

1.710

Sachanlagen

304

250

 

2.127

2.163

Finanzanlagen

18

13

 

99

116

Vorräte und Forderungen

343

301

 

732

504

Pensionsrückstellungen

1.246

1.278

 

459

529

Übrige Rückstellungen und Verbindlichkeiten

1.056

939

 

59

38

Steuerliche Verlustvorträge

620

794

 

Sonstiges

163

293

 

181

246

Saldierungen

–2.869

–2.839

 

–2.869

–2.839

Wertberichtigungen auf latente Steueransprüche

–124

–126

 

davon auf steuerliche Verlustvorträge

–107

–86

 

Gesamt

941

1.112

 

2.628

2.467

davon kurzfristig

392

507

 

404

370

Latente Steuern ergeben sich insbesondere aus temporären Abweichungen zwischen steuerbilanziellen Wertansätzen und den gemäß IFRS bilanzierten Vermögenswerten und Schulden sowie aus steuerlichen Verlustvorträgen und noch nicht genutzten Steuergutschriften. Durch die Neubewertung aller Vermögenswerte und Schulden im Rahmen von Akquisitionen gemäß IFRS 3 bestehen wesentliche Abweichungen zwischen den anzusetzenden Zeitwerten und den Werten in der Steuerbilanz, die hauptsächlich zur Bilanzierung von latenten Steuerschulden führen.

Latente Steueransprüche wurden mit latenten Steuerschulden derselben Fristigkeit saldiert, sofern diese sich gegen dieselbe Steuerbehörde richten.

Für nicht ausgeschüttete Gewinne von Tochtergesellschaften in Höhe von 5.281 Millionen € im Jahr 2011 sowie 3.576 Millionen € im Jahr 2010 wurden keine latenten Steuerschulden angesetzt, da diese Gewinne bei Ausschüttung keiner entsprechenden Besteuerung unterliegen oder auf unbestimmte Zeit reinvestiert werden sollen.

Die steuerlichen Verlustvorträge teilen sich regional wie folgt auf:

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Steuerliche Verlustvorträge (Millionen €)

 

 

Steuerliche Verlustvorträge

 

Latente Steueransprüche

 

2011

2010

 

2011

2010

Deutschland

17

19

 

2

3

Ausland

2.808

3.004

 

511

705

 

2.825

3.023

 

513

708

Steuerliche Verluste können in Deutschland auf unbestimmte Zeit vorgetragen werden. Im Ausland bestehen Verlustvorträge vor allem in der Region Nordamerika, die erst ab dem Jahr 2021 verfallen, und der Region Europa, die ab dem Jahr 2016 verfallen. Im Jahr 2011 konnten die steuerlichen Verlustvorträge in der Region Nordamerika durch das hohe Ergebnis abgebaut werden. Für steuerliche Verlustvorträge von 48 Millionen € wurden Wertberichtigungen auf latente Steueransprüche gebildet. Im Vorjahr wurden für steuerliche Verlustvorträge von 78 Millionen € Wertberichtigungen auf latente Steueransprüche aufgelöst.

Steuerschulden umfassen Steuerverbindlichkeiten und kurzfristige Steuerrückstellungen. Steuerverbindlichkeiten betreffen überwiegend veranlagte Ertragsteuern und sonstige Steuern. Steuerrückstellungen umfassen noch nicht veranlagte Ertragsteuern des laufenden Jahres und für Vorjahre.

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Steuerschulden (Millionen €)

 

 

2011

2010

Steuerrückstellungen

434

499

Steuerverbindlichkeiten

604

641

 

1.038

1.140

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