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1. März 2012
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Verantwortung für Mitarbeiter – globale Standards

  • Nationales Recht und Kernarbeitsnormen der Internationalen Arbeitsorganisation als Mindestanforderung
  • Einhaltung der Selbstverpflichtungen wird durch ein gruppenweit implementiertes Monitoringsystem überprüft
  • Wir streben den Einklang unserer Arbeitsbedingungen mit ILO-Standards, OECD-Leitsätzen für multinationale Unternehmen und lokalen Anforderungen wie Industriestandards an

Es ist Grundlage unserer sozialen Verantwortung, dass wir nationales Recht und die Kernarbeitsnormen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) einhalten. Zudem streben wir an, dass unsere Arbeitsbedingungen weltweit im Einklang mit unseren Selbstverpflichtungen und den einschlägigen ILO-Standards, OECD-Leitsätzen für multinationale Unternehmen sowie mit lokalen Anforderungen wie Industriestandards stehen. Die Einhaltung unserer Selbstverpflichtungen überprüfen wir über ein gruppenweit implementiertes Monitoringsystem. Es besteht aus drei zentralen Instrumenten:

  • den externen Compliance-Hotlines,
  • der jährlichen Umfrage bei unseren Gruppengesellschaften, um die dort geltenden Arbeitsbedingungen zu überprüfen,
  • dem intensiven Dialog mit unseren Stakeholdern, wie Arbeitnehmervertretungen oder internationalen Organisationen.

Im Jahr 2011 gingen 53 Anrufe (fünf Anfragen und 48 Beschwerden) zu Arbeits- und Sozialstandards bei den externen Compliance-Hotlines ein. 13 davon hatten nachweisbare Defizite zum Gegenstand. Mit den Ergebnissen der jährlichen Umfrage können wir für 2011 Aussagen über 100 % unserer Mitarbeiter treffen. Ergeben sich bei der Auswertung Hinweise darauf, dass unsere Selbstverpflichtungen unzureichend umgesetzt werden, gehen wir diesen Hinweisen nach und leiten Abhilfemaßnahmen ein. Eine 2010 in Brasilien eingereichte OECD-Beschwerde gegen BASF wurde im Jahr 2011 zurückgezogen. Nach internen Prüfungen konnte kein Verstoß gegen das Recht auf Versammlungsfreiheit und Kollektivverhandlungen festgestellt werden. Um die Einhaltung von internationalen Arbeits- und Sozialstandards weltweit besser prüfen zu können, haben wir 2011 eine regionale Risikoanalyse für unsere Geschäfte durchgeführt.

Die Entlohnung unserer Mitarbeiter beruht weltweit auf objektiven Kriterien. An unserem Standort Ludwigshafen durchgeführte Auswertungen für die nicht durch Tarifverträge geregelten Arbeitsverhältnisse haben gezeigt, dass bei vergleichbaren Tätigkeiten und Qualifikationen keine systematischen Entgeltunterschiede zwischen Frauen und Männern bestehen. Die ermittelte Differenz der Einkommen lag unter 1 %.

Um Nachwuchsführungskräfte frühzeitig für das Thema Nachhaltigkeit zu sensibilisieren, gibt es in Südamerika ein „Virtual Sustainability Team“. 2011 haben dessen 34 Mitglieder 10 % ihrer Arbeitszeit investiert, um unsere Nachhaltigkeitsstrategie zu implementieren.

Mit unseren deutschen Arbeitnehmervertretern diskutierten wir auch 2011 in den sogenannten „Wittenberg-Dialogen“ den Ethikkodex, der die Stärkung der Sozialen Marktwirtschaft und verantwortliches Handeln zum Inhalt hat. Wir verpflichten uns zu einer sowohl erfolgs- als auch werteorientierten Führung im Sinne der Sozialen Marktwirtschaft.

  Download (Download XLS xls, 22 kB)

Abfrage der ILO-Kernarbeitsnormen/Menschenrechte 2011

 

1

Weniger als 1 % unserer Mitarbeiter sind in Staaten tätig, in denen das Recht auf Versammlungsfreiheit und Kollektivverhandlungen grundsätzlich durch nationales Recht eingeschränkt ist.

 

Implementierter Prozess

Effektivität des Prozesses

Verhinderung von
Kinderarbeit

100 %

Prüfung des Alters des Mitarbeiters bei Anstellung

100 %

Mitarbeiter über 15 Jahre bei Anstellung

Verhinderung von
Zwangsarbeit

100 %

Arbeitsvertrag basiert auf freiwilliger Zustimmung des Mitarbeiters

100 %

Recht der Mitarbeiter auf einseitige Kündigung des Arbeitsvertrages

Verhinderung von Diskriminierung

100 %

Personalmaßnahmen basieren auf objektiven Kriterien

 

2011 erhielten wir 40 Anrufe. In 10 Fällen wurde Fehlverhalten festgestellt und wurden Gegenmaßnahmen ergriffen

Recht der Mitarbeiter auf Versammlungsfreiheit

100 % 1

Keine Maßnahmen der Gesellschaft zur grundlegenden Einschränkung der Versammlungsfreiheit

92 %

Mitarbeiter bei einer Gesellschaft beschäftigt, in der eine Arbeitnehmervertretung existiert

Recht der Mitarbeiter auf Kollektivverhandlungen

100 % 1

Keine Maßnahmen der Gesellschaft zur grundlegenden Einschränkung von Kollektivverhandlungen

88 %

Mitarbeiter bei einer Gesellschaft beschäftigt, in der eine Arbeitnehmervertretung existiert und die Arbeitsbedingungen auf einem Kollektivvertrag basieren

Menschenrechte

100 %

Prüfung von Hinweisen

 

2011 erhielten wir 48 Anrufe (davon 40 Anrufewegen Diskriminierung). In 13 Fällen wurde Fehlverhalten festgestellt und wurden Gegenmaßnahmen ergriffen