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Letzte Aktualisierung:
1. März 2012
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Entwicklung der chemischen Industrie

  • Weltweite Chemieproduktion (ohne Pharma) um 4,8 % gewachsen
  • Anstieg der Chemieproduktion in der Europäischen Union (+1,6 %)
  • Rohölpreis der Sorte Brent im Vorjahresvergleich deutlich gestiegen

2011 war für die chemische Industrie insgesamt ein erfolgreiches Jahr. Die weltweite Chemieproduktion (ohne Pharma) wuchs um 4,8 % – also etwas geringer als von uns ursprünglich für 2011 prognostiziert (+5,2 %). Nach einer starken Entwicklung im ersten Halbjahr schwächte sich die konjunkturelle Wachstumsdynamik im Verlauf der zweiten Jahreshälfte ab. Insgesamt stabilisierte sich das Wachstum der Chemieproduktion (ohne Pharma) auf hohem Niveau.

Chemieproduktion (ohne Pharma) 2011
Reale Veränderung gegenüber Vorjahr

Nachdem die weltweite Chemieproduktion (ohne Pharma) bereits 2010 das Vorkrisenniveau wieder erreicht hatte, entwickelte sie sich im Jahr 2011 auf Grund der starken Nachfrage aus wichtigen Abnehmerbranchen weiter positiv. In der Europäischen Union nahm die Chemieproduktion zu (+1,6 %). Wegen der engen Vernetzung der Chemieindustrie mit dynamisch wachsenden exportorientierten Abnehmerbranchen stieg die Produktion in Deutschland stärker an (+2,0 %) als in der Europäischen Union. Japan verzeichnete dagegen infolge der Erdbeben- und Tsunamikatastrophe ein deutliches Minus bei der Chemieproduktion (–3,1 %). In den USA verringerte sich auf Grund der allgemeinen konjunkturellen Lage auch die Wachstumsdynamik in der Chemieindustrie (+2,1 %). In Südamerika (+4,7 %) und Asien (ohne Japan) (+11,1 %) wuchs die Chemieproduktion erneut stark.

Preisentwicklung für Rohöl (Brent)
und Naphtha
(US$/Barrel, US$/Tonne)

Der Rohölpreis der Sorte Brent legte im Vorjahresvergleich deutlich zu. Hintergrund war zum einen die im Zuge der konjunkturellen Erholung weltweit gestiegene Nachfrage. Zum anderen kam es durch die angespannte politische Situation in Nordafrika und im Nahen Osten zu Einschränkungen bei der Erdölförderung. Die Schwankungen des Rohölpreises waren im Jahresverlauf 2011 dennoch vergleichsweise gering. Im Monatsdurchschnitt bewegten sich die Notierungen zwischen 96 US$/Barrel und 124 US$/Barrel. Im Jahresdurchschnitt lag der Ölpreis mit rund 110 US$/Barrel um etwa 40 % über dem Vorjahreswert und erreichte damit den bisher höchsten Jahresdurchschnittswert.

Der monatliche Durchschnittspreis für den Chemierohstoff Naphtha schwankte im Verlauf des Jahres zwischen 850 US$/Tonne im Januar und über 1.050 US$/Tonne im April. Im Jahresdurchschnitt lag der Preis für Naphtha mit 930 US$/Tonne um mehr als 30 % über dem Vorjahreswert.

Der US-amerikanische Gaspreis lag im Jahresdurchschnitt mit rund 4 US$/mbtu auf Vorjahresniveau. In der Europäischen Union stieg der durchschnittliche Gaspreis im Vergleich zum Vorjahr um ein Viertel auf über 10 US$/mbtu.

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