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1. März 2012
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Vergütung des Vorstands

Die Darstellung der Vergütung des Vorstands enthält die nach deutschem Handelsrecht, erweitert durch das Vorstandsvergütungs-Offenlegungsgesetz (VorstOG) sowie durch das Gesetz zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung (VorstAG), erforderlichen Angaben und richtet sich nach den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex.

Die Systematik und die Höhe der Vergütung des Vorstands werden auf Vorschlag des  Personalausschusses  durch den Aufsichtsrat festgelegt. Diese Festlegung orientiert sich an der Größe und wirtschaftlichen Lage des Unternehmens sowie an der Leistung des Vorstands. Weltweit tätige Unternehmen aus Deutschland und Europa dienen als Referenz. Eine Überprüfung von Systematik und Höhe der Vorstandsvergütung erfolgt in regelmäßigen Abständen.

Die Bezüge des Vorstands setzen sich zusammen aus

  1. einem festen Jahresgehalt,
  2. einer jährlichen variablen Vergütung,
  3. einem aktienkursbasierten Langfristelement (Long-Term-Incentive- oder LTI-Programm),
  4. Sachbezügen und sonstigen Zusatzvergütungen in unterschiedlichem Umfang sowie
  5. einer betrieblichen Altersversorgung.

Die Vergütung des Vorstands ist darauf ausgerichtet, eine nachhaltige Unternehmensentwicklung zu fördern. Sie ist durch eine ausgeprägte Variabilität in Abhängigkeit von der Leistung des Vorstands und der Gesamtkapitalrendite der BASF-Gruppe gekennzeichnet.

Die Vergütungskomponenten stellen sich im Einzelnen wie folgt dar:

 

  1. Die jährliche feste Vergütung wird in gleichen monatlichen Raten ausgezahlt.
  2. Die jährliche variable Vergütung (Jahrestantieme) des Vorstands basiert auf der Leistung des Gesamtvorstands und der Höhe der Gesamtkapitalrendite. Die Gesamtkapitalrendite bildet auch die Bemessungsgrundlage für die variable Vergütung aller anderen Mitarbeitergruppen.

    Zur Bewertung der nachhaltigen Leistung des Vorstands trifft der Aufsichtsrat mit dem Gesamtvorstand jährlich eine Zielvereinbarung, die überwiegend mittel- und langfristige Ziele beinhaltet.

    Der Aufsichtsrat beurteilt die Zielerreichung bezogen auf die vorangegangenen drei Jahre. Auf der Grundlage der vom Aufsichtsrat festgestellten Zielerreichung wird ein Performancefaktor ermittelt, der sich zwischen 0 und 1,5 bewegt. Die Jahrestantieme wird jeweils im Anschluss an die Hauptversammlung für das abgelaufene Geschäftsjahr ausgezahlt.

    Die Mitglieder des Vorstands können wie andere Mitarbeitergruppen auch zu Gunsten von Versorgungsanwartschaften auf Teile ihrer jährlichen variablen Bruttovergütung verzichten (Gehaltsumwandlung). Für Mitglieder des Vorstands beläuft sich der maximal umwandelbare Betrag, wie für alle anderen Oberen Führungskräfte der deutschen BASF-Gruppe, auf 30.000 €. Von dieser Möglichkeit haben die Vorstandsmitglieder in unterschiedlichem Umfang Gebrauch gemacht.
  3. Für die Mitglieder des Vorstands besteht ein aktienkursbasiertes Vergütungsprogramm (sogenanntes Long-Term-Incentive-oder LTI-Programm), das auch allen übrigen Oberen Führungskräften der BASF-Gruppe angeboten wird. Gegenüber den allgemeinen Programmbedingungen bestehen für die Mitglieder des Vorstands engere Regelungen: So sind sie verpflichtet, mit mindestens 10 % der Bruttotantieme an dem LTI-Programm teilzunehmen. Dieses verpflichtende Eigeninvestment in Form von BASF-Aktien unterliegt einer Haltefrist von vier Jahren. Für ein freiwilliges Eigeninvestment von zusätzlich bis zu 20 % der Bruttotantieme gilt die allgemeine Haltefrist von zwei Jahren. Eine Ausübung der Optionsrechte ist im Rahmen des LTI-Programms für die Mitglieder des Vorstands frühestens vier Jahre nach Gewährung (Wartefrist) möglich. Zu den weiteren Einzelheiten des  LTI-Programms siehe  Aktienkursbasiertes Vergütungsprogramm.
  4. Zu den Sachbezügen und sonstigen Zusatzvergütungen zählen Delegationszulagen, Prämien für Unfallversicherung und Ähnliches sowie geldwerte Vorteile durch die Zurverfügungstellung von Kommunikationsmitteln, Verkehrsmitteln und Sicherheitsmaßnahmen. 2011 wurden Mitgliedern des Vorstands keine Kredite oder Vorschüsse gewährt.
  5. Die Einzelheiten der betrieblichen Altersversorgung sind im Abschnitt  Versorgungszusagen dargestellt.

