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Letzte Aktualisierung:
10. Mär. 2011
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Bestandteil des geprüften Konzernabschlusses beziehungsweise Konzernlageberichts

Entwicklung wichtiger Abnehmerbranchen

Entwicklung der Industrieproduktion 2010

  • Starke Zunahme der globalen Industrieproduktion (+8,9 %); Impulse durch weltweite Konjunkturprogramme
  • Automobilproduktion nachfragebedingt massiv erhöht (+21,5 %); Bauwirtschaft global geschrumpft (–1,3 %)
  • Produktion in Elektro-, ICT-, Textil-, Papier- und Nahrungsmittelindustrie sowie in Landwirtschaft deutlich gestiegen

Nach dem Einbruch im Vorjahr (–8,1 %) nahm die globale Industrieproduktion 2010 stark zu (+8,9 %) und erholte sich besser als von uns prognostiziert (+4,9 %). Gründe für den konjunkturellen Aufschwung waren im Wesentlichen das kräftige Wachstum Asiens sowie die weltweiten fiskal- und geldpolitischen Konjunkturprogramme. In den Schwellenländern Asiens stieg die Industrieproduktion (+14,5 %) doppelt so stark wie in den Industrieländern der OECD (+7,2 %).

Wachstum wichtiger Abnehmerbranchen 2010
Reale Veränderung gegenüber Vorjahr

Wachstum wichtiger Abnehmerbranchen 2010 (Balkendiagramm)

Die Automobilindustrie profitierte bis Mitte 2010 von staatlichen Konjunkturprogrammen. Dank des kräftigen asiatischen Wirtschaftswachstums verzeichnete die Branche zudem eine stark gestiegene Nachfrage. Die Anzahl der produzierten Automobile nahm weltweit massiv zu (+21,5 %). Nach zwei schwachen Jahren wuchs die US-amerikanische Automobilproduktion sehr kräftig (+35,0 %). In Europa erzielte der Markt im Vorjahresvergleich ein deutliches Plus (+8,4 %).

Die Bauwirtschaft war weltweit rückläufig (–1,3 %). Insbesondere in den USA (–11,0 %), in Japan (–8,0 %) und in der Europäischen Union (–3,6 %) schrumpfte sie gegenüber dem Vorjahr erneut. Staatliche Infrastrukturprojekte konnten hier die Rückgänge der privaten und gewerblichen Bautätigkeit nicht kompensieren. In den Schwellenländern Asiens wuchs die Bauwirtschaft dagegen weiter kräftig (+8,2 %).

Dank weltweiter Nachholeffekte erholte sich die Elektroindustrie spürbar (+12,0 %). In den Industrieländern (+10,1 %), in Japan (+22,1 %) und in den Schwellenländern Asiens (+19,0 %) erhöhte sich die Produktion gegenüber dem Vorjahr deutlich.

Auch die Informations- und Kommunikationstechnologieindustrie (ICT) erlebte einen massiven Aufschwung, insbesondere auf Grund der hohen Nachfrage nach Unterhaltungselektronik. Wegen des starken Wachstums (+16,6 %) erreichte die Produktion bereits nach einem Jahr wieder das Vorkrisenniveau.

In der Textilindustrie setzte sich der globale Trend zur Verlagerung der Produktion nach Asien fort. Ausgehend von einem niedrigen Produktionsniveau, verzeichneten die Industrieländer erstmals seit sieben Jahren wieder ein positives Wachstum (+6,4 %). In Asien (ohne Japan) nahm die Produktion deutlich zu (+10,5 %). Weltweit stieg sie insgesamt stark an (+8,8 %).

Die Papierindustrie wuchs global um 7,9 %. Vor allem die Nachfrage nach Verpackungspapieren bestimmte diese Entwicklung. Regional wurde das Wachstum von den Schwellenländern Asiens (+13,4 %) getrieben. Die Produktion in den Industrieländern stieg ebenfalls deutlich an (+4,4 %).

Das Wachstum der Nahrungsmittelindustrie war überdurchschnittlich (+3,9 %). Sowohl in den Industrieländern (+2,5 %) als auch in den Schwellenländern (+6,9 %) erhöhte sich die Produktion deutlich.

Die Landwirtschaft verzeichnete weltweit ein erhebliches Wachstum (+4,2 %). In den Industrieländern nahm die Produktion leicht zu (+1,7 %). In den Schwellenländern stieg sie auf Grund günstiger Witterungsverhältnisse in China und Indien insgesamt deutlich (+5,5 %).
Prognose der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen im Jahr 2011

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