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Letzte Aktualisierung:
1. März 2012
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Lieferkettenmanagement

  • Verhaltenskodex für Lieferanten umfasst Schutz der Umwelt, Einhaltung von Menschenrechten und Arbeitsrechten, Antidiskriminierung sowie Antikorruption
  • Rund 70 Lieferanten nahmen in China am „Supplier Day“ teil
  • Etwa 500.000 verschiedene Rohstoffe, technische Güter sowie Dienstleistungen eingekauft; Rohstoffe von über 6.000 Lieferanten bezogen

Bei der Auswahl neuer Lieferanten sowie der Beurteilung neuer und bestehender Lieferbeziehungen sind für uns neben wirtschaftlichen Kriterien auch Umweltschutz-, Arbeitssicherheits- und Sozialstandards relevant. Unser Verhaltenskodex für Lieferanten basiert auf international anerkannten Richtlinien: Er umfasst den Schutz der Umwelt, die Einhaltung von Menschen- und Arbeitsrechten, Antidiskriminierung und Antikorruption. Im Jahr 2012 wollen wir die Einhaltung des Kodexes auch in Lieferantenverträgen weiter fest verankern.

Abhängig vom potenziellen Risiko, kontrollieren wir Lieferanten vor Ort. Risikomatrices helfen uns dabei, Lieferanten mit hohem Risikopotenzial, unterteilt nach Länder- und Produktrisiken, zu identifizieren. Auf Grundlage dieser Länder- und Produktrisikoanalyse haben wir 2011 insgesamt 206 Rohstofflieferanten zu Umwelt-, Gesundheits- und Sicherheitsaspekten vor Ort besucht. Stellen wir bei Audits Verbesserungsbedarf fest, leiten wir Korrekturmaßnahmen ein. Nach einigen Monaten führen wir ein erneutes Audit durch. Stellen wir keine Verbesserung fest, beenden wir die Geschäftsbeziehung. Im Jahr 2011 geschah dies in 8 Fällen.

Zur Überprüfung der Einhaltung internationaler Arbeits- und Sozialstandards müssen neue Lieferanten aus Nicht-OECD-Staaten einen Fragebogen ausfüllen. Insgesamt haben 2011 665 Lieferanten unseren Fragebogen zu Arbeits- und Sozialstandards erhalten. Voraussetzung für eine Geschäftsbeziehung mit einem Lieferanten ist, dass der Fragebogen vollständig ausgefüllt, unterschrieben wurde und keine kritischen Punkte, wie etwa der Ausschluss von Kinderarbeit, offen bleiben. Besteht der Verdacht, dass Arbeits- und Sozialstandards nicht eingehalten werden, behalten wir uns die Durchführung eines externen Audits vor und verzichten gegebenenfalls auf eine Geschäftsbeziehung. 2011 haben wir aus diesem Grund keine Geschäftsbeziehung beendet.

Aktuell beteiligt sich BASF an einer internationalen Initiative der Chemiebranche zur weltweiten Vereinheitlichung von Prozessen zu Self-Assessments und Audits von Lieferanten. Ziel ist es, einen global einheitlichen Fragenkatalog in Anlehnung an in ternationale Richtlinien, wie Responsible Care, die Standards der internationalen Arbeitsorganisation (ILO) sowie die Prinzipien des Global Compact der Vereinten Nationen (UN), zu verwenden und einheitliche Kriterien für Lieferantenaudits zu entwickeln.

Im Jahr 2011 haben wir unsere Mitarbeiter aus dem Einkauf bei Compliance-Schulungen unter anderem zum Thema Nachhaltigkeit fortgebildet. Um Risiken in der Lieferkette weiter zu minimieren und über die Chancen durch nachhaltiges Wirtschaften zu informieren, haben wir 2011 einen „Supplier Day“ mit rund 70 Lieferanten in China durchgeführt. So haben wir weitere Teilnehmer für das im Jahr 2006 gestartete „1+3“-Projekt gewonnen, in dem sich unsere Lieferanten verpflichten, unsere Nachhaltigkeitsstandards an mindestens drei ihrer Kooperationspartner in der Lieferkette weiterzugeben.

2011 hat BASF insgesamt etwa 500.000 verschiedene Rohstoffe, technische Güter sowie Dienstleistungen für Bau und Instandhaltung von Anlagen und Logistik eingekauft. Unsere Rohstoffe haben wir von über 6.000 Lieferanten bezogen.

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