Allgemeine
Informationen
Letzte Aktualisierung:
10. Mär. 2011
Seitenende
Bestandteil des geprüften Konzernabschlusses beziehungsweise Konzernlageberichts

Vergütung des Vorstands

Die Darstellung der Vergütung des Vorstands enthält die nach deutschem Handelsrecht, erweitert durch das Vorstandsvergütungs-Offenlegungsgesetz (VorstOG) sowie durch das Gesetz zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung (VorstAG), erforderlichen Angaben und richtet sich nach den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex.

Die Systematik und die Höhe der Vergütung des Vorstands werden auf Vorschlag des Personalausschusses durch den Aufsichtsrat festgelegt. Diese Festlegung orientiert sich an der Größe und wirtschaftlichen Lage des Unternehmens sowie an der Leistung des Vorstands. Weltweit tätige Unternehmen aus Deutschland und Europa dienen als Referenz. Eine Überprüfung von Systematik und Höhe der Vorstandsvergütung erfolgt in regelmäßigen Abständen.

Im zweiten Halbjahr 2009 wurde das System der Vorstandsvergütung dem im August 2009 in Kraft getretenen Gesetz zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung (VorstAG) angepasst und die Vorstandsverträge wurden, unabhängig von den bestehenden Vertragslaufzeiten, einvernehmlich und einheitlich für alle Vorstandsmitglieder mit Wirkung ab dem 1. Januar 2010 auf dieses System umgestellt. Das neue System wurde gemäß § 120 Abs. 4 AktG am 29. April 2010 durch die Hauptversammlung gebilligt.

Die Bezüge des Vorstands setzen sich zusammen aus

  1. einem festen Jahresgehalt,
  2. einer jährlichen variablen Vergütung,
  3. einem aktienkursbasierten Langfristelement (Long-Term-Incentive- oder LTI-Programm),
  4. Sachbezügen und sonstigen Zusatzvergütungen in unterschiedlichem Umfang sowie
  5. einer betrieblichen Altersversorgung.

Die Vergütung des Vorstands ist darauf ausgerichtet, eine nachhaltige Unternehmensentwicklung zu fördern. Sie ist durch eine ausgeprägte Variabilität in Abhängigkeit von der Leistung des Vorstands und der Gesamtkapitalrendite der BASF-Gruppe gekennzeichnet.

Die Vergütungskomponenten stellen sich im Einzelnen wie folgt dar:

  1. Die jährliche feste Vergütung wird in gleichen monatlichen Raten ausgezahlt.
  2. Die jährliche variable Vergütung (Jahrestantieme) des Vorstands basiert auf der Leistung des Gesamtvorstands und der Höhe der Gesamtkapitalrendite. Die Gesamtkapitalrendite bildet auch die Bemessungsgrundlage für die variable Vergütung aller anderen Mitarbeitergruppen. Zur Bewertung der nachhaltigen Leistung des Vorstands trifft der Aufsichtsrat mit dem Gesamtvorstand jährlich eine Zielvereinbarung, die überwiegend mittel- und langfristige Ziele beinhaltet. Der Aufsichtsrat beurteilt die Zielerreichung bezogen auf die vorangegangenen drei Jahre. Auf der Grundlage der vom Aufsichtsrat festgestellten Zielerreichung wird ein Performancefaktor ermittelt, der sich zwischen 0 und 1,5 bewegt. Die Jahrestantieme wird jeweils im Anschluss an die Hauptversammlung für das abgelaufene Geschäftsjahr ausgezahlt.

