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Letzte Aktualisierung: 11.03.2010
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Bestandteil des geprüften Konzernabschlusses beziehungsweise Konzernlageberichts

Umwelt- und Sicherheitsmanagement

Umweltschutz und Sicherheit sind wichtige Managementaufgaben, für die wir uns anspruchsvolle Ziele setzen. Mit weltweit gültigen Standards geben wir klare Regeln vor und fördern das Bewusstsein unserer Mitarbeiter für diese Grundwerte am Arbeitsplatz. Unser Responsible-Care-Management sorgt mit globalen Richtlinien für die Umsetzung unserer Selbstverpflichtungen, die wir regelmäßig überprüfen. Dabei setzen wir auf Prävention und lernen aus Ereignissen, um unsere Leistung bei Umweltschutz und Sicherheit ständig weiter zu verbessern.

Responsible-Care-Management

  • Steuert Aktivitäten auf den Gebieten Umweltschutz, Gesundheit und Sicherheit
  • Drei neue Gruppenrichtlinien 2009 verabschiedet: zu globaler Berichterstattung über Ereignisse, Unternehmens- und Informationsschutz sowie Lohnfertigung

Wir arbeiten kontinuierlich an der Verbesserung unseres bestehenden Umwelt- und Sicherheitsmanagementsystems. Oberstes Ziel ist, unsere Mitarbeiter und Nachbarn zu schützen sowie unsere Produktivität zu sichern. Wir unterstützen die globale Initiative „Responsible Care® – Verantwortliches Handeln“ des Weltchemieverbands, dessen Responsible Care Global Charter BASF 2006 mitinitiiert hat.

Grundlagen unserer Umwelt- und Sicherheitsarbeit sind in den Unternehmensleitlinien zusammengefasst. Unser Responsible-Care-Managementsystem sorgt dafür, dass weltweit gültige Standards die Basis unserer täglichen Arbeit sind: Wir definieren Anforderungen und Verantwortlichkeiten sowie Bewertungsmethoden für die Umsetzung unserer Standards. Außerdem legen wir Verfahren fest, mit denen wir den Fortschritt unserer Ziele messen und dokumentieren. Dies bildet den Rahmen für die sichere Herstellung von Chemikalien, den verantwortungsvollen Umgang mit unseren Produkten und ihren sicheren Transport. Die Richtlinien zum Umwelt- und Sicherheitsmanagement werden wir in den nächsten Jahren weiter ergänzen. In jährlichen Managementreviews bewerten unsere Führungskräfte Umwelt- und Sicherheitsleistung der BASF, Zielerreichung, Ergebnisse von Audits und veränderte Rahmenbedingungen. Informationen aus Stakeholder-Dialogen beziehen wir mit ein.

2009 haben wir drei neue Gruppenrichtlinien im Rahmen unseres Responsible-Care-Managements verabschiedet. Thema war neben der globalen Berichterstattung über Ereignisse sowie Unternehmens- und Informationsschutz auch eine verbindliche Richtlinie für die Lohnfertigung. Mit dieser stellen wir sicher, dass unsere Standards für Umwelt, Gesundheit und Sicherheit auch von Firmen eingehalten werden, die in unserem Auftrag BASF-Produkte herstellen.

Die neue Gruppenrichtlinie zur Berichterstattung ist Grundlage unserer globalen Ereignisdatenbank, in die wir alle Unfälle, Beinaheunfälle und weitere Ereignisse eintragen. Sie umfasst unsere Standorte ebenso wie Transportwege. Dabei beziehen wir Ereignisse mit BASF-, Leasing- und Fremdfirmen-Mitarbeitern ein. So analysieren wir Schwachstellen mit möglichen Auswirkungen auf die Umwelt, die Sicherheit unserer Mitarbeiter oder unser Umfeld. Darüber hinaus hilft uns die Datenbank, systematisch aus Fehlern zu lernen, um unsere Ziele für Umweltschutz und Sicherheit zu verfolgen. Voraussetzung dafür ist der offene Dialog über Fehler und Herausforderungen, den wir unter anderem mit unserer neuen Sicherheitsinitiative fördern. Informationen über Ereignisse, die uns helfen, künftig ähnliche Vorfälle zu vermeiden, kommunizieren wir gruppenweit.

Das Engagement der BASF für Umwelt und Sicherheit wurde 2009 mehrfach gewürdigt. So wurde beispielsweise unsere Tochterfirma BASF Chemicals Co., Ltd. zum dritten Mal in Folge für hervorragendes Sicherheitsmanagement durch den Shanghai Chemical Industry Park ausgezeichnet.
Mehr zu unseren
Leitlinien, zu Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz, zu Produktverantwortung, zum Stakeholder-Dialog

Audits

  • 99 Umwelt- und Sicherheitsaudits, 43 Audits zu Arbeitsmedizin und Gesundheitsschutz
  • 154 Produktionsstandorte weltweit nach ISO 14001 zertifiziert
  • Grundlage für Prüfung sind BASF-Richtlinien und -regeln und geltende Rechtsnormen

Ein wichtiger Bestandteil des Responsible-Care-Managementsystems sind unsere regelmäßigen Audits. Sie stellen einheitlich hohe Standards auf allen Gebieten von Umweltschutz, Sicherheit und Gesundheitsschutz innerhalb der BASF-Gruppe sicher. Kriterien sind beispielsweise die Emissionsüberwachung, Arbeits- und Transportsicherheit, Gefahrenabwehr und Gesundheitsvorsorge. Im Auftrag des Vorstands prüfen unsere Auditteams für Sicherheit und Umwelt sowie für Arbeitsmedizin und Gesundheitsschutz die Umsetzung von Responsible Care an BASF-Standorten und bei Unternehmen mit Mehrheitsbeteiligung durch BASF. Die Aufgabenstellung und Vorgaben für das Durchführen der Prüfungen sind in der „Gruppenrichtlinie Responsible Care Audits“ beschrieben. Dazu gehört ein festgelegter Ablauf, wie wir damit umgehen, wenn Standards nicht eingehalten werden. Gemeinsam mit den operativen Bereichen entwickeln wir Verbesserungsmaßnahmen und setzen sie um. Grundlagen für die Prüfungen sind BASF-Richtlinien und -Regeln sowie geltende Rechtsnormen. Unser internes Auditsystem entspricht den Standards externer Auditierungsverfahren ISO 19011 und OHSAS 1900. Weltweit sind 154 Produktionsstandorte der BASF nach ISO 14001 zertifiziert.

2009 gab es in der BASF-Gruppe 99 Umwelt- und Sicherheitsaudits an 63 Standorten. Im Bereich Arbeitsmedizin und Gesundheitsschutz führte BASF Audits an 43 Standorten durch.

Kosten und Rückstellungen für Umweltschutz

  • 669 Millionen € Betriebskosten für Umweltschutz
  • 141 Millionen € in neue und verbesserte Umweltschutzanlagen und -einrichtungen investiert
  • 598 Millionen € für Beseitigung von Altlasten und Umweltschutzmaßnahmen zurückgestellt

Die Betriebskosten für Umweltschutz in der BASF-Gruppe lagen 2009 bei 669 Millionen € (2008: 706 Millionen €). In neue und verbesserte Umweltschutzanlagen und -einrichtungen investierte BASF zusätzlich 141 Millionen € (2008: 165 Millionen €); diese Investitionen umfassen sowohl nachsorgende als auch produktionsintegrierte Umweltschutzmaßnahmen.

Zum 31. Dezember 2009 waren 598 Millionen € für Umweltschutzmaßnahmen und die Beseitigung von Altlasten zurückgestellt (31.12.2008: 377 Millionen €). Die im Vergleich zum Vorjahr höheren Werte sind in erster Linie durch die Akquisition von Ciba bedingt.

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