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10. Mär. 2011
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Brief des Vorstandsvorsitzenden

Sehr geehrte Aktionäre, liebe Freunde (Handschrift)
Dr. Jürgen Hambrecht, Vorsitzender des Vorstands der BASF SE (Foto)

„Unternehmen, die nachhaltig
wirtschaften und verantwortlich
handeln, sind langfristig erfolgreicher
als der Wettbewerb. Deshalb ist Nach-
haltigkeit seit langem ein fester
Bestandteil der BASF-Strategie.“

Dr. Jürgen Hambrecht
Vorsitzender des Vorstands der BASF SE

2010 war ein ereignisreiches und zugleich erfolgreiches Geschäftsjahr. Wir haben den starken wirtschaftlichen Aufschwung genutzt und gleichzeitig die Weichen für unsere Zukunft gestellt. Das Resultat sind Spitzenwerte bei Umsatz und Ergebnis, und was noch wichtiger ist: Wir haben wieder eine hohe Prämie auf unsere Kapitalkosten verdient. Unsere Akquisitionen von Ciba und Cognis sowie Innovationen in Zukunftsmärkten stärken uns weiter. Das BASF-Team schreibt damit die Erfolgsgeschichte der BASF fort. Darauf sind wir alle stolz. Allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern danke ich für diese außerordentliche Leistung.

Auch die Aktie der BASF gehörte 2010 zu den Gewinnern. Ihr Kurs erreichte im Dezember ein neues Allzeithoch. Mit einem Kursanstieg von 37,4 % übertraf die BASF-Aktie die wichtigsten Leit- und Branchenindizes deutlich. Wir stehen zu unserer anspruchsvollen Dividendenpolitik und schlagen der Hauptversammlung eine Dividende von 2,20 € pro Aktie vor – eine Erhöhung von 29 % gegenüber dem Vorjahr.

Insgesamt kommen wir gestärkt aus der Wirtschaftskrise. Das zeigt: Wir haben in den zurückliegenden Jahren unsere langfristige Strategie für profitables Wachstum erfolgreich umgesetzt und unser Geschäft konjunkturrobuster gemacht.

Portfolio stärken

Im Jahr 2010 haben wir unser Portfolio noch besser auf unsere Kunden ausgerichtet, um mit ihnen gemeinsam nachhaltig Wert zu schaffen. Unsere beiden großen Akquisitionen haben uns dabei entscheidende Schritte vorangebracht: Die ehemaligen Ciba-Geschäfte haben wir zügig und erfolgreich integriert und zum Jahresende den Kauf von Cognis abgeschlossen. Damit haben wir unser Geschäft um innovationsstarke Aktivitäten erweitert, die über dem Branchendurchschnitt wachsen sollen. Zum Jahreswechsel haben wir mit der Ausgründung eines Großteils unseres Styrolkunststoffgeschäfts den Devestitionsprozess begonnen. Zusammen mit INEOS planen wir, das 50:50-Gemeinschaftsunternehmen Styrolution zu gründen, in das wir unsere Geschäfte einbringen und so ein weltweit führendes Unternehmen für Styrolkunststoffe etablieren wollen.

Künftiges Wachstum sichern

Um künftig weiter profitabel zu wachsen, engagieren wir uns in Wachstumsmärkten. Für den Zeitraum von 2011 bis 2015 planen wir, teilweise gemeinsam mit unseren starken Partnern, Investitionen von 12,6 Milliarden €. Dazu gehören die Erweiterung unseres Verbundstandorts in Nanjing/China mit Sinopec und Investitionen in World-Scale-Anlagen für Spezialchemikalien in Malaysia zusammen mit PETRONAS. Zudem sind wir in Explorations- und Pipelineprojekten im Öl- und-Gas-Segment aktiv, unter anderem gemeinsam mit Gazprom.

Unsere Regionalstrategien haben wir in den vergangenen Jahren neu erarbeitet und uns ambitionierte Ziele gesteckt: Wir wollen in Europa, Asien sowie Nord- und Südamerika über dem Marktdurchschnitt wachsen und bis 2020 ein Umsatzniveau von über 90 Milliarden € erreichen.

Zukunftsmärkte erschließen

Mit Innovationen erschließen wir neue Märkte und helfen, wesentliche Zukunftsfragen und drängende Herausforderungen der Menschen zu bewältigen: Dazu gehören das weltweit starke Bevölkerungswachstum, der wachsende Bedarf an Nahrungsmitteln, die zunehmende Verstädterung und der steigende Verbrauch von Rohstoffen und Energie. Unsere Ausgaben für Forschung und Entwicklung haben wir deshalb weiter auf nahezu 1,5 Milliarden € erhöht.

Mit unserem Fokus auf die fünf Wachstumsfelder Pflanzenbiotechnologie, Weiße Biotechnologie, Nanotechnologie, Energiemanagement und Rohstoffwandel haben wir unsere Forschung und Entwicklung im Wesentlichen auf diese Herausforderungen ausgerichtet.

So forschen wir beispielsweise gemeinsam mit Partnern aus Wissenschaft und Wirtschaft an Materialien und Komponenten für neuartige Batteriesysteme für Elektromobilität und Stromspeicherung. Weitere Beispiele sind ertragreichere Nutzpflanzen, neue Katalysatoren und Verfahren zur Herstellung von Petrochemikalien aus alternativen Rohstoffen sowie Verfahren zur Abtrennung und Nutzung von CO2 als Synthesebaustein. Insgesamt investieren wir jährlich bis zu 350 Millionen € in Forschungsprojekte dieser Wachstumsfelder, das entspricht 25 % unserer Ausgaben für Forschung und Entwicklung.

Mit Produktinnovationen – also neuen oder verbesserten Produkten oder Anwendungen, die nicht länger als fünf Jahre auf dem Markt sind, wollen wir im Jahr 2015 einen Umsatz von bis zu 8 Milliarden € erzielen.

Nachhaltig wirtschaften

Unternehmen, die nachhaltig wirtschaften und verantwortlich handeln, sind langfristig erfolgreicher als der Wettbewerb. Deshalb ist Nachhaltigkeit seit langem ein fester Bestandteil der BASF-Strategie.

Wir sehen es als ständige Aufgabe, uns kontinuierlich zu verbessern und uns für die Umsetzung der Prinzipien des Global Compact zu engagieren. Unsere Strategie zur Reduktion von Treibhausgasemissionen und unsere transparente Berichterstattung überzeugt Investoren: Die BASF wurde bereits zum zehnten Mal in Folge in den weltweit bedeutendsten Nachhaltigkeitsindex, den Dow Jones Sustainability World Index (DJSI World), aufgenommen. Außerdem sind wir erneut im renommierten Carbon Disclosure Leadership Index (CDLI) vertreten und jetzt in den neuen Carbon Performance Leadership Index (CPLI) aufgenommen worden.

Wir blicken voller Zuversicht in das Jahr 2011. Die Weltwirtschaft wird trotz weiterhin bestehender Risiken moderat wachsen. Zugleich stellen wir uns darauf ein, dass die Märkte immer volatiler werden und der Wettbewerb sich weiter verschärft. Das bedeutet: Gewinnen wird, wer flexibler, schneller und erfolgreicher als der Wettbewerb handelt. Diese Herausforderung nehmen wir voller Selbstbewusstsein an. Das weltweite Team der BASF wird seine Chancen aktiv nutzen und die Zukunft der BASF mit höchstem Einsatz gestalten. Dabei freuen wir uns auf Ihre Unterstützung.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Jürgen Hambrecht
Vorsitzender des Vorstands der BASF SE

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