15 – Sachanlagen

In den Technischen Anlagen und Maschinen waren Öl- und Gasvorkommen einschließlich dazugehöriger Bohrungen, Produktionsanlagen und weiterer Infrastruktur enthalten, die nach der Unit-of-Production-Methode abgeschrieben wurden. Folgende tabellarische Übersicht zur Entwicklung der Sachanlagen beinhaltet diese Vermögenswerte bis zum Zeitpunkt der Umgliederung des Öl-und-Gas-Geschäfts in die Veräußerungsgruppe.

Entwicklung der Sachanlagen 2018 (Millionen €)

 

 

Grundstücke, grundstücks­gleiche Rechte und Bauten

Technische Anlagen und Maschinen

davon nach der Unit-of-Production-Methode abzuschreiben

Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäfts­ausstattung

Anlagen im Bau

Summe

Anschaffungs- und Herstellungskosten

 

 

 

 

 

 

 

Stand am 01.01.2018

 

11.169

50.558

7.940

4.387

4.799

70.913

Veränderungen des Konsolidierungskreises

 

77

5

2

1

85

Zugänge

 

192

679

109

216

2.528

3.615

Zugänge aus Akquisitionen

 

650

634

64

77

1.425

Abgänge

 

–71

–407

–171

–52

–701

Umbuchungen

 

300

1.159

190

–1.657

–8

Umbuchungen in Veräußerungsgruppen

 

–245

–10.899

–8.170

–108

–1.883

–13.135

Umrechnungsbedingte Wertänderungen

 

84

602

121

36

92

814

Stand am 31.12.2018

 

12.156

42.331

4.616

3.905

63.008

Abschreibungen

 

 

 

 

 

 

 

Stand am 01.01.2018

 

6.065

36.110

4.329

3.264

216

45.655

Veränderungen des Konsolidierungskreises

 

4

2

6

Zugänge

 

354

2.409

498

358

34

3.155

Abgänge

 

–45

–372

–164

–52

–633

Umbuchungen

 

–3

–7

–10

Umbuchungen in Veräußerungsgruppen

 

–81

–6.118

–4.923

–87

–196

–6.482

Umrechnungsbedingte Wertänderungen

 

48

458

96

27

4

537

Stand am 31.12.2018

 

6.342

32.480

3.400

6

42.228

Nettobuchwert am 31.12.2018

 

5.814

9.851

1.216

3.899

20.780

Zugänge zu Sachanlagen aus Investitionsprojekten beliefen sich im Jahr 2018 auf 3.615 Millionen €. Investitionen erfolgten insbesondere an den Standorten Ludwigshafen, Antwerpen/Belgien, Schanghai/China, Geismar/Louisiana sowie Freeport/Texas. Wesentliche Investitionen betrafen die im Bau befindliche Acetylen-Anlage sowie Produktionsanlagen für Katalysatoren in Ludwigshafen. Außerdem enthielten die Zugänge Umbauten am Steamcracker sowie den Neubau eines Propantanks in Antwerpen/Belgien. Des Weiteren umfassten die Investitionen den Bau von Öl- und Gasfördereinrichtungen und -bohrungen in Europa und Südamerika.

Zuwendungen der öffentlichen Hand aus der Förderung von Investitionsmaßnahmen reduzierten die Anlagenzugänge in Höhe von 26 Millionen €.

Durch Akquisitionen erhöhten sich die Sachanlagen um 1.425 Millionen €, insbesondere infolge des Erwerbs wesentlicher Teile der Saatgut- und nichtselektiven Herbizid-Geschäfte sowie des Gemüsesaatgutgeschäfts von Bayer.

Abschreibungen enthielten im Jahr 2018 Wertminderungen in Höhe von 52 Millionen € und Wertaufholungen in Höhe von 1 Million €. Die Wertminderungen entfielen im Wesentlichen auf Anlagen im Bau und resultierten insbesondere aus nicht fortgeführten Investitionsprojekten in Nordamerika.

Abgänge von Sachanlagen beinhalteten den Verkauf von Produktionsanlagen für oleochemische Tenside in Mexiko sowie des Produktionsstandorts für Styrol-Butadien-basierte Papierdispersionen im österreichischen Pischelsdorf.

Umbuchungen enthielten im Wesentlichen die Umgliederungen von betriebsbereiten Vermögenswerten aus den Anlagen im Bau in die übrigen Anlageklassen.

Umrechnungsbedingte Wertänderungen erhöhten die Sachanlagen um 277 Millionen € und resultierten insbesondere aus der Aufwertung des US-Dollar gegenüber dem Euro.

Entwicklung der Sachanlagen 2017 (Millionen €)

 

 

Grundstücke, grundstücks­gleiche Rechte und Bauten

Technische Anlagen und Maschinen

davon nach der Unit-of-Production-Methode abzuschreiben

Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäfts­ausstattung

Anlagen im Bau

Summe

Anschaffungs- und Herstellungskosten

 

 

 

 

 

 

 

Stand am 01.01.2017

 

11.257

49.893

7.180

4.437

5.989

71.576

Veränderungen des Konsolidierungskreises

 

14

1

15

Zugänge

 

171

1.292

450

272

2.285

4.020

Zugänge aus Akquisitionen

 

7

1

8

Abgänge

 

–131

–825

–17

–280

–36

–1.272

Umbuchungen

 

367

2.635

890

128

–2.945

185

Umrechnungsbedingte Wertänderungen

 

–495

–2.458

–563

–171

–495

–3.619

Stand am 31.12.2017

 

11.169

50.558

7.940

4.387

4.799

70.913

Abschreibungen

 

 

 

 

 

 

 

Stand am 01.01.2017

 

5.969

35.655

3.711

3.308

231

45.163

Veränderungen des Konsolidierungskreises

 

14

14

Zugänge

 

385

2.878

931

335

–12

3.586

Abgänge

 

–95

–761

–3

–266

–32

–1.154

Umbuchungen

 

–50

–1

53

2

Umrechnungsbedingte Wertänderungen

 

–194

–1.626

–310

–112

–24

–1.956

Stand am 31.12.2017

 

6.065

36.110

4.329

3.264

216

45.655

Nettobuchwert am 31.12.2017

 

5.104

14.448

3.611

1.123

4.583

25.258

Zugänge zu Sachanlagen aus Investitionsprojekten beliefen sich im Jahr 2017 auf 4.020 Millionen €. Wesentliche Investitionen betrafen die im Bau befindliche Acetylen-Anlage sowie Produktionsanlagen für Katalysatoren in Ludwigshafen. Des Weiteren umfassten die Zugänge den Bau eines Riech-und-Geschmacksstoff-Komplexes in Kuantan/Malaysia sowie den Umbau von Produktionsanlagen für Weichmacher in Pasadena/Texas, die bereits teilweise in Betrieb genommen wurden. Wesentliche Investitionen wurden außerdem für den Bau von Öl- und Gasfördereinrichtungen und -bohrungen in Europa und Südamerika getätigt. Darüber hinausgehend erfolgten Investitionen insbesondere an den Standorten Ludwigshafen, Antwerpen/Belgien, Schanghai/China, Freeport/Texas, Geismar/Louisiana sowie Port Arthur/Texas.

Zuwendungen der öffentlichen Hand aus der Förderung von Investitionsmaßnahmen reduzierten die Anlagenzugänge in Höhe von 9 Millionen €.

Durch Akquisitionen erhöhten sich die Sachanlagen um 8 Millionen €, insbesondere infolge des Erwerbs von GRUPO Thermotek, Monterrey/Mexiko.

Abschreibungen enthielten im Jahr 2017 Wertminderungen in Höhe von 262 Millionen €. Diese entfielen im Wesentlichen auf technische Anlagen und Maschinen und resultierten insbesondere aus der Vollabschreibung einer Produktionsanlage im Segment Chemicals infolge von Überkapazitäten. Der erzielbare Betrag entsprach dem Nutzungswert und der gewichtete Kapitalkostensatz vor Steuern betrug 10,27 %.

Darüber hinaus enthielten die Abschreibungen Wertminderungen im ehemaligen Segment Oil & Gas, die durch Wertaufholungen im gleichen Segment überkompensiert wurden. Diese betrafen im Wesentlichen Anlagen im Bau. Insgesamt beliefen sich die Wertaufholungen in den Abschreibungen auf 182 Millionen €.

Abgänge von Sachanlagen resultierten vorwiegend aus dem Verkauf des Geschäfts Bleaching Clay und Mineral Absorbents, des Produktionsstandorts für Elektrolyte in Suzhou/China, des Geschäfts Inorganic Specialties sowie des Lederchemikaliengeschäfts.

Umbuchungen betrafen im Wesentlichen die Übernahme der bestätigten Öl- und Gasvorkommen des Maria-Felds in Norwegen aus den immateriellen Vermögenswerten in die technischen Anlagen und Maschinen.

Umrechnungsbedingte Wertänderungen verminderten die Sachanlagen um 1.663 Millionen € und resultierten insbesondere aus der Abwertung des US-Dollar gegenüber dem Euro.