Auf Basis dieser Grundsätze ergab sich folgende Vergütung für die einzelnen Mitglieder des Vorstands:

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Gesamtvergütung des Vorstands (Tausend €)

 

Erfolgsunabhängige Vergütung

 

Erfolgsbezogene
Vergütung

 

 

 

Gewährte Optionen

 

 

 

Jahr

Festver-
gütung

Sachbezüge und sonstige Zusatz-
vergütungen

 

Jahrestantieme 1

 

Bar-
vergütung Gesamt

 

Anzahl

Marktwert zum Zeitpunkt der Gewährung

 

Gesamtvergütung (Barvergütung plus gewährte Optionsrechte)

1

Basis für die Jahrestantieme ist die Gesamtkapitalrendite, die um Sondereffekte bereinigt wurde, sowie der Performancefaktor.
Der Ausweis erfolgt einschließlich etwaiger Gehaltsumwandlungsbeträge.

2

Auszahlung erfolgt (zum Teil zeitanteilig) im Ausland in lokaler Währung auf Basis eines sich in Deutschland theoretisch ergebenden Nettogehalts.

3

Enthält delegationsbedingte Zahlungen, wie zum Beispiel die Übernahme ortsüblicher Mietkosten.

Dr. Kurt Bock
Vorsitzender
(seit 06.05.2011)

2011

1.0442

5043

 

2.948

 

4.496

 

29.460

757

 

5.253

2010

6952

1.1743

 

1.620

 

3.489

 

20.620

384

 

3.873

Dr. Jürgen Hambrecht
Vorsitzender
(bis 06.05.2011)

2011

423

53

 

1.179

 

1.655

 

50.044

1.286

 

2.941

2010

1.100

129

 

3.240

 

4.469

 

41.244

768

 

5.237

Dr. Martin Brudermüller
Stellvertretender Vorsitzender
(seit 06.05.2011)

2011

7672

6913

 

2.158

 

3.616

 

29.460

757

 

4.373

2010

5782

7533

 

1.620

 

2.951

 

20.620

384

 

3.335

Dr. Hans-Ulrich Engel

2011

6352

5253

 

1.769

 

2.929

 

29.460

757

 

3.686

2010

550

109

 

1.620

 

2.279

 

20.620

384

 

2.663

Dr. John Feldmann
(bis 06.05.2011)

2011

211

37

 

590

 

838

 

25.020

643

 

1.481

2010

550

82

 

1.620

 

2.252

 

20.620

384

 

2.636

Michael Heinz
(seit 06.05.2011)

2011

391

148

 

1.179

 

1.718

 

9.912

255

 

1.973

2010

 

 

 

 

Dr. Andreas Kreimeyer

2011

600

144

 

1.769

 

2.513

 

29.460

757

 

3.270

2010

550

105

 

1.620

 

2.275

 

20.620

384

 

2.659

Dr. Stefan Marcinowski

2011

600

111

 

1.769

 

2.480

 

29.460

757

 

3.237

2010

550

89

 

1.620

 

2.259

 

20.620

384

 

2.643

Dr. Harald Schwager

2011

600

119

 

1.769

 

2.488

 

29.460

757

 

3.245

2010

550

108

 

1.620

 

2.278

 

20.620

384

 

2.662

Margret Suckale
(seit 06.05.2011)

2011

391

52

 

1.179

 

1.622

 

7.148

184

 

1.806

2010

 

 

 

 

 

Summe 2011

5.662

2.384

 

16.309

 

24.355

 

268.884

6.910

 

31.265

 

Summe 2010

5.123

2.549

 

14.580

 

22.252

 

185.584

3.456

 

25.708

Im Jahr 2011 führten die zugeteilten Optionsrechte zu einem Aufwand (Personalaufwand). Der Personalaufwand bezieht sich auf die Summe aller Optionsrechte aus den LTI-Programmen 2003 bis 2011. Er ergibt sich aus einer stichtagsbezogenen Bewertung dieser Optionsrechte zum 31. Dezember 2011 und der Veränderung dieses Wertes gegenüber dem 31. Dezember 2010 unter Berücksichtigung der im Jahr 2011 ausgeübten und neu gewährten Optionsrechte. Maßgeblich für die Bewertung der Optionsrechte sind dabei die Kursentwicklung der BASF-Aktie und ihre Outperformance gegenüber den in den LTI-Programmen 2003 bis 2011 festgelegten Vergleichsindizes.

Der nachstehend aufgeführte Personalaufwand ist als rechnerische Größe jeweils nicht mit dem tatsächlichen Zufluss der realisierten Gewinne bei Ausübung der Optionsrechte gleichzusetzen. Über Zeitpunkt und Umfang der Ausübungen der Optionsrechte aus den einzelnen Jahren entscheiden die Mitglieder des Vorstands unter Beachtung der allgemeinen Bedingungen und Obergrenzen des LTI-Programms individuell. Der auf das Jahr 2011 entfallende Personalaufwand aller zugeteilten Optionsrechte beträgt für Dr. Kurt Bock 182 Tausend € (2010: 4.919 Tausend €), für Dr. Martin Brudermüller 182 Tausend € (2010: 4.087 Tausend €), für Dr. Hans-Ulrich Engel 517 Tausend € (2010: 3.198 Tausend €), für Michael Heinz 748 Tausend €, für Dr. Andreas Kreimeyer 346 Tausend € (2010: 3.449 Tausend €), für Dr. Stefan Marcinowski 1.897 Tausend € (2010: 4.034 Tausend €), für Dr. Harald Schwager 385 Tausend € (2010: 3.105 Tausend €) und für Margret Suckale 107 Tausend €.

Die Mitglieder des Vorstands werden unter Berücksichtigung eines Selbstbehalts in die Absicherung durch eine von der Gesellschaft abgeschlossenen Vermögensschadens-Haftpflichtversicherung (D&O-Versicherung) einbezogen.

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