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Letzte Aktualisierung:
10. Mär. 2011
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Bestandteil des geprüften Konzernabschlusses beziehungsweise Konzernlageberichts

Wertmanagement

Wir verdienen eine Prämie auf unsere Kapitalkosten

„Wir verdienen eine Prämie auf unsere Kapitalkosten“ ist einer der vier Grundpfeiler unserer Strategie. Nur ein Unternehmen, dessen Ergebnis die Kosten für das eingesetzte Eigen- und Fremdkapital übersteigt, schafft Wert und ist langfristig überlebensfähig. Um den nachhaltigen Erfolg der BASF zu sichern, fördern wir im Rahmen unseres Wertmanagementkonzepts alle Mitarbeiter in ihrem unternehmerischen Denken und Handeln. Unser Ziel: Ein Bewusstsein dafür schaffen, wie jeder einzelne Mitarbeiter im täglichen Geschäftsleben wertorientierte Lösungen finden und diese effizient und effektiv umsetzen kann.

Ergebnis der Betriebstätigkeit nach Kapitalkosten

Das Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) nach Kapitalkosten ist die zentrale Ziel- und Steuerungsgröße für unsere Unternehmensbereiche und Geschäftseinheiten. Mit dieser Kennzahl wird berücksichtigt, dass die Aktionäre und Gläubiger der BASF für das bereitgestellte Kapital eine Verzinsung erwarten. Die BASF-Gruppe schafft nur dann Mehrwert, wenn das EBIT mindestens die Kapitalkosten abdeckt.

EBIT nach Kapitalkosten (Millionen €)
5-Jahres-Übersicht1

EBIT nach Kapitalkosten (Balkendiagramm)

1 Seit dem 1. Januar 2008 werden die Kosten der Konzernzentrale nicht mehr den Segmenten zugeordnet, sondern unter „Sonstige“ ausgewiesen. Die Werte der Vorjahre wurden nicht angepasst.

Ermittlung des Kapitalkostensatzes

Die Höhe des Kapitalkostensatzes hängt im Wesentlichen von drei Faktoren ab:

  • der Kapitalstruktur der BASF-Gruppe,
  • der Höhe der Fremdkapitalverzinsung sowie
  • den Renditeerwartungen der Aktionäre.

Die Fremdkapitalkosten ergeben sich aus den Zinszahlungen für Kapitalmarktverbindlichkeiten und Bankdarlehen. Die Eigenkapitalkosten entsprechen der Renditeerwartung der Eigenkapitalgeber. Diese werden aus dem Marktwert der BASF-Aktien und mit Hilfe des Capital Asset Pricing Model (CAPM) ermittelt.

Basierend auf Kapitalkosten und Ertragsteuern wird ein Schwellenwert für das EBIT bestimmt, den die operativen Einheiten der BASF-Gruppe mindestens erreichen müssen, um die Kapitalkosten zu verdienen. Der Kapitalkostensatz ergibt sich aus dem Verhältnis dieses Mindest-EBIT zum operativen Vermögen der BASF-Gruppe. Während für das Jahr 2010 ein Kapitalkostensatz von 9 % galt, wird der Kapitalkostensatz für das Jahr 2011 auf 11 % erhöht. Grund hierfür ist die gestiegene Marktkapitalisierung der BASF-Aktien.

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Ermittlung des EBIT nach Kapitalkosten (Millionen €)

 

 

 

2010

2009

1

Der geplante Nettoaufwand ist durch einen Zuschlag im Kapitalkostensatz abgedeckt.

2

In den Jahren 2009 und 2010 betrug der Kapitalkostensatz 9 %.

EBIT BASF-Gruppe

7.761

3.677

– EBIT der den Segmenten nicht zuordenbaren Aktivitäten 1

–707

–627

– Nicht anrechenbare ausländische Ertragsteuern für die Ölförderung

983

870

– Kapitalkosten 2

3.985

3.660

EBIT nach Kapitalkosten

3.500

–226

Wertmanagement im gesamten Unternehmen

Wertmanagement ist nur dann erfolgreich, wenn es fest im Unternehmen verankert ist und konsequent angewendet wird. Für uns ist Wertmanagement deshalb die alltägliche Umsetzung von Wertorientierung durch alle Mitarbeiter. Wir haben entsprechend unseren vier strategischen Leitlinien Werttreiber definiert – Faktoren, die zeigen, wie jede einzelne Einheit des Unternehmens Wert schaffen kann. Für die einzelnen Werttreiber entwickeln wir Kennzahlen, die uns dabei helfen, beabsichtigte Veränderungen zu planen und zu verfolgen.

Ein wichtiger Bestandteil ist hierbei der Zielvereinbarungsprozess, bei dem die Ziele der BASF mit den individuellen Zielen der Mitarbeiter verknüpft werden. Oberste Zielebene in operativen Einheiten ist das Erreichen eines positiven EBIT nach Kapitalkosten. In funktionalen Einheiten hat hingegen der Wertbeitrag gemessen an Effektivität und Effizienz höchste Priorität.

Auf Basis unseres Wertmanagementkonzepts können alle Mitarbeiter in ihrem Arbeitsgebiet einen Beitrag dazu leisten, dass wir eine Prämie auf unsere Kapitalkosten erwirtschaften. Weltweit vermitteln wir unserem Team in zahlreichen Fortbildungsangeboten Kenntnisse zu diesem Thema – und stärken so das unternehmerische Denken auf allen Ebenen der BASF.

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