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Letzte Aktualisierung:
10. Mär. 2011
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Bestandteil des geprüften Konzernabschlusses beziehungsweise Konzernlageberichts

Umsatz und Ergebnis

Umsatz

+26 %

Spitzenwert erreicht; deutlich gestiegene Mengen infolge konjunktureller Erholung bei wichtigen Kundenbranchen; höhere Preise bei vielen Produkten

Ergebnis der Betriebstätigkeit

+111 %

Ergebnis gegenüber Vorjahr mehr als verdoppelt; Anstieg insbesondere im Chemiegeschäft auf Grund hoher Anlagenauslastung und guter Margen, vor allem bei Grundprodukten

Als Folge der konjunkturellen Erholung nahm die Nachfrage aus unseren wichtigen Abnehmerbranchen zu, der Absatz stieg signifikant. Das Geschäft entwickelte sich in allen Regionen erfreulich, Wachstumsimpulse kamen insbesondere aus Asien. Die Preise lagen bei vielen Produkten über dem Vorjahresniveau. Vor allem die Bereiche Petrochemicals und Catalysts verzeichneten kräftige Preissteigerungen. Die Aufwertung zahlreicher Währungen gegenüber dem Euro stützte die gute Umsatzentwicklung zusätzlich. Auch die ganzjährige Einbeziehung der ehemaligen Ciba-Geschäfte wirkte sich positiv auf das Umsatzwachstum aus. Andere Unternehmenskäufe oder -verkäufe hatten nur einen geringen Umsatzeinfluss; der Erwerb von Cognis erfolgte zum 9. Dezember 2010.

Umsatz (Millionen €)

Umsatz (Balkendiagramm)
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Umsatzeinflüsse BASF-Gruppe (Millionen €)

 

 

2010

Veränderung zu 2009 (%)

Mengen

5.718

11,3

Preise

3.923

7,7

Währungen

2.364

4,7

Akquisitionen und Änderungen des Konsolidierungskreises

1.233

2,4

Devestitionen

–58

–0,1

 

13.180

26,0

Im Segment Chemicals lag der Umsatz preis- und mengenbedingt weit über dem Vorjahreswert. Bei einigen Produkten war zeitweilig das Angebot knapp. Gestiegene Rohstoffkosten konnten größtenteils über unsere Verkaufspreise weitergegeben werden. Insbesondere der Bereich Petrochemicals profitierte von dieser Entwicklung. Infolge gestiegener Margen, vor allem bei Grundprodukten, und höherer Mengen verbesserte sich das Ergebnis der Betriebstätigkeit des Segments stark.

Auch bei Plastics konnten wir den Umsatz des Vorjahres weit übertreffen. Der konjunkturelle Aufschwung wichtiger Kundenindustrien belebte die Nachfrage spürbar. Insbesondere die Automobilindustrie erholte sich schneller als von uns erwartet. Unsere Anlagen waren gut ausgelastet. Während die Preise bei Polyurethanes weitgehend stabil blieben, stiegen sie bei Performance Polymers vor allem infolge höherer Rohstoffkosten an. Bei insgesamt stabilen Margen verbesserte sich das Ergebnis der Betriebstätigkeit stark.

Das Segment Performance Products profitierte nicht nur von der wirtschaftlichen Erholung, sondern auch von der schnellen und erfolgreichen Ciba-Integration und der Restrukturierung der kombinierten Geschäfte. Nachfrage und Umsatz nahmen in allen Unternehmensbereichen zