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Letzte Aktualisierung:
1. März 2012
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Exploration & Production

  • Erdöl- und Erdgasproduktion durch mehrmonatigen Förderungsstopp in Libyen gesunken
  • Mengenbedingter Umsatz- und Ergebnisrückgang durch positive Preisentwicklung abgemildert
  • Prognose 2012: Deutliches Wachstum von Umsatz und Ergebnis dank steigender Produktionsmengen

Die Geschäftsentwicklung im Arbeitsgebiet Exploration & Production ist durch die Ereignisse in Libyen erheblich beeinträchtigt worden. Infolge der dortigen Unruhen wurde die Produktion an Land im Februar und vor der Küste im März eingestellt und erst im September beziehungsweise an Land im Oktober teilweise wieder aufgenommen und schrittweise gesteigert. Am Jahresende 2011 lag die tägliche Förderrate an Land bei etwa 50 % der vor den Unruhen produzierten Menge. Der Umsatz des Arbeitsgebietes verringerte sich dadurch um 637 Millionen € auf 3.182 Millionen €.

Der deutliche Ölpreisanstieg ist unter anderem auf den Produktionsrückgang in Libyen zurückzuführen. Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Durchschnittsnotierung des Referenzrohöls Brent um 31 US$/Barrel auf rund 110 US$/Barrel. Wegen der Abschwächung des US-Dollar gegenüber dem Euro erhöhte sich der Rohölpreis auf Eurobasis um 20 €/Barrel auf 80 €/Barrel.

Unsere Erdöl- und Erdgasproduktion ging 2011 vor allem auf Grund des mehrmonatigen Produktionsstopps in Libyen um 15 % auf 113 Millionen Barrel Öläquivalent (BOE) zurück. Diese Menge beinhaltet Anteile der Gazprom an der deutschen Wintershall-Gesellschaft, die die libyschen Onshore-Konzessionen 96 und 97 hält.

Das Ergebnis der Betriebstätigkeit sank auf Grund des geringeren Beitrags aus Libyen um 232 Millionen € auf 1.686 Millionen €. Die darin enthaltenen nicht anrechenbaren Ertragsteuern auf die Ölförderung in Libyen gingen um 544 Millionen € auf 439 Millionen € zurück.

Auf der Suche nach neuen Erdöl- und Erdgaslagerstätten haben wir 2011 insgesamt 21 Aufschluss- und Erweiterungsprojekte beendet, von denen 10 fündig waren. Der Explorationsaufwand ist gegenüber 2010 um 6 Millionen € auf 184 Millionen € gesunken.

Die sicheren Erdöl- und Erdgasreserven erhöhten sich im Vergleich zum Jahresende 2010 um 3 % auf 1.156 Millionen BOE. Dieser Anstieg ist im Wesentlichen Folge der erstmaligen Einbeziehung der Mengen aus dem Achimgaz-Projekt, bei dem nach erfolgreichem Abschluss der Pilotphase mit der vollen Feldesentwicklung begonnen wurde. Die rechnerische Reichweite, die sich auf den Wintershall-Anteil an der Förderung im Jahr 2011 und auf den Reservenbestand am Jahresende bezieht, beläuft sich auf 11 Jahre (2010: 10 Jahre). Die 2011 geförderten Mengen wurden zu 131 % ersetzt.

Für 2012 erwarten wir, dass unsere Produktionsmengen infolge der sich stabilisierenden Lage in Libyen steigen. Wir rechnen deshalb mit einer deutlichen Umsatz- und Ergebnisverbesserung.

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