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Letzte Aktualisierung:
1. März 2012
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Aussichten für die chemische Industrie

Für das Jahr 2012 erwarten wir folgende Entwicklung der chemischen Industrie:

  • Weiterhin solides Wachstum der weltweiten Chemieproduktion (+4,1 %)
  • Europäische Union: Schwaches Wachstum der Chemieindustrie (+0,8 %)
  • USA: Stärkeres Wachstum (+2,2 %) als in anderen Industrieländern
  • Asien (ohne Japan): Wachstum geringer als im Vorjahr, dennoch weiterhin kräftig (+8,0 %)
  • Japan: Deutliches Wachstumsplus (+3,4 %) dank vorübergehendem Aufschwung der heimischen Industrie
  • Südamerika: Schwächeres Wachstum als im Vorjahr (+3,9 %)

Wir prognostizieren für 2012, dass die weltweite Chemieproduktion (ohne Pharma) weiterhin solide wächst (+4,1 %). Ausgehend von den hohen Wachstumsraten der beiden vorangegangenen Jahre, wird sich das Wachstum 2012 in den meisten Regionen jedoch voraussichtlich verlangsamen. Mittelfristig gehen wir von einem durchschnittlichen Wachstum von 4,4 % im Jahr aus.

Ausblick zur Chemieproduktion 2012 (ohne Pharma)
(Reale Veränderung gegenüber Vorjahr)

Trends Chemieproduktion 2012–2014 (ohne Pharma)
(Reale jährliche Veränderung im Durchschnitt)

Für die Europäische Union erwarten wir im Jahr 2012 ein geringes Wachstum der Chemieindustrie (+0,8 %). Wir rechnen unter anderem in der Konsumgüterbranche mit einer Abschwächung der in den beiden Vorjahren hohen Wachstumsraten. Mittelfristig gehen wir davon aus, dass die europäische Chemieproduktion jährlich um 1,6 % wachsen wird.

Die Wachstumsrate der Chemieproduktion wird in den USA 2012 voraussichtlich höher ausfallen (+2,2 %) als in anderen Industrieländern: Auf Grund der Verfügbarkeit großer Mengen unkonventionell geförderten Gases rechnen wir mit positiven Impulsen für den US-amerikanischen Chemiesektor. Auch mittelfristig erwarten wir ein jährliches Wachstum von 2,2 %.

In Asien (ohne Japan) verzeichnete die Chemieproduktion im Jahr 2011 ein deutliches Wachstum, getrieben vor allem durch den starken Beitrag der chinesischen Chemieindustrie. Infolge der generellen konjunkturellen Abschwächung erwarten wir für 2012 ein im Vorjahresvergleich geringeres Wachstum in der Region (+8,0 %). Mittelfristig gehen wir von einem jährlichen Wachstum von 8,1 % aus.

Wir rechnen damit, dass die Chemieindustrie in Japan 2012 vorübergehend erheblich vom Wachstum der heimischen Industrie sowie von den Wiederaufbaumaßnahmen der Baubranche profitieren wird. Deshalb erwarten wir ein deutliches Wachstumsplus (+3,4 %). Mittelfristig gehen wir von einer jährlichen Wachstumsrate von 2,2 % aus.

In Südamerika wird die Chemieproduktion 2012 voraussichtlich schwächer wachsen als im Vorjahr (+3,9 %). Sie folgt damit dem generellen Wachstumstrend der Industrieproduktion. Als Zulieferindustrie wird die Chemieindustrie in der Region vor allem von Bau- und Infrastrukturinvestitionen in Brasilien sowie dem zunehmenden Bedarf an Agrochemikalien profitieren. Mittelfristig rechnen wir mit einem durchschnittlichen Wachstum von 4,3 %.

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