Vergütung des Vorstands

Die Darstellung der Vergütung des Vorstands enthält die nach deutschem Handelsrecht, erweitert durch das Vorstandsvergütungs-Offenlegungsgesetz (VorstOG) sowie durch das Gesetz zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung (VorstAG), erforderlichen Angaben und richtet sich zudem nach den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 24. Juni 2014.

Die Systematik und die Höhe der Vergütung des Vorstands werden auf Vorschlag des Personalausschusses durch den Aufsichtsrat festgelegt.

Diese Festlegung orientiert sich an der Größe, Komplexität und wirtschaftlichen Lage des Unternehmens sowie an der Leistung des Vorstands. Die interne und externe Angemessenheit der Vorstandsvergütung wird durch einen unabhängigen externen Gutachter in regelmäßigen Abständen überprüft. Weltweit tätige Unternehmen aus Europa dienen dabei als externe Referenz. Beim internen Vergleich wird insbesondere die Vergütung des Kreises der Senior Executives sowohl insgesamt als auch in der zeitlichen Entwicklung berücksichtigt.

Mehr zum Aufsichtsrat und seinen Ausschüssen
Aufsichtsrat
Bericht des Aufsichtsrats

Grundsätze

Die Vergütung des Vorstands ist darauf ausgerichtet, eine nachhaltige Unternehmensentwicklung zu fördern. Sie ist durch eine ausgeprägte Variabilität in Abhängigkeit von der Leistung des Vorstands und der Gesamtkapitalrendite der BASF-Gruppe gekennzeichnet.

Die Bezüge des Vorstands setzen sich wie folgt zusammen:

1. Festvergütung

2. Jährliche variable Vergütung

3. Aktienkursbasiertes, langfristig orientiertes Vergütungsprogramm (Long-Term-Incentive- oder LTI-Programm)

4. Sachbezüge und sonstige Zusatzvergütungen

5. Betriebliche Altersversorgung

Die Vergütungskomponenten stellen sich im Einzelnen wie folgt dar:

1. Die Festvergütung ist eine fixe, auf das Gesamtjahr bezogene Vergütung, die in gleichen Raten ausbezahlt wird. Sie wird in regelmäßigen Abständen vom Aufsichtsrat überprüft und gegebenenfalls angepasst.

2. Die jährliche variable Ist-Vergütung (Jahrestantieme) basiert auf der Leistung des Gesamtvorstands und der Höhe der Gesamtkapitalrendite. Die Gesamtkapitalrendite bildet auch die Bemessungsgrundlage für die variable Vergütung aller anderen Mitarbeitergruppen.

Zur Bewertung der nachhaltigen Leistung des Vorstands trifft der Aufsichtsrat mit dem Gesamtvorstand jährlich eine Zielvereinbarung, die überwiegend mittel- und langfristige Ziele beinhaltet.

Der Aufsichtsrat beurteilt die Zielerreichung des aktuellen Jahres und der beiden vorausgegangenen Jahre. Auf Grundlage der vom Aufsichtsrat festgestellten Zielerreichung wird ein Performancefaktor ermittelt, der sich zwischen 0 und 1,5 bewegt. Die Jahrestantieme wird jeweils im Anschluss an die Hauptversammlung für das abgelaufene Geschäftsjahr ausgezahlt.

Die Mitglieder des Vorstands können wie andere Mitarbeitergruppen auch zu Gunsten von Versorgungsanwartschaften auf Teile ihrer Jahrestantieme verzichten (Bruttogehaltsumwandlung). Für Mitglieder des Vorstands beläuft sich der maximal umwandelbare Betrag, wie für alle anderen Senior Executives der deutschen BASF-Gruppe, auf 30.000 €. Von dieser Möglichkeit haben die Vorstandsmitglieder in unterschiedlichem Umfang Gebrauch gemacht.

3. Für die Mitglieder des Vorstands besteht ein aktienkursbasiertes, langfristig orientiertes Vergütungsprogramm (Long-Term-Incentive- oder LTI-Programm), das auch allen übrigen Senior Executives der BASF-Gruppe angeboten wird. Gegenüber den allgemeinen Programmbedingungen bestehen für die Mitglieder des Vorstands engere Regelungen: So sind sie verpflichtet, mit mindestens 10 % der Jahrestantieme am Programm teilzunehmen. Dieses verpflichtende Eigeninvestment in Form von BASF-Aktien unterliegt einer Haltefrist von vier Jahren. Für ein freiwilliges Eigeninvestment von zusätzlich bis zu 20 % der Jahrestantieme gilt die allgemeine Haltefrist von zwei Jahren. Eine Ausübung der Optionsrechte ist für die Mitglieder des Vorstands frühestens vier Jahre nach Gewährung (Wartefrist) möglich. Durch die Ausgestaltung des LTI-Programms und die Festlegung einer Obergrenze für den Ausübungswert der Optionsrechte ist auch dieser Vergütungsbestandteil betragsmäßig begrenzt. Auf Grund des mehrjährigen Ausübungszeitraums kann es in einem Jahr gegebenenfalls zur Kumulation von zugeflossenen Ausübungsgewinnen aus mehreren LTI-Programmjahren kommen; ebenso kann es Jahre ohne Zufluss von Ausübungsgewinnen geben.

4. Zu den Sachbezügen und sonstigen Zusatzvergütungen (Nebenleistungen) zählen Transferzulagen, Prämien für Unfallversicherung und Ähnliches sowie geldwerte Vorteile durch die Zurverfügungstellung von Verkehrsmitteln und Sicherheitsmaßnahmen. Im Jahr 2014 wurden Mitgliedern des Vorstands keine Kredite oder Vorschüsse gewährt.

Die Mitglieder des Vorstands werden unter Berücksichtigung eines Selbstbehalts in die Absicherung durch eine von der Gesellschaft abgeschlossene Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung (D&O-Versicherung) einbezogen.

5. Die betriebliche Altersversorgung sieht vor, dass im Rahmen der Versorgungszusagen, die dem Vorstand erteilt werden („Performance Pension Vorstand“) jährliche Rentenbausteine angesammelt werden. Dabei entspricht die Systematik zur Bestimmung der Höhe der Versorgungsleistungen grundsätzlich derjenigen, die auch den Versorgungszusagen für die übrigen Senior Executives der BASF-Gruppe in Deutschland zu Grunde liegt. Ziel dieser Systematik ist es, sowohl dem Unternehmenserfolg als auch dem Karriereverlauf des jeweiligen Vorstandsmitglieds einen maßgeblichen Einfluss auf die Höhe der Versorgungsleistung einzuräumen.

Der im jeweiligen Geschäftsjahr zu erwerbende Pensionsanspruch (Rentenbaustein) setzt sich aus einem fixen und einem variablen Teil zusammen. Der fixe Teil ergibt sich durch Multiplikation der jährlichen Festvergütung oberhalb der Beitragsbemessungsgrenze in der gesetzlichen Rentenversicherung mit einem Prozentsatz (Versorgungsfaktor) von 32 %. Der variable Teil des Rentenbausteins ergibt sich durch Multiplikation des fixen Teils mit einem Faktor, welcher von der Gesamtkapitalrendite des jeweiligen Geschäftsjahres und dem Performancefaktor, der auch für die Jahrestantieme maßgeblich ist, abhängig ist. Der aus dem fixen und dem variablen Teil resultierende Betrag wird mittels versicherungsmathematischer Faktoren verrentet, also unter Berücksichtigung eines Rechnungszinses (5 %), einer Sterbe-, Invaliditäts- und Hinterbliebenenwahrscheinlichkeit gemäß Heubeck-Richttafeln 2005G (modifiziert) sowie einer angenommenen Rentenanpassung (mindestens 1 % pro Jahr) in einen Rentenbaustein (lebenslange Rente) umgerechnet.

Die einzelnen in den jeweiligen Geschäftsjahren erworbenen Rentenbausteine werden aufsummiert und bestimmen im Versorgungsfall die dem jeweiligen Vorstandsmitglied zustehende Versorgungsleistung. Ab Eintritt des Versorgungsfalls wird diese Rente gezahlt. Der Versorgungsfall tritt ein bei Beendigung des Dienstverhältnisses nach Vollendung des 60. Lebensjahres oder auf Grund von Invalidität oder Tod. Die laufenden Rentenleistungen werden regelmäßig überprüft und um mindestens 1 % pro Jahr angepasst.

Die Rentenbausteine umfassen auch eine Anwartschaft auf Hinterbliebenenleistungen. Im Falle des Todes eines aktiven oder ehemaligen Vorstandsmitglieds erhalten der hinterbliebene Ehegatte 60 %, jede Halbwaise 10 %, eine Vollwaise 33 %, zwei Vollwaisen je 25 % sowie drei und mehr Vollwaisen je 20 % der Versorgungsleistung, auf die das (ehemalige) Vorstandsmitglied Anspruch oder Anwartschaft hatte. Die Höchstgrenze für die Hinterbliebenenleistungen insgesamt beträgt 75 % der Vorstandspension. Übersteigen die Hinterbliebenenleistungen diese Höchstgrenze, werden sie verhältnismäßig gekürzt.

Wie grundsätzlich alle Mitarbeiter der BASF SE, sind auch die Mitglieder des Vorstands Mitglied der BASF Pensionskasse VVaG. Beitragszahlung und Versorgungsleistungen bestimmen sich dabei nach deren Satzung und den Allgemeinen Versicherungsbedingungen.

Höhe der Gesamtvergütung

In den folgenden Tabellen sind die dem einzelnen Mitglied des Vorstands gewährten Zuwendungen, Zuflüsse und der Versorgungsaufwand nach Maßgabe der Empfehlungen der Ziffer 4.2.5 Abs. 3 des Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK) in der Fassung vom 24. Juni 2014 dargestellt.

Gewährte Zuwendungen gemäß Deutschem Corporate Governance Kodex (DCGK)

In der Tabelle „Gewährte Zuwendungen gemäß DCGK“ werden im Einzelnen aufgeführt: Festvergütung, Nebenleistungen, jährliche variable Zielvergütung, LTI-Programm mit dem beizulegenden Zeitwert zum Zeitpunkt der Gewährung sowie Versorgungsaufwand. Die einzelnen Vergütungselemente werden um Angaben der individuell erreichbaren Minimal- und Maximalvergütungen ergänzt.

Zudem befindet sich unterhalb der Tabelle „Gewährte Zuwendungen gemäß DCGK“ auf Grund der nach § 314 (1) Nr. 6a Handelsgesetzbuch (HGB) in Verbindung mit dem Deutschen Rechnungslegungs Standard Nr. 17 (DRS 17) geforderten Angaben eine Überleitungsrechnung zu der auszuweisenden Gesamtvergütung.

Die Festvergütung sowie die jährliche variable Zielvergütung wurden zum 1. Januar 2014 erstmals seit dem 1. Januar 2011 erhöht.

Gewährte Zuwendungen gemäß Deutschem Corporate Governance Kodex (DCGK) (in Tsd. €)

 

 

Dr. Kurt Bock

Dr. Martin Brudermüller

Dr. Hans-Ulrich Engel

 

 

Vorsitzender des Vorstands

Stellvertretender Vorsitzender des Vorstands

 

 

 

2013

2014

2014
(Min)

2014
(Max)

2013

2014

2014
(Min)

2014
(Max)

2013

2014

2014
(Min)

2014
(Max)

Festvergütung

 

1.200

1.300

1.300

1.300

798 1

864 1

864 1

864 1

555 1

616 1

616 1

616 1

Nebenleistungen

 

124

173

173

173

571 2

754 2

754 2

754 2

814 2

812 2

812 2

812 2

Summe

 

1.324

1.473

1.473

1.473

1.369

1.618

1.618

1.618

1.369

1.428

1.428

1.428

Jährliche variable Zielvergütung

 

2.400

2.600

0

4.000

1.596

1.729

0

2.660

1.200

1.300

0

2.000

Mehrjährige variable Vergütung

 

1.282

1.299

0

4.191

852

864

0

2.787

641

649

0

2.095

LTI-Programm 2013 (2013–2021)

 

1.282

852

641

LTI-Programm 2014 (2014–2022)

 

1.299

0

4.191

864

0

2.787

649

0

2.095

Summe

 

5.006

5.372

1.473

9.664

3.817

4.211

1.618

7.065

3.210

3.377

1.428

5.523

Versorgungsaufwand

 

943

820

820

820

679

587

587

587

545

482

482

482

Gesamtvergütung gemäß DCGK

 

5.949

6.192

2.293

10.484

4.496

4.798

2.205

7.652

3.755

3.859

1.910

6.005

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Überleitung zu der Gesamtvergütung nach § 314 (1) Nr. 6a HGB in Verbindung mit DRS 17

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

abzüglich gewährte jährliche variable Zielvergütung

 

−2.400

−2.600

 

 

−1.596

−1.729

 

 

−1.200

−1.300

 

 

zuzüglich zugeflossene jährliche variable Ist-Vergütung

 

2.794

2.680

 

 

1.858

1.782

 

 

1.397

1.340

 

 

abzüglich Versorgungsaufwand

 

−943

−820

 

 

−679

−587

 

 

−545

−482

 

 

Gesamtvergütung

 

5.400

5.452

 

 

4.079

4.264

 

 

3.407

3.417

 

 

 

 

Sanjeev Gandhi

Michael Heinz

Dr. Andreas Kreimeyer

 

 

Seit 01.12.2014

 

 

 

 

2013

2014

2014
(Min)

2014
(Max)

2013

2014

2014
(Min)

2014
(Max)

2013

2014

2014
(Min)

2014
(Max)

Festvergütung

 

54

54

54

600

650

650

650

600

650

650

650

Nebenleistungen

 

5

5

5

125

168

168

168

97

96

96

96

Summe

 

59

59

59

725

818

818

818

697

746

746

746

Jährliche variable Zielvergütung

 

108

0

167

1.200

1.300

0

2.000

1.200

1.300

0

2.000

Mehrjährige variable Vergütung

 

641

649

0

2.095

641

649

0

2.095

LTI-Programm 2013 (2013–2021)

 

641

641

LTI-Programm 2014 (2014–2022)

 

649

0

2.095

649

0

2.095

Summe

 

167

59

226

2.566

2.767

818

4.913

2.538

2.695

746

4.841

Versorgungsaufwand

 

37

37

37

520

445

445

445

534

478

478

478

Gesamtvergütung gemäß DCGK

 

204

96

263

3.086

3.212

1.263

5.358

3.072

3.173

1.224

5.319

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Überleitung zu der Gesamtvergütung nach § 314 (1) Nr. 6a HGB in Verbindung mit DRS 17

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

abzüglich gewährte jährliche variable Zielvergütung

 

−108

 

 

−1.200

−1.300

 

 

−1.200

−1.300

 

 

zuzüglich zugeflossene jährliche variable Ist-Vergütung

 

112

 

 

1.397

1.340

 

 

1.397

1.340

 

 

abzüglich Versorgungsaufwand

 

−37

 

 

−520

−445

 

 

−534

−478

 

 

Gesamtvergütung

 

171

 

 

2.763

2.807

 

 

2.735

2.735

 

 

 

 

Dr. Harald Schwager

Wayne T. Smith

Margret Suckale

 

 

 

 

 

 

 

2013

2014

2014
(Min)

2014
(Max)

2013

2014

2014
(Min)

2014
(Max)

2013

2014

2014
(Min)

2014
(Max)

1

Auszahlung erfolgt im Ausland in lokaler Währung auf Basis eines sich in Deutschland theoretisch ergebenden Nettogehalts.

2

Enthält transferbedingte Zahlungen, wie zum Beispiel die Übernahme ortsüblicher Mietkosten.

Festvergütung

 

600

650

650

650

600

650

650

650

600

650

650

650

Nebenleistungen

 

160

106

106

106

475 2

583 2

583 2

583 2

76

71

71

71

Summe

 

760

756

756

756

1.075

1.233

1.233

1.233

676

721

721

721

Jährliche variable Zielvergütung

 

1.200

1.300

0

2.000

1.200

1.300

0

2.000

1.200

1.300

0

2.000

Mehrjährige variable Vergütung

 

641

649

0

2.095

503

649

0

2.095

257

649

0

2.095

LTI-Programm 2013 (2013–2021)

 

641

503

257

LTI-Programm 2014 (2014–2022)

 

649

0

2.095

649

0

2.095

649

0

2.095

Summe

 

2.601

2.705

756

4.851

2.778

3.182

1.233

5.328

2.133

2.670

721

4.816

Versorgungsaufwand

 

523

457

457

457

546

477

477

477

442

391

391

391

Gesamtvergütung gemäß DCGK

 

3.124

3.162

1.213

5.308

3.324

3.659

1.710

5.805

2.575

3.061

1.112

5.207

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Überleitung zu der Gesamtvergütung nach § 314 (1) Nr. 6a HGB in Verbindung mit DRS 17

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

abzüglich gewährte jährliche variable Zielvergütung

 

−1.200

−1.300

 

 

−1.200

−1.300

 

 

−1.200

−1.300

 

 

zuzüglich zugeflossene jährliche variable Ist-Vergütung

 

1.397

1.340

 

 

1.397

1.340

 

 

1.397

1.340

 

 

abzüglich Versorgungsaufwand

 

−523

−457

 

 

−546

−477

 

 

−442

−391

 

 

Gesamtvergütung

 

2.798

2.745

 

 

2.975

3.222

 

 

2.330

2.710

 

 

Die untenstehende Übersicht weist die dem Vorstand in den beiden Berichtsjahren zum Stichtag 1. Juli gewährten Optionsrechte aus. Sanjeev Gandhi war zu diesen Stichtagen kein Mitglied des Vorstands.

Anzahl gewährter Optionen

 

 

2014

2013

Dr. Kurt Bock

 

41.412

54.240

Dr. Martin Brudermüller

 

27.536

36.072

Dr. Hans-Ulrich Engel

 

20.704

27.120

Michael Heinz

 

20.704

27.120

Dr. Andreas Kreimeyer

 

20.704

27.120

Dr. Harald Schwager

 

20.704

27.120

Wayne T. Smith

 

20.704

21.276

Margret Suckale

 

20.704

10.880

Gesamt

 

193.172

230.948

Zufluss gemäß Deutschem Corporate Governance Kodex (DCGK)

Der für die Jahre 2013 und 2014 angegebene „Zufluss gemäß DCGK“ umfasst die tatsächlich zugeflossenen fixen und variablen Vergütungsbestandteile zuzüglich des in den Berichtsjahren für das einzelne Vorstandsmitglied ermittelten Versorgungsaufwands, obwohl dieser keinen tatsächlichen Zufluss im engeren Sinne darstellt.

Zufluss gemäß Deutschem Corporate Governance Kodex (DCGK) (in Tsd. €)

 

 

Dr. Kurt Bock

Dr. Martin Brudermüller

Dr. Hans-Ulrich Engel

 

 

Vorsitzender des Vorstands

Stellvertretender Vorsitzender des Vorstands

 

 

 

2014

2013

2014

2013

2014

2013

1

Basis für die jährliche variable Ist-Vergütung ist die Gesamtkapitalrendite, die um Sondereffekte bereinigt wurde, sowie der Performancefaktor. Der Ausweis erfolgt einschließlich etwaiger Gehaltsumwandlungsbeträge.

2

Auszahlung erfolgt im Ausland in lokaler Währung auf Basis eines sich in Deutschland theoretisch ergebenden Nettogehalts.

3

Enthält transferbedingte Zahlungen, wie zum Beispiel die Übernahme ortsüblicher Mietkosten.

4

Am Ende der regulären Laufzeit des LTI-Programms 2006 flossen 2014 gemäß den besonderen Bedingungen des U.S.-LTI-Programms Dr. Kurt Bock und Dr. Hans-Ulrich Engel die im Jahr 2010 beziehungsweise 2011 realisierten Ausübungsgewinne zu.

Festvergütung

 

1.300

1.200

864 2

798 2

616 2

555 2

Nebenleistungen

 

173

124

754 3

571 3

812 3

814 3

Summe

 

1.473

1.324

1.618

1.369

1.428

1.369

Jährliche variable Ist-Vergütung 1

 

2.680

2.794

1.782

1.858

1.340

1.397

Mehrjährige variable Vergütung

 

2.825 4

9.561

1.897 4

1.155

LTI-Programm 2006 (2006–2014)

 

2.825 4

1.897 4

LTI-Programm 2007 (2007–2015)

 

2.701

LTI-Programm 2008 (2008–2016)

 

3.530

1.155

LTI-Programm 2009 (2009–2017)

 

3.330

LTI-Programm 2010 (2010–2018)

 

Summe

 

6.978

4.118

3.400

12.788

4.665

3.921

Versorgungsaufwand

 

820

943

587

679

482

545

Gesamtvergütung gemäß DCGK

 

7.798

5.061

3.987

13.467

5.147

4.466

 

 

Sanjeev Gandhi

Michael Heinz

Dr. Andreas Kreimeyer

 

 

Seit 01.12.2014

 

 

 

 

2014

2013

2014

2013

2014

2013

1

Basis für die jährliche variable Ist-Vergütung ist die Gesamtkapitalrendite, die um Sondereffekte bereinigt wurde, sowie der Performancefaktor. Der Ausweis erfolgt einschließlich etwaiger Gehaltsumwandlungsbeträge.

Festvergütung

 

54

650

600

650

600

Nebenleistungen

 

5

168

125

96

97

Summe

 

59

818

725

746

697

Jährliche variable Ist-Vergütung 1

 

112

1.340

1.397

1.340

1.397

Mehrjährige variable Vergütung

 

437

2.828

LTI-Programm 2006 (2006–2014)

 

LTI-Programm 2007 (2007–2015)

 

LTI-Programm 2008 (2008–2016)

 

LTI-Programm 2009 (2009–2017)

 

2.828

LTI-Programm 2010 (2010–2018)

 

437

Summe

 

171

2.158

2.122

2.523

4.922

Versorgungsaufwand

 

37

445

520

478

534

Gesamtvergütung gemäß DCGK

 

208

2.603

2.642

3.001

5.456

 

 

Dr. Harald Schwager

Wayne T. Smith

Margret Suckale

 

 

 

 

 

 

 

2014

2013

2014

2013

2014

2013

1

Basis für die jährliche variable Ist-Vergütung ist die Gesamtkapitalrendite, die um Sondereffekte bereinigt wurde, sowie der Performancefaktor. Der Ausweis erfolgt einschließlich etwaiger Gehaltsumwandlungsbeträge.

2

Enthält transferbedingte Zahlungen, wie zum Beispiel die Übernahme ortsüblicher Mietkosten.

Festvergütung

 

650

600

650

600

650

600

Nebenleistungen

 

106

160

583 2

475 2

71

76

Summe

 

756

760

1.233

1.075

721

676

Jährliche variable Ist-Vergütung 1

 

1.340

1.397

1.340

1.397

1.340

1.397

Mehrjährige variable Vergütung

 

6.268

LTI-Programm 2006 (2006–2014)

 

LTI-Programm 2007 (2007–2015)

 

1.475

LTI-Programm 2008 (2008–2016)

 

1.463

LTI-Programm 2009 (2009–2017)

 

3.330

LTI-Programm 2010 (2010–2018)

 

Summe

 

2.096

8.425

2.573

2.472

2.061

2.073

Versorgungsaufwand

 

457

523

477

546

391

442

Gesamtvergütung gemäß DCGK

 

2.553

8.948

3.050

3.018

2.452

2.515

Bilanzielle Bewertung der mehrjährigen variablen Vergütung (LTI-Programme)

Während im Jahr 2013 auf die zugeteilten Optionsrechte ein Aufwand entfiel, führten diese – außer bei Dr. Andreas Kreimeyer – im Jahr 2014 zu einem Ertrag. Dieser Ertrag bezieht sich auf die Summe aller Optionsrechte aus den LTI-Programmen 2006 bis 2014 und ergibt sich aus einer stichtagsbezogenen Bewertung dieser Optionsrechte zum 31. Dezember 2014 und der Veränderung dieses Wertes gegenüber dem 31. Dezember 2013 unter Berücksichtigung der im Jahr 2014 ausgeübten und neu gewährten Optionsrechte. Maßgeblich für die Bewertung der Optionsrechte ist die Kursentwicklung der BASF-Aktie und deren relative Performance gegenüber dem in den LTI-Programmen 2006 bis 2014 festgelegten Vergleichsindex. Da der Wert der zum 31. Dezember 2014 vorhandenen Optionsrechte geringer war als der Wert der zum 31. Dezember 2013 vorhandenen Optionsrechte, entfällt auf das Jahr 2014 kein Aufwand, sondern ein Ertrag.

Der nachstehend aufgeführte Aufwand beziehungsweise Ertrag ist als rechnerische Größe jeweils nicht mit dem tatsächlichen Zufluss der realisierten Gewinne bei Ausübung der Optionsrechte gleichzusetzen. Über Zeitpunkt und Umfang der Ausübung von Optionsrechten aus den LTI-Programmjahren entscheidet jedes Mitglied des Vorstands unter Beachtung der Programmbedingungen individuell.

Der auf das Jahr 2014 entfallende Ertrag aller zugeteilten Optionsrechte beträgt für Dr. Kurt Bock 97 Tausend € (2013: Aufwand 1.870 Tausend €), für Dr. Martin Brudermüller 333 Tausend € (2013: Aufwand 1.773 Tausend €), für Dr. Hans-Ulrich Engel 90 Tausend € (2013: Aufwand 1.593 Tausend €), für Michael Heinz 146 Tausend € (2013: Aufwand 477 Tausend €), für Dr. Harald Schwager 388 Tausend € (2013: Aufwand 1.716 Tausend €), für Wayne T. Smith 165 Tausend € (2013: Aufwand 312 Tausend €) und für Margret Suckale 145 Tausend € (2013: Aufwand 390 Tausend €). Für Dr. Andreas Kreimeyer beträgt der auf das Jahr 2014 entfallende Aufwand 446 Tausend € (2013: Aufwand 1.477 Tausend €).

Versorgungszusagen

Die Werte für die im Jahr 2014 erworbenen Versorgungsansprüche beinhalten den Versorgungsaufwand für die BASF Pensionskasse VVaG und für die „Performance Pension Vorstand“. Der Versorgungsaufwand für die Mitglieder des Vorstands ist in den Tabellen „Gewährte Zuwendungen gemäß DCGK“ sowie „Zufluss gemäß DCGK“ individuell ausgewiesen.

Der Barwert der Versorgungszusagen stellt einen bilanziellen Wert der Anwartschaften dar, den die Vorstandsmitglieder über ihre BASF-Dienstjahre erworben haben. Der Anwartschaftsbarwert für die bis einschließlich 2014 erworbenen Versorgungsansprüche beträgt für Dr. Kurt Bock 18.571 Tausend € (2013: 13.154 Tausend €), für Dr. Martin Brudermüller 13.259 Tausend € (2013: 9.070 Tausend €), für Dr. Hans-Ulrich Engel 10.165 Tausend € (2013: 7.165 Tausend €), für Sanjeev Gandhi 1.193 Tausend €, für Michael Heinz 8.295 Tausend € (2013: 5.313 Tausend €), für Dr. Andreas Kreimeyer 14.582 Tausend € (2013: 11.275 Tausend €), für Dr. Harald Schwager 9.680 Tausend € (2013: 6.707 Tausend €), für Wayne T. Smith 1.933 Tausend € (2013: 935 Tausend €) und für Margret Suckale 3.290 Tausend € (2013: 2.148 Tausend €). Die Erhöhung der Anwartschaftsbarwerte gegenüber dem Vorjahr basiert im Wesentlichen auf dem gesunkenen Rechnungszins.

Leistungen bei Beendigung des Vorstandsmandats

Scheidet ein Vorstandsmitglied vor Vollendung des 60. Lebensjahres aus dem Dienstverhältnis aus, weil seine Bestellung entweder nicht verlängert oder aus wichtigem Grund widerrufen wurde, gilt dies als Eintritt des Versorgungsfalls im Sinne der Versorgungszusage, wenn das Vorstandsmitglied mindestens zehn Jahre im Vorstand war oder der Zeitraum bis zum Erreichen des gesetzlichen Renteneintrittsalters weniger als zehn Jahre beträgt. Das Unternehmen ist berechtigt, Bezüge aus einer anderweitigen Beschäftigung bis zum gesetzlichen Renteneintrittsalter auf die Pensionsbezüge anzurechnen.

Bei Beendigung des Vorstandsmandats nach Eintritt eines Kontrollwechsels („Change of Control“) gilt Folgendes: Ein „Change of Control“ im Sinne dieser Regelung liegt vor, wenn ein Aktionär gegenüber BASF den Besitz einer Beteiligung von mindestens 25 % oder die Aufstockung einer solchen Beteiligung mitteilt.

Bei Widerruf der Vorstandsbestellung innerhalb eines Jahres nach Eintritt eines „Change of Control“ erhält das Vorstandsmitglied die bis zum regulären Mandatsablauf ausstehende Vergütung (Festvergütung und jährliche variable Zielvergütung) als Einmalzahlung. Weiterhin kann sich das Vorstandsmitglied innerhalb von drei Monaten seine im Rahmen des LTI-Programms noch vorhandenen Optionen zum beizulegenden Zeitwert abfinden oder aber die bestehenden Rechte programmgemäß fortbestehen lassen. Für die Ermittlung der Pensionsanwartschaft aus der „Performance Pension Vorstand“ wird die Zeit bis zum regulären Mandatsablauf mitberücksichtigt.

Für alle Vorstandsmitglieder besteht eine generelle Begrenzung einer etwaigen Abfindung (Abfindungs-Cap). Danach dürfen bei vorzeitiger Beendigung der Vorstandstätigkeit ohne wichtigen Grund die Zahlungen an das Vorstandsmitglied einschließlich Nebenleistungen den Wert von zwei Jahresvergütungen nicht überschreiten und nicht mehr als die Restlaufzeit des Anstellungsvertrages vergüten. Für die Berechnung des Abfindungs-Caps wird auf die Gesamtvergütung des abgelaufenen Geschäftsjahres und gegebenenfalls auch auf die voraussichtliche Gesamtvergütung des laufenden Geschäftsjahres abgestellt. Bei vorzeitiger Beendigung der Vorstandstätigkeit infolge eines „Change of Control“ dürfen die Leistungen 150 % des Abfindungs-Caps nicht übersteigen.

Ehemalige Vorstände

Die Gesamtbezüge der früheren Mitglieder des Vorstands und ihrer Hinterbliebenen beliefen sich im Jahr 2014 auf 6,5 Millionen € (2013: 10,5 Millionen €). Hierin enthalten sind auch Zahlungen, die von früheren Mitgliedern des Vorstands durch eine etwaige Bruttogehaltsumwandlung selbst finanziert wurden, sowie der auf das Jahr 2014 entfallende Ertrag beziehungsweise Aufwand der Optionsrechte, welche die ehemaligen Vorstandsmitglieder aus ihrer aktiven Dienstzeit noch innehaben.

Die Fortführung der bei Pensionierung noch nicht ausgeübten Optionen und die damit verbundene Weitergeltung der Haltefrist für das Eigeninvestment in BASF-Aktien gemäß Programmbedingungen ist bewusst vorgesehen, um die Ausrichtung der Vorstandsvergütung auf Nachhaltigkeit besonders zu betonen. Die Pensionsrückstellungen für die früheren Mitglieder des Vorstands und ihre Hinterbliebenen betragen 143,5 Millionen € (2013: 131,8 Millionen €).