Städtisches Leben

DIE FRAGEN DIE ANTWORTEN
  • Wie werden die Städte aussehen, in denen wir in Zukunft wohnen?

  • Seit 150 Jahren arbeiten wir bei BASF an Antworten auf diese Fragen.

  • Städte ziehen Menschen an auf ihrer Suche nach Arbeit, Wohlstand und Kultur. 2008 haben weltweit erstmals mehr Menschen in urbanen Ballungsräumen gelebt als auf dem Land. Schätzungen zufolge werden mehr als 70 % der Weltbevölkerung im Jahr 2050 in Metropolen zu Hause sein.

    Aber wie werden unsere Städte künftig aussehen, sich anhören, und wie wird es sich anfühlen, darin zu leben? Wie können immer mehr Menschen Wohnraum und Lebensqualität finden? Wie können wir intelligente Verkehrssysteme schaffen? Und wie reichen die Ressourcen, wie zum Beispiel Wasser, für alle?

  • Seit 150 Jahren arbeiten wir bei BASF an Antworten auf diese Fragen: indem wir die Ansprüche unserer Kunden und Partner kennen, bislang Unentdecktes erforschen und Innovationen möglichst vielen Menschen zugänglich machen.

    Dazu zählen zum Beispiel besondere Betonzusatzmittel, mit denen die höchsten Gebäude der Welt oder ein erdbebensicherer Tunnel unter dem Meer gebaut werden können. Aber auch Materialien zur Wärme- und Schalldämmung, die die Fahrt mit der U-Bahn angenehmer machen. Oder Membranen, die es ermöglichen, Salzwasser in Trinkwasser zu verwandeln.

1 Raum schaffen, wo Raum knapp ist 2 Städtische Lebensadern 3 Der Durst der Städte

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1 Raum schaffen, wo Raum knapp ist 2 Städtische Lebensadern 3 Der Durst der Städte

Raum schaffen, wo Raum knapp ist

Großstädte auf der ganzen Welt stehen vor enormen Herausforderungen. Die Bevölkerung der Städte wächst stetig, für immer mehr Menschen muss Wohn- und Arbeitsraum geschaffen werden. Doch der Platz ist begrenzt. Der Trend bei Neubauten geht daher nach oben. Das zeigen Wolkenkratzer wie „The Shard“ in London. Das 2012 fertiggestellte Gebäude ist mit 310 Metern das zweithöchste Europas nach dem Mercury City Tower in Moskau. Oder der Burj Khalifa – er ragt mit über 800 Metern und mehr als 160 Stockwerken in den Himmel von Dubai. Damit ist er das höchste Gebäude der Welt.

Beim Bau helfen BASFProdukte. So kam bei „The Shard“ eine speziell entwickelte Mischung des Betonzusatzmittels MasterGlenium® Sky der BASF zum Einsatz. Denn für solche Bauprojekte muss der verwendete Beton besonders fließfähig sein und sich problemlos in die Höhe pumpen lassen. MasterGlenium® Sky hilft außerdem dabei, dass der Beton zügig fest wird. So kann ohne viel Wartezeit weitergebaut werden. MasterGlenium® Fließmittel verbessern nicht nur die baulichen Eigenschaften des Betons, sondern auch seine Umweltverträglichkeit. So kann ein Teil des Zements durch Schlacke oder Flugasche ersetzt werden. Damit werden CO2-Emissionen vermieden, die bei der energieintensiven Zementproduktion anfallen würden.

Brian Williams, Sales Manager im BASF-Bereich Construction Chemicals (Foto)

„In Städten wie London muss es schnell gehen. Das komplette Fundament für ‚The Shard‘ wurde an einem einzigen Wochenende gegossen. Denn wir durften mit den Baufahrzeugen kein langes Verkehrschaos verursachen.“

Brian Williams, Sales Manager im BASF-Bereich Construction Chemicals

Mit mehr als 8 Millionen Einwohnern ist New York die bevölkerungsreichste Stadt in den USA. Wohnraum ist extrem knapp und teuer. Vor allem im dicht besiedelten Zentrum sind deshalb kreative Lösungen gefragt. 432 Park Avenue ist nicht nur eine noble Adresse, sondern auch der Name eines spektakulären Gebäudes, das zurzeit im Herzen Manhattans entsteht. Auf nur 28 mal 28 Metern Grundfläche wird ein neuer Wolkenkratzer gebaut: 426 Meter hoch soll das Wohngebäude einmal werden. Damit das gelingt, ist die Green Sense® Concrete Technologie der BASF im Einsatz, die auch beim Bau des One World Trade Centers in New York half. Die Green Sense® Concrete Technologie ist ein Leistungspaket von BASF, mit dessen Hilfe Hersteller den Beton hinsichtlich seiner Belastbarkeit, Verarbeitungseigenschaften, Langlebigkeit und Umweltfreundlichkeit verbessern können.

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Städtische Lebensadern

Vielfältige Verkehrsmittel prägen das Bild des städtischen Lebens. Straßen, Schienen, Tunnel – sie sind die Lebensadern der Stadt. Gerade Pendler sind auf eine schnelle und zuverlässige Anbindung angewiesen. In Istanbul beispielsweise ermöglicht der Marmaray-Tunnel, der durch die Bosporus-Meerenge führt, die Fahrt mit dem Zug von Europa nach Asien in nur 4 Minuten. Der Unterwassertunnel bietet damit nicht nur eine umweltfreundliche Alternative zur vielbefahrenen Bosporus-Autobrücke und zum Fährverkehr, er spart auch Zeit und reduziert Verkehrslärm und Abgasemissionen der Millionenmetropole. Auch hier waren das Know-how und die Lösungen von BASF gefragt: Beispielsweise hat ein spezieller Injektionsschaum gegen Wassereinbrüche und eine Betonformulierung, die den Tunnel erdbebensicher macht, zur Konstruktion des Tunnels beigetragen.

Suat Seven, Regional Manager im BASFBereich Construction Chemicals (Foto)

„Der Bau des Marmaray-Tunnels war eine große Herausforderung: Der tiefste Teil der Röhren liegt 56 Meter unter der Wasseroberfläche. Außerdem muss der Tunnel bei Erdbeben bis zu einer Stärke von 9 auf der Richterskala stabil bleiben.“

Suat Seven, Regional Manager im BASF Bereich Construction Chemicals

Auch für Pendler im kanadischen Montreal wird der tägliche Weg zur Arbeit angenehmer. Sie profitieren seit Anfang des Jahres 2014 von neuen U-Bahn-Wagen mit besonderer Wärme- und Schalldämmung. In der Decke der Wagen des Herstellers Bombardier ist der Melaminharzschaumstoff Basotect® von BASF verbaut. Bis 2018 sollen 468 dieser neuen Wagen im Einsatz sein. Unkomfortable und laute U-Bahn-Fahrten werden damit der Vergangenheit angehören.

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Der Durst der Städte

Städte haben einen hohen Bedarf an Ressourcen, wie zum Beispiel Wasser. Dabei sind viele bestehende Infrastrukturen für die Wasserversorgung in den Ballungsräumen schon jetzt am Limit. Wo viele Menschen auf engem Raum zusammenleben, werden täglich unzählige Liter Wasser zum Trinken, Kochen, Waschen, für die Körperhygiene und für industrielle Zwecke benötigt. Wie lässt sich der große Durst der Städte stillen?

Über 70 % der Erdoberfläche sind mit Wasser bedeckt – der Großteil davon ist Salzwasser. Mit Meerwasserentsalzungsanlagen gelingt es, diese wertvolle Ressource nutzbar zu machen. Eine solche Anlage steht zum Beispiel im spanischen El Prat de Llobregat.

Sie versorgt rund ein Viertel der Bewohner im Großraum Barcelona mit Trinkwasser. Und in Nungua, etwa 12 Kilometer von der ghanaischen Hauptstadt Accra entfernt, kann damit bald Trinkwasser für rund eine halbe Million Menschen gewonnen werden.

Auch auf Zypern ist Trinkwasser ein knappes Gut. Für die Inselbewohner bringt die Wasserknappheit zeitweise massive Einschränkungen mit sich: In Dürreperioden ist es vorgekommen, dass die Wasserversorgung auf 36 Stunden pro Woche begrenzt wurde. Auch hier setzt man nun auf Meerwasserentsalzungsanlagen.

In Famagusta/Zypern kommt die Ultrafiltrationstechnologie der inge GmbH, einem Tochterunternehmen der BASF, zum Einsatz. Membranen aus dem Hochleistungskunststoff Ultrason® bereiten das Meerwasser für die Entsalzung vor, indem sie unerwünschte Schwebstoffe wie Sand, Lehm, Algen und sogar Krankheitserreger zurückhalten.

Die Entsalzung von Meerwasser ist für Städte in Küstennähe weltweit eine Möglichkeit, ihre Wasserversorgung langfristig sicherzustellen. Laut Prognosen des Branchenspezialisten Global Water Intelligence werden im Jahr 2030 weltweit dreimal mehr Menschen als heute ihren Wasserbedarf durch Entsalzungstechnologien decken.

Aydin Celikbas, Betriebsleiter der Meerwasserentsalzungsanlage in Famagusta/Zypern (Foto)

„Wir speisen täglich rund 7.000 Kubikmeter Wasser ins Trinkwassernetz von Famagusta ein. Wenn Wasser Leben bedeutet, dann schenken wir dieser Stadt Leben.“

Aydin Celikbas, Betriebsleiter der Meerwasserentsalzungsanlage in Famagusta/Zypern