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Letzte Aktualisierung:
1. März 2012
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Langfristig wirksame Chancen und Risiken

Langfristige Entwicklung

  • Wachstum der globalen Chemieproduktion von jährlich 4 % erwartet; Wachstumsrisiken bei langfristiger Stagnation als Folge der Staatsschuldenkrisen
  • Überdurchschnittliches Wachstum der BASF angestrebt
  • Aktives Portfoliomanagement: Nutzung von Chancen mittels gezielter Investitionen in Produktionskapazitäten, F+E-Aktivitäten und Akquisitionen; Risikominimierung durch Devestitionen

Langfristige Nachfrageentwicklung: In unserer „We create chemistry“-Strategie gehen wir davon aus, dass die Chemieproduktion (ohne Pharma) weltweit bis 2020 mit 4,0 % im Jahr wächst, und damit schneller als das globale Bruttoinlandsprodukt und auch schneller als in den vergangenen zehn Jahren. Durch unser marktorientiertes und innovatives Portfolio, das wir in den kommenden Jahren durch Investitionen in neue Produktionskapazitäten, F+E-Aktivitäten sowie Akquisitionen weiter stärken werden, wollen wir unseren Umsatz mit durchschnittlich 6 % jährlich deutlich stärker steigern. So planen wir für 2020 ein ambitioniertes Umsatzziel von 115 Milliarden € und erwarten, unser Ergebnis der Betriebstätigkeit vor Abschreibungen (EBITDA) auf 23 Milliarden € zu steigern.

Sollte es im Zuge der aktuellen Staatsschuldenkrisen zu einer langfristigen Stagnation in den westlichen Märkten kommen, so könnten sich diese Ziele als zu ambitioniert herausstellen. Durch unseren hohen Diversifikationsgrad über verschiedene Abnehmerbranchen und -regionen rechnen wir aber auch dann mit einem Wachstum über dem Marktdurchschnitt.

Entwicklung der Wettbewerbs- und Kundenlandschaft: Wir rechnen damit, dass Wettbewerber aus Schwellenländern in den kommenden Jahren deutlich an Bedeutung gewinnen werden. Weiterhin gehen wir davon aus, dass viele Rohstoffanbieter ihre Wertschöpfungsketten ausweiten werden.

Diesem Risiko begegnen wir mit einem aktiven Portfoliomanagement. Unsere operative Exzellenz verbessern wir kontinuierlich, um weiterhin wettbewerbsfähig zu bleiben. Wir ziehen uns aus Märkten zurück, bei denen die Risiken die Chancen überwiegen und wir langfristig keine ausreichenden Möglichkeiten sehen, uns von unseren Wettbewerbern zu differenzieren. Beispiele für Devestitionen oder Ausgliederungen in den Jahren 2011 und 2012 sind das Geschäft mit Styrolkunststoffen, das wir in ein Joint Venture mit INEOS eingebracht haben, sowie unser Düngemittelgeschäft.

Um dauerhaft profitabel zu wachsen, legen wir unsere Forschungs- und Geschäftsschwerpunkte auf innovationsstarke Geschäftsfelder, die wir zum Teil über strategische Kooperationen erschließen.

Investitionen

  • Investitionsentscheidungen auf Grundlage von Annahmen zu Markt-, Margen- und Kostenentwicklung, der Rohstoffverfügbarkeit sowie Länder-, Währungs- und Technologierisiken
  • Chancen und Risiken durch abweichende Entwicklung
  • Risikominimierung bei der Projektumsetzung durch Einsatz eines erfahrenen Projektmanagements und -controllings

Weiterentwicklung des Portfolios durch Investitionen: Wir erwarten, dass der Anstieg der Chemieproduktion in den Schwellenländern in den kommenden Jahren deutlich über dem globalen Durchschnitt liegen wird. Die sich daraus ergebenden Chancen wollen wir nutzen, indem wir unsere Präsenz vor Ort ausweiten. Hierzu wollen wir in den Jahren 2012 bis 2020 mindestens ein Drittel unseres Investitionsvolumens in Schwellenländern einsetzen.

Die Entscheidungen über Art, Umfang und Standort unserer Investitionsprojekte beruhen auf Annahmen bezüglich der langfristigen Markt-, Margen- und Kostenentwicklung, der Rohstoffverfügbarkeit sowie zu Länder-, Währungs- und Technologierisiken. Chancen und Risiken ergeben sich immer dann, wenn die reale Entwicklung von unseren Annahmen abweicht.

In der Umsetzungsphase bedienen wir uns eines erfahrenen Projektmanagements und -controllings, um das Risiko von Kosten- und Terminüberschreitungen zu minimieren.

Innovation

  • Wesentlicher Bestandteil unserer Wachstumsstrategie
  • Risikoreduktion durch Wissensverbund sowie kontinuierliche Überprüfung von Effizienz, Erfolgschancen und Rahmenbedingungen von Forschungsprojekten
  • Kontinuierlicher Dialog mit Partnern und Kunden zur Verbesserung der Erfolgschancen

Innovation: In unseren Kundenindustrien beobachten wir einen Trend zu mehr Nachhaltigkeit. Die sich daraus ergebenden Chancen wollen wir durch Innovationen nutzen – vor allem in den von uns identifizierten Wachstumsfeldern. Dazu gehören unter anderem Batteriematerialien für die Elektromobilität, funktionaler Pflanzenschutz (Functional Crop Care) zur Effizienzsteigerung in der Landwirtschaft, Lösungen für die Wasseraufbereitung und Technologien für die Nutzung regenerativer Energien (Windkraft, Solarthermie und Photovoltaik).

Neue Produkte, deren Markteinführung 2011 oder später stattfindet, sollen 2020 einen Umsatzbeitrag von 30 Milliarden € leisten. Um dieses Ziel zu erreichen, wollen wir weiterhin etwa 3 % unseres Umsatzes in Forschung und Entwicklung investieren. Dem Risiko eines technischen oder wirtschaftlichen Scheiterns von Forschungs- und Entwicklungsprojekten begegnen wir darüber hinaus durch ein ausgewogenes und umfangreiches Projektportfolio.

Die Effektivität und Effizienz unserer Forschungsaktivitäten optimieren wir durch unseren weltweiten Wissensverbund sowie durch die Zusammenarbeit mit Partnern und Kunden. Außerdem überprüfen wir in einem Programm- und Projektmanagementprozess fortlaufend die Erfolgschancen und Rahmenbedingungen von Forschungsprojekten in den verschiedenen Phasen von der Ideenfindung bis zur Produkteinführung. Für die erfolgreiche Einführung neuer Technologien ist das Vertrauen der Kunden und Verbraucher unverzichtbar. Deshalb treten wir bereits in einem frühen Stadium der Entwicklung in den Dialog mit den Stakeholdern.

Mehr zum Thema Innovation

 


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Innovation Chemicals

Innovation Plastics

Innovation Performance Products

Innovation Functional Solutions

Innovation Agricultural Solutions

Akquisitionen: Auch künftig werden wir unser Portfolio durch Akquisitionen weiterentwickeln, die ein überdurchschnittliches rentables Wachstum versprechen, innovationsgetrieben sind, einen Mehrwert für unsere Kunden bieten und unsere Ergebniszyklizität reduzieren.

Die Bewertung von Chancen und Risiken spielt bereits bei der Prüfung potenzieller Akquisitionsziele eine wesentliche Rolle. Eine detaillierte Analyse und Quantifizierung erfolgt im Rahmen der Due Diligence. Risiken sind beispielsweise erhöhte Personalfluktuation, eine verzögerte Realisierung von Synergien oder aber die Übernahme von im Vorfeld nicht exakt quantifizierbaren Verpflichtungen. Sollten unsere diesbezüglichen Erwartungen nicht eintreten, können sich Risiken wie beispielsweise Wertminderungsbedarf auf immaterielles Vermögen ergeben; es bestehen aber auch Chancen etwa durch zusätzliche Synergien.

Personal

  • Verstärkter internationaler Wettbewerb um hochqualifizierte Fach- und Führungskräfte
  • Gefahr des Know-how-Verlusts durch zahlreiche altersbedingte Abgänge
  • Effektivere Personalrekrutierung und -bindung mit Hilfe verschiedener Maßnahmen

Rekrutierung und langfristige Bindung qualifizierter Mitarbeiter: Durch die stetige Verbesserung der Wirtschaftslage in den vergangenen beiden Jahren hat auch der internationale Wettbewerb um hochqualifizierte Fach- und Führungskräfte zugenommen. Dieser wird sich voraussichtlich durch die demografische Entwicklung mittel- bis langfristig noch verstärken. Damit erhöht sich das Risiko, dass offene Stellen nicht oder nur verzögert mit geeigneten Bewerbern besetzt werden können. Der Know-how-Verlust durch überproportional hohe altersbedingte Abgänge in Nordamerika und Europa sowie die Herausforderung durch den zusätzlichen Rekrutierungsbedarf in Asien, der sich durch das angestrebte Wachstum ergibt, können mittel- bis langfristig zu Geschäftsbeeinträchtigungen führen.

Diesen Risiken begegnen wir, indem wir mit den globalen Programmen „Generations@Work“, „Diversity + Inclusion“, dem Projekt „Employee Development BASF Group“, der Weiterentwicklung unserer Arbeitgebermarke („Employer Branding“) und verstärkter Personalentwicklung sowie ergänzenden regionalen Initiativen die BASF als Arbeitgeber attraktiv machen und Mitarbeiter langfristig an uns binden. Informationen mit Relevanz im Sinne des Global Compact

Nachhaltigkeit: Die BASF bekennt sich dazu, den Schutz der Umwelt und gesellschaftlich verantwortungsvolles Handeln in ihre Geschäftstätigkeit zu integrieren. Verstöße gegen unsere Selbstverpflichtungen oder gegen Gesetze stellen ein Reputationsrisiko dar und können zu operativen und strategischen Risiken führen. Auf Grundlage der Ergebnisse unseres globalen Themenmanagements für Nachhaltigkeit stoßen wir Veränderungsprozesse im Unternehmen an, um auf etwaige Risiken vorbereitet zu sein und Chancen nutzen zu können. Um das Einhalten von Gesetzen und unserer Selbstverpflichtungen in den Bereichen Umwelt, Sicherheit und Gesundheit sowie Arbeits-und Sozialstandards überprüfen zu können, haben wir globale Monitoringsysteme etabliert, die auch unsere Lieferkette einbeziehen. Wir stehen im kontinuierlichen Austausch mit den relevanten Stakeholdern, um die gesellschaftliche Akzeptanz unserer Geschäftsaktivitäten sicherzustellen. Vor Erwerb eines Unternehmens achten wir auf dessen nachhaltige Ausrichtung und berücksichtigen diese im Übernahmeprozess.Informationen mit Relevanz im Sinne des Global Compact

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