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Letzte Aktualisierung:
1. März 2012
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Wirtschaftliche Rahmenbedingungen
im Jahr 2012

Für das Jahr 2012 gehen wir von folgenden Rahmenbedingungen aus:

  • Wachstum der Weltwirtschaft auf Vorjahresniveau (+2,7 %)
  • Deutlich schwächeres Wachstum in den Industrieländern (+1,5 %)
  • Geringes Wachstum des Bruttoinlandsprodukts in der Europäischen Union (+0,5 %)
  • Stärkeres Wachstum in den USA (+2,0 %) als im Vorjahr; Wachstum in Asien (ohne Japan) weiterhin auf hohem Niveau (+6,6 %); kräftigeres Wachstum in Japan dank Sonderkonjunktur (+2,4 %); Wachstum auf Vorjahresniveau in Südamerika (+3,9 %)
  • Wechselkurs durchschnittlich 1,30 US$ pro Euro
  • Ölpreis im Jahresdurchschnitt 110 US$/Barrel

Wir rechnen damit, dass die Weltwirtschaft auch 2012 wächst. Unsicherheiten auf den Finanzmärkten bezüglich der weiteren Entwicklung der Staatsschuldenkrisen im Euroraum und in den USA dämpfen die Wachstumsaussichten allerdings. Dennoch erwarten wir im Jahresdurchschnitt ein Wachstum der Weltwirtschaft auf Vorjahresniveau (+2,7 %). Deutlich schwächer wird die Wirtschaft dagegen voraussichtlich in den Industrieländern wachsen (+1,5 %). Für 2012 gehen wir von einem durchschnittlichen Ölpreis von 110 US$/Barrel und einem Wechselkurs in Höhe von 1,30 US$ pro Euro aus. Wie in den Vorjahren, erwarten wir beim Wechselkurs im Jahresverlauf eine hohe Volatilität.

Ausblick zum Bruttoinlandsprodukt 2012
(Reale Veränderung gegenüber Vorjahr)

Trends Bruttoinlandsprodukt 2012–2014
(Reale jährliche Veränderung im Durchschnitt)

Unsicherheiten bezüglich der weiteren Entwicklung der Staatsschuldenkrisen im Euroraum dämpfen die Wachstumsaussichten in der Europäischen Union für 2012. Das Wachstum des Binnenkonsums und die Nachfrage nach Investitionsgütern werden sich gegenüber dem Vorjahr voraussichtlich abschwächen. Wir rechnen mit einem geringen Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (+0,5 %). In Deutschland erwarten wir einen starken Rückgang des Wirtschaftswachstums (+1,0 %); als exportorientierte Volkswirtschaft kann sich Deutschland nicht von der Wachstumsschwäche seiner wichtigen Handelspartner lösen. Mittelfristig erwarten wir für die Europäische Union ein durchschnittliches Wirtschaftswachstum von 1,2 %.

Für die USA prognostizieren wir im Jahr 2012 ein stärkeres Wirtschaftswachstum (+2,0 %) als im Vorjahr. Wir gehen davon aus, dass sich die Lage auf dem Arbeitsmarkt entspannt und dass der private Konsum, der über 70 % des Bruttoinlandsprodukts ausmacht, wieder anzieht. Auf Grund der hohen Staatsverschuldung und des sehr geringen Zinsniveaus rechnen wir nicht mit einer weiteren Stimulierung durch expansive Fiskal- oder Geldpolitik. Hohe Gewinne bei US-amerikanischen Unternehmen und ein günstiger Wechselkurs werden voraussichtlich dazu beitragen, Investitionen und Exporte zu steigern. Mittelfristig erwarten wir in den USA ein jährliches Wirtschaftswachstum von 2,5 %.

Wir gehen davon aus, dass das Wirtschaftswachstum in Asien (ohne Japan) 2012 an Dynamik verliert, jedoch weiterhin auf einem hohen Niveau liegen wird (+6,6 %). Insbesondere in China wird das Wachstum durch eine geringere Exportnachfrage voraussichtlich gedämpft. Wir erwarten zudem eine leichte Aufwertung der chinesischen Währung. Mittelfristig rechnen wir in Asien (ohne Japan) mit einem jährlichen Wachstum des regionalen Bruttoinlandsprodukts von 6,9 %, das vom starken Wachstum der Industrieproduktion getrieben wird.

Für Japan prognostizieren wir mit der Beseitigung eines großen Teils der durch die Erdbeben- und Tsunamikatastrophe entstandenen Schäden 2012 eine Sonderkonjunktur. Wir rechnen mit einem für das Land kräftigen Wirtschaftswachstum (+2,4 %). Wegen der sinkenden weltwirtschaftlichen Dynamik und des starken japanischen Yen wird das Exportwachstum jedoch voraussichtlich schwächer ausfallen. Mittelfristig erwarten wir auf Grund der Sonderkonjunktur ein jährliches Wachstum von 1,9 %.

Im Jahr 2012 rechnen wir in Südamerika mit einem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts auf Vorjahresniveau (+3,9 %). Zinserhöhungen werden die Entwicklung der Binnennachfrage voraussichtlich belasten. Wir erwarten, dass die Bekämpfung der steigenden Inflation die Geldpolitik bestimmen wird. Mittelfristig gehen wir dank positiver Wachstumsimpulse aus Brasilien von einem jährlichen Wirtschaftswachstum von 4,1 % aus.

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