    Die Mitglieder des Vorstands können wie andere Mitarbeitergruppen auch zu Gunsten von Versorgungsanwartschaften auf Teile ihrer jährlichen variablen Bruttovergütung verzichten (Gehaltsumwandlung). Für Mitglieder des Vorstands beläuft sich der maximal umwandelbare Betrag, wie für alle anderen Oberen Führungskräfte der deutschen BASF-Gruppe, auf 30.000 €. Von dieser Möglichkeit haben die Vorstandsmitglieder in unterschiedlichem Umfang Gebrauch gemacht.
  3. Für die Mitglieder des Vorstands besteht ein aktienkursbasiertes Vergütungsprogramm (sogenanntes Long-Term-Incentive- oder LTI-Programm), das auch allen übrigen Oberen Führungskräften der BASF-Gruppe angeboten wird. Gegenüber den allgemeinen Programmbedingungen bestehen für die Mitglieder des Vorstands engere Regelungen: So sind sie verpflichtet, mit mindestens 10 % der Bruttotantieme an dem LTI-Programm teilzunehmen. Dieses verpflichtende Eigeninvestment in Form von BASF-Aktien unterliegt einer Haltefrist von vier Jahren. Für ein freiwilliges Eigeninvestment von zusätzlich bis zu 20 % der Bruttotantieme gilt die allgemeine Haltefrist von zwei Jahren. Eine Ausübung der Optionsrechte ist im Rahmen des LTI-Programms für die Mitglieder des Vorstands frühestens vier Jahre nach Gewährung (Wartefrist) möglich. Zu den weiteren Einzelheiten des LTI-Programms siehe Kapitel Vergütungsprogramm.
  4. Zu den Sachbezügen und sonstigen Zusatzvergütungen zählen Delegationszulagen, Prämien für Unfallversicherung und Ähnliches sowie geldwerte Vorteile durch die Zurverfügungstellung von Kommunikationsmitteln, Verkehrsmitteln und Sicherheitsmaßnahmen. Kredite und Vorschüsse wurden Mitgliedern des Vorstands nicht gewährt.
  5. Die Einzelheiten der betrieblichen Altersversorgung sind im Abschnitt Versorgungszusagen dargestellt.

Auf Basis dieser Grundsätze ergab sich folgende Vergütung für die einzelnen Mitglieder des Vorstands:

Download (Download XLS xls, 22 kB)

Tausend €

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Erfolgsunabhängige Vergütung

 

Erfolgsbezogene
Vergütung

 

Gewährte Optionen

 

Jahr

Festver-
gütung

Sachbezüge und sonstige Zusatz-
vergütungen

 

Jahrestantieme 1

 

Bar-
vergütung Gesamt

Anzahl

Marktwert zum Zeitpunkt der Gewährung

Gesamtvergütung (Barvergütung plus gewährte Optionsrechte)

1

Basis für die Jahrestantieme ist die Gesamtkapitalrendite, die um Sondereffekte bereinigt wurde, sowie für 2010 der Performancefaktor.
Der Ausweis erfolgt einschließlich etwaiger Gehaltsumwandlungsbeträge.

2

Enthält Aufwand für Sicherheitsmaßnahmen am Wohnhaus anlässlich der Bestellung zum Vorstand.

3

Auszahlung erfolgt im Ausland in lokaler Währung auf Basis eines sich in Deutschland theoretisch ergebenden Nettogehalts.
Hierdurch ergibt sich die Abweichung zur vertraglichen Brutto-Festvergütung in Euro (550 Tausend € pro Jahr).

4

Enthält delegationsbedingte Zahlungen, wie zum Beispiel die Übernahme ortsüblicher Mietkosten.

Dr. Jürgen Hambrecht
Vorsitzender

2010

1.100

129

 

3.240

 

4.469

41.244

768

5.237

2009

1.100

105

 

1.525

 

2.730

94.200

647

3.377

Dr. Kurt Bock

2010

695 3

1.174 4

 

1.620

 

3.489

20.620

384

3.873

2009

705 3

1.075 4

 

763

 

2.543

47.100

324

2.867

Dr. Martin Brudermüller

2010

578 3

753 4

 

1.620

 

2.951

20.620

384

3.335

2009

583 3

982 4

 

763

 

2.328

47.100

324

2.652

Dr. Hans-Ulrich Engel

2010

550

109

 

1.620

 

2.279

20.620

384

2.663

2009

550

137

 

763

 

1.450

41.840

287

1.737

Dr. John Feldmann

2010

550

82

 

1.620

 

2.252

20.620

384

2.636

2009

550

66

 

763

 

1.379

47.100

324

1.703

Dr. Andreas Kreimeyer

2010

550

105

 

1.620

 

2.275

20.620

384

2.659

2009

550

98

 

763

 

1.411

40.000

275

1.686

Dr. Stefan Marcinowski

2010

550

89

 

1.620

 

2.259

20.620

384

2.643

2009

550

102

 

763

 

1.415

47.100

324

1.739

Dr. Harald Schwager

2010

550

108

 

1.620

 

2.278

20.620

384

2.662

2009

550

198 2

 

763

 

1.511

47.100

324

1.835

 

Summe 2010:

5.123

2.549

 

14.580

 

22.252

185.584

3.456

25.708

 

Summe 2009:

5.138

2.763

 

6.866

 

14.767

411.540

2.829

17.596

Im Jahr 2010 führten die zugeteilten Optionsrechte zu einem Aufwand (Personalaufwand). Der Personalaufwand bezieht sich auf die Summe aller Optionsrechte aus den LTI-Programmen 2002 bis 2010. Er ergibt sich aus einer stichtagsbezogenen Bewertung dieser Optionsrechte zum 31. Dezember 2010 und der Veränderung dieses Wertes gegenüber dem 31. Dezember 2009 unter Berücksichtigung der im Jahr 2010 ausgeübten und neu gewährten Optionsrechte. Maßgeblich für die Bewertung der Optionsrechte sind dabei die Kursentwicklung der BASF-Aktie und ihre Outperformance gegenüber den in den LTI-Programmen 2002 bis 2010 festgelegten Vergleichsindizes. Der Anstieg des auf das Jahr 2010 entfallenden Personalaufwandes im Vergleich zum Vorjahr resultiert im Wesentlichen aus einer höheren Bewertung dieser Optionsrechte zum 31. Dezember 2010. Hauptursachen hierfür sind der höhere Aktienkurs am Jahresende (2010: 59,70 €; 2009: 43,46 €) und ihre bessere Entwicklung gegenüber den Vergleichsindizes.

Der nachstehend aufgeführte Personalaufwand ist als rechnerische Größe jeweils nicht mit dem tatsächlichen Zufluss der realisierten Gewinne bei Ausübung der Optionsrechte gleichzusetzen. Über Zeitpunkt und Umfang der Ausübungen der Optionsrechte aus den einzelnen Jahren entscheiden die Mitglieder des Vorstands unter Beachtung der allgemeinen Bedingungen und Obergrenzen des LTI-Programms individuell. Der auf das Jahr 2010 entfallende Personalaufwand aller zugeteilten Optionsrechte beträgt
für Dr. Jürgen Hambrecht 12.171 Tausend € (2009: 3.666 Tausend €),
für Dr. Kurt Bock 4.919 Tausend € (2009: 2.480 Tausend €),
für Dr. Martin Brudermüller 4.087 Tausend € (2009: 1.883 Tausend €),
für Dr. Hans-Ulrich Engel 3.198 Tausend € (2009: 1.918 Tausend €),
für Dr. John Feldmann 5.256 Tausend € (2009: 1.833 Tausend €),
für Dr. Andreas Kreimeyer 3.449 Tausend € (2009: 1.768 Tausend €),
für Dr. Stefan Marcinowski 4.034 Tausend € (2009: 1.833 Tausend €) und
für Dr. Harald Schwager 3.105 Tausend € (2009: 901 Tausend €).
Mehr zum LTI-Programm

Die Mitglieder des Vorstands werden unter Berücksichtigung eines Selbstbehalts in die Deckung einer von der Gesellschaft abgeschlossenen Vermögensschadens-Haftpflichtversicherung (D&O-Versicherung) einbezogen.

Seite zurück Seitenanfang Seite weiter