Globale Arbeits- und Sozialstandards

  • Nationales Recht und ILO-Kernarbeitsnormen als Mindestanforderung
  • Einhaltung von Selbstverpflichtungen durch dreigliedriges Monitoringsystem überprüft

Die Grundlage unseres Handelns ist, dass wir nationales Recht und die Kernarbeitsnormen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) einhalten. Zudem streben wir an, dass unsere Arbeitsbedingungen weltweit im Einklang mit unseren Selbstverpflichtungen und den einschlägigen ILO-Standards, OECD-Leitsätzen für multinationale Unternehmen sowie mit lokalen Anforderungen, wie zum Beispiel Industriestandards, stehen. In Ländern, in denen nationale Gesetze, Regeln und Gebräuche von internationalen Standards abweichen, besteht die Herausforderung für uns darin, im Dialog mit den relevanten Stakeholdern nach adäquaten Lösungen zu suchen. Die Einhaltung unserer Selbstverpflichtungen überprüfen wir über ein gruppenweit eingeführtes dreigliedriges Monitoringsystem. Es besteht aus den folgenden Instrumenten:

  • den externen Compliance-Hotlines,
  • der jährlichen Abfrage bei unseren Gruppengesellschaften,
  • dem intensiven Dialog mit unseren Stakeholdern, beispielsweise mit Arbeitnehmervertretungen oder internationalen Organisationen.

Im Jahr 2014 gingen 127 Anrufe zu Menschenrechten, davon 116 Anrufe zu Arbeits- und Sozialstandards, bei den externen Compliance-Hotlines ein. In 21 Fällen wurde Fehlverhalten festgestellt. In allen diesen Fällen wurden Gegenmaßnahmen ergriffen. Mit den Ergebnissen der jährlichen Abfrage bei unseren Gruppengesellschaften zur Überprüfung der dort geltenden Arbeitsbedingungen können wir für 2014 Aussagen über 100 % der Mitarbeiter treffen. Ergeben sich bei der Auswertung Hinweise darauf, dass unsere Selbstverpflichtungen unzureichend umgesetzt werden, gehen wir diesen Hinweisen nach und leiten Abhilfemaßnahmen ein. Um die Einhaltung von internationalen Arbeits- und Sozialstandards weltweit besser prüfen zu können, nehmen wir jährlich eine regionale Risikoanalyse für unsere Geschäfte vor, so auch 2014. Wir entwickeln unser Risikomanagement ständig weiter.

Abfrage der ILO-Kernarbeitsnormen/Menschenrechte 2014

 

 

Implementierter Prozess

Effektivität des Prozesses

1

Einige unserer Mitarbeiter sind in Staaten tätig, in denen das Recht auf Versammlungsfreiheit und Kollektivverhandlungen grundsätzlich durch nationales Recht eingeschränkt ist.

Verhinderung von Kinderarbeit

 

100 %

Prüfung des Alters der Mitarbeiter bei Anstellung

100 %

Mitarbeiter über 15 Jahre bei Anstellung

Verhinderung von Zwangsarbeit

 

100 %

Arbeitsvertrag basiert auf freiwilliger Zustimmung der Mitarbeiter

100 %

Recht der Mitarbeiter auf einseitige Kündigung des Arbeitsvertrages

Verhinderung von Diskriminierung

 

100 %

Personalmaßnahmen basieren auf objektiven Kriterien

 

2014 erhielten wir 22 Anrufe. Es wurde kein Fehlverhalten festgestellt

Recht der Mitarbeiter auf Versammlungs­freiheit

 

100 % 1

Keine Maßnahmen der Gesellschaft zur grundlegenden Einschränkung der Versammlungsfreiheit

94 %

Mitarbeiter bei einer Gesellschaft beschäftigt, in der eine Arbeitnehmervertretung existiert

Recht der Mitarbeiter auf Kollektiv­verhandlungen

 

100 % 1

Keine Maßnahmen der Gesellschaft zur grundlegenden Einschränkung von Kollektivverhandlungen

91 %

Mitarbeiter bei einer Gesellschaft beschäftigt, in der eine Arbeitnehmervertretung existiert und die Arbeitsbedingungen auf einem Kollektivvertrag basieren