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10. Mär. 2011
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Bestandteil des geprüften Konzernabschlusses beziehungsweise Konzernlageberichts

8 – Steueraufwand

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Millionen €

2010

2009

Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbeertragsteuer

616

207

Ausländische Ertragsteuern

1.603

1.381

Steuern für Vorjahre

–147

–31

Laufender Aufwand für Ertragsteuern

2.072

1.557

Latenter Steueraufwand (+)/-ertrag (–)

227

–133

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

2.299

1.424

davon Ertragsteuern für Ölförderung

1.175

1.033

Sonstige Steuern sowie Umsatz- und andere Verbrauchsteuern

284

238

Steueraufwand

2.583

1.662

Das Ergebnis vor Ertragsteuern teilt sich auf das In- und Ausland wie folgt auf:

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Millionen €

2010

2009

Deutschland

2.415

535

Ausländische Betriebsstätten deutscher Gesellschaften zur Ölförderung

1.277

1.115

Ausland

3.681

1.429

 

7.373

3.079

In Deutschland wird auf ausgeschüttete und auf einbehaltene Gewinne einheitlich eine Körperschaftsteuer von 15,0 % und darauf ein Solidaritätszuschlag von 5,5 % erhoben. Neben der Körperschaftsteuer ist für die in Deutschland erzielten Gewinne eine Gewerbeertragsteuer zu zahlen. Diese variiert in Abhängigkeit von der Kommune, in der das Unternehmen ansässig ist. Für das Jahr 2010 ergab sich ein gewichteter Durchschnittssatz von 12,8 %, im Jahr 2009 von 12,7 %. Der von den ausländischen Gruppengesellschaften erzielte Gewinn wird mit den im jeweiligen Sitzland geltenden Sätzen versteuert.

Für die Berechnung der latenten Steuern im Konzernabschluss sind latente Steueransprüche und -schulden anhand der Steuersätze zu bewerten, welche für die Periode gelten, in der ein Vermögenswert realisiert oder eine Schuld erfüllt wird.

Bei deutschen Gruppengesellschaften wurden die latenten Steuern einheitlich mit 29,0 % berechnet.

Bei ausländischen Gruppengesellschaften wurden die latenten Steuern mit den im jeweiligen Sitzland maßgeblichen Steuersätzen von durchschnittlich 23,1 % im Jahr 2010 und 26,3 % im Jahr 2009 ermittelt.

Ertragsteuern für die Ölförderung ausländischer Betriebsstätten können bis zur Höhe der auf diese ausländischen Einkommensteile entfallenden deutschen Körperschaftsteuer angerechnet werden. Der nicht anrechenbare Betrag wird in der folgenden Tabelle gesondert ausgewiesen. Die Berechnung der ausgewiesenen nicht anrechenbaren ausländischen Ertragsteuern für die Ölförderung von 983 Millionen € basiert auf dem Körperschaftsteuersatz von 15,0 %.

In den sonstigen Steuern waren Grundsteuer und andere vergleichbare Steuern von 99 Millionen € im Jahr 2010 und 103 Millionen € im Jahr 2009 enthalten. Sie sind den betrieblichen Funktionskosten zugeordnet.

Aus der Veränderung von Wertberichtigungen auf latente Steueransprüche für steuerliche Verlustvorträge resultierte ein Ertrag in Höhe von 4 Millionen € im Jahr 2010 und 22 Millionen € im Jahr 2009.

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Überleitungsrechnung auf den effektiven Steueraufwand und die Steuerquote

 

 

2010

 

2009

 

Millionen €

%

 

Millionen €

%

Ergebnis vor Ertragsteuern

7.373

 

3.079

Erwartete Körperschaftsteuer nach der Tarifbelastung in Deutschland (15 %)

1.106

15,0

 

462

15,0

Solidaritätszuschlag

15

0,2

 

4

0,1

Gewerbeertragsteuer

347

4,7

 

119

3,9

Einfluss abweichender Steuersätze für Einkommen ausländischer Gruppengesellschaften

299

4,1

 

146

4,7

Steuerfreie Erträge

–137

–1,9

 

–90

–2,9

Steuerlich nicht abzugsfähige Aufwendungen

71

1,0

 

75

2,4

Ergebnis von nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen
(Nach-Steuer-Ergebnis)

–30

–0,4

 

–9

–0,3

Steuern für Vorjahre

–147

–2,0

 

–31

–1,0

Nicht anrechenbare ausländische Ertragsteuern für die Ölförderung

983

13,3

 

870

28,2

Latente Steuerschulden für geplante Ausschüttungen von Gruppengesellschaften

77

1,1

 

–19

–0,6

Sonstiges

–285

–3,9

 

–103

–3,3

Effektive Ertragsteuern/Steuerquote

2.299

31,2

 

1.424

46,2

Für geplante Ausschüttungen von Gruppengesellschaften werden die zukünftig entstehenden Ertrag- und Quellensteuern als latente Steuerschulden abgegrenzt. Eine Zunahme der geplanten Ausschüttungen führte zu einem latenten Steueraufwand von 77 Millionen € im Jahr 2010.
Die endgültige Steuerveranlagung in der Region Nordamerika führte zu einem Steuerertrag für Vorjahre von 100 Millionen €.

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Abgrenzungsposten für latente Steuern (Millionen €)

 

 

 

 

Latente Steueransprüche

 

Latente Steuerschulden

 

2010

2009

 

2010

2009

Immaterielle Vermögenswerte

209

88

 

1.710

1.405

Sachanlagen

250

245

 

2.163

1.743

Finanzanlagen

13

9

 

116

86

Vorräte und Forderungen

301

256

 

504

433

Pensionsrückstellungen

1.278

902

 

529

368

Übrige Rückstellungen und Verbindlichkeiten

939

622

 

38

52

Steuerliche Verlustvorträge

794

927

 

Sonstiges

293

260

 

246

133

Saldierungen

–2.839

–2.127

 

–2.839

–2.127

Wertberichtigungen auf latente Steueransprüche

–126

–140

 

davon auf steuerliche Verlustvorträge

–86

–90

 

Gesamt

1.112

1.042

 

2.467

2.093

davon kurzfristig

507

367

 

370

314

Latente Steuern ergeben sich insbesondere aus temporären Abweichungen zwischen steuerbilanziellen Wertansätzen und den gemäß IFRS bilanzierten Vermögenswerten und Schulden sowie aus steuerlichen Verlustvorträgen. Durch die Neubewertung aller Vermögenswerte und Schulden im Rahmen von Akquisitionen gemäß IFRS 3 bestehen wesentliche Abweichungen zwischen den anzusetzenden Zeitwerten und den Werten in der Steuerbilanz, die hauptsächlich zur Bilanzierung von latenten Steuerschulden führen.

Latente Steueransprüche wurden mit latenten Steuerschulden derselben Fristigkeit saldiert, sofern diese sich gegen dieselbe Steuerbehörde richten.

Für nicht ausgeschüttete Gewinne von Tochtergesellschaften in Höhe von 3.576 Millionen € im Jahr 2010 sowie 6.561 Millionen € im Jahr 2009 wurden keine latenten Steuerschulden angesetzt, da diese Gewinne bei Ausschüttung keiner entsprechenden Besteuerung unterliegen oder auf unbestimmte Zeit reinvestiert werden sollen.

Die steuerlichen Verlustvorträge teilen sich regional wie folgt auf:

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Steuerliche Verlustvorträge (Millionen €)

 

 

Steuerliche Verlustvorträge

 

Latente Steueransprüche

 

2010

2009

 

2010

2009

Deutschland

19

14

 

3

9

Ausland

3.004

3.161

 

705

828

 

3.023

3.175

 

708

837

Steuerliche Verluste können in Deutschland auf unbestimmte Zeit vorgetragen werden. Im Ausland bestehen Verlustvorträge vor allem in der Region Nordamerika. Sie verfallen dort erst ab dem Jahr 2021. Im Jahr 2010 konnten die steuerlichen Verlustvorträge in der Region Nordamerika durch das hohe Ergebnis abgebaut werden. Für steuerliche Verlustvorträge von 78 Millionen €, im Vorjahr 74 Millionen €, wurden Wertberichtigungen aufgelöst.

Steuerschulden umfassen Steuerverbindlichkeiten und kurzfristige Steuerrückstellungen. Steuerverbindlichkeiten betreffen überwiegend veranlagte Ertragsteuern und sonstige Steuern. Steuerrückstellungen umfassen noch nicht veranlagte Ertragsteuern des laufenden Jahres und für Vorjahre.

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Steuerschulden (Millionen €)

 

 

2010

2009

Steuerrückstellungen

499

431

Steuerverbindlichkeiten

641

572

 

1.140

1.003

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