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Letzte Aktualisierung:
1. März 2012
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Umsatz und Ergebnis der Betriebstätigkeit

Umsatz

+15 %

Umsatz deutlich erhöht, Absatz in den meisten Bereichen gesteigert; mehrmonatige Einstellung der Erdölproduktion in Libyen belastet Umsatz- und Ergebnisentwicklung

Ergebnis der Betriebstätigkeit

+11 %

  • Ergebnis gegenüber Vorjahr deutlich gesteigert
  • Hohe Nachfrage aus vielen Kundenbranchen
  • Gestiegene Rohstoffkosten größtenteils an Kunden weitergegeben

Umsatz (Millionen €)

Ergebnis der Betriebstätigkeit (Millionen €)

Durch die positive wirtschaftliche Entwicklung nahm die Nachfrage im Chemiegeschäft1 um rund 2,5 % zu. Die meisten Bereiche haben ihren Absatz verbessert. Höhere Rohstoffkosten führten zu Preissteigerungen, insbesondere bei Petrochemicals und Catalysts. Allerdings konnten wir die gestiegenen Rohstoffkosten nicht bei allen Produkten vollständig an unsere Kunden weitergeben, was sich negativ auf unsere Margen auswirkte. Die erstmals ganzjährige Einbeziehung der integrierten Cognis-Geschäfte hatte einen positiven Einfluss auf das Umsatz- und Ergebniswachstum. Das Styrolkunststoffgeschäft ist nur bis zum Zeitpunkt der Einbringung in das Joint Venture Styrolution am 1. Oktober 2011 im Umsatz und Ergebnis enthalten. Andere Unternehmenskäufe oder -verkäufe hatten nur einen geringen Einfluss auf die Umsatz- und Ergebnisentwicklung.

1 Unser Chemiegeschäft umfasst die Segmente Chemicals, Plastics, Performance Products und Functional Solutions.

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Umsatzeinflüsse BASF-Gruppe

 

 

Veränderung in
Millionen €

Prozentuale
Veränderung

Mengen

311

.

Preise

7.800

12

Währungen

–1.372

–2

Akquisitionen und Änderungen des Konsolidierungskreises

3.246

5

Devestitionen

–361

.

Umsatzveränderung gesamt

9.624

15

Den Umsatz des Segments Chemicals erhöhten wir vor allem preisbedingt deutlich gegenüber dem Vorjahreswert. Gestiegene Rohstoffkosten konnten wir größtenteils an unsere Kunden weitergeben, insbesondere da bei einigen Produkten das Angebot am Markt weiterhin knapp war. Vor allem der Bereich Petrochemicals profitierte von dieser Entwicklung. Die hohe Anlagenauslastung, unsere Kostensenkungsprogramme sowie die gute Margensituation führten zu einem Anstieg des Ergebnisses der Betriebstätigkeit bei Chemicals.

Im Segment Plastics lag der Umsatz deutlich über dem Vorjahresniveau. Vor allem im ersten Halbjahr nahm die Nachfrage aus zahlreichen Kundenbranchen zu – insbesondere aus der Automobilindustrie. Die Preise haben wir rohstoffkostenbedingt angehoben; lediglich bei TDI waren sie rückläufig. Das Ergebnis der Betriebstätigkeit bei Polyurethanes erreichte deshalb den Vorjahreswert nicht. Diese Entwicklung konnte aber durch das deutlich gestiegene Ergebnis bei Performance Polymers nahezu ausgeglichen werden.

Bei Performance Products haben wir den Umsatz vor allem durch die ganzjährige Einbeziehung der Cognis-Geschäfte sowie durch rohstoffkostenbedingt höhere Preise verbessert. Außerdem wurden unsere Produkte besonders im ersten Halbjahr von den meisten Abnehmerbranchen stark nachgefragt. In einigen Bereichen belasteten Sondereinflüsse für die Cognis-Integration das Ergebnis. Insgesamt leisteten die eingegliederten Cognis-Geschäfte jedoch einen positiven Beitrag und trugen maßgeblich dazu bei, dass das Ergebnis der Betriebstätigkeit des Segments den Vorjahreswert übertraf.

Im Segment Functional Solutions führte in erster Linie die hohe Nachfrage aus der Automobilindustrie zu einem höheren Absatz und einem deutlichen Umsatzanstieg. Im Bereich Catalysts trugen darüber hinaus stark gestiegene Edelmetallpreise zum Umsatzwachstum bei. Auch Construction Chemicals und Coatings steigerten den Umsatz. Vor allem auf Grund von Sonderbelastungen bei Coatings und Construction Chemicals ging das Ergebnis der Betriebstätigkeit des Segments zurück. Dieser Effekt konnte auch durch den deutlich gestiegenen Ergebnisbeitrag von Catalysts nicht ausgeglichen werden.

Bei Agricultural Solutions legte der Umsatz vor allem nachfragebedingt zu. Insbesondere in den Wachstumsmärkten Asiens und Osteuropas steigerten wir den Absatz. Die Preise blieben insgesamt stabil, allerdings wirkte sich die Abwertung des US-Dollar negativ auf das Umsatzwachstum aus. Das Ergebnis der Betriebstätigkeit übertraf den Vorjahreswert trotz erhöhter Aufwendungen für Forschung und Entwicklung sowie für den Ausbau des Vertriebs in Wachstumsmärkten.

Im Segment Oil & Gas ist der Umsatz preisbedingt deutlich gestiegen. Im Arbeitsgebiet Exploration & Production führte die mehrmonatige Einstellung der Ölproduktion in Libyen allerdings zu einem Mengenrückgang. Bei Natural Gas Trading lag der Absatz leicht über dem Vorjahresniveau. Das Ergebnis der Betriebstätigkeit des Segments ging auf Grund des geringeren Beitrags aus Libyen zurück.

Der Umsatz von Sonstige stieg von 5.851 Millionen € im Vorjahr auf 6.275 Millionen €. Zum 1. Oktober 2011 haben wir unser Geschäft mit Styrolkunststoffen in das Joint Venture Styrolution eingebracht. Der Bereich Styrenics hat somit nur neun Monate zu Umsatz und Ergebnis von Sonstige beigetragen. In diesem Zeitraum lag der Umsatz von Styrenics deutlich über dem Vorjahreswert; eine positive Umsatzentwicklung war außerdem bei Düngemitteln und im Rohstoffhandel zu verzeichnen. Das Ergebnis der Betriebstätigkeit von Sonstige stieg von –707 Millionen € auf 178 Millionen €. Dieser Anstieg ist vor allem durch das Abgangsergebnis des Styrolkunststoffgeschäfts in Höhe von 593 Millionen € begründet. Außerdem fielen niedrigere Aufwendungen für das Long-Term-Incentive-Programm sowie geringere Sonderbelastungen an.

Das Ergebnis der Betriebstätigkeit nach Kapitalkosten betrug 2.551 Millionen €. Damit haben wir erneut eine hohe Prämie auf unsere Kapitalkosten verdient.

Ergebnis der Betriebstätigkeit

  • Ergebnisanstieg gegenüber Vorjahr trotz mehrmonatiger Einstellung der Ölproduktion in Libyen
  • Sonderertrag aus der Einbringung des Styrolkunststoffgeschäfts in das Joint Venture Styrolution
  • Hohe Prämie auf die Kapitalkosten verdient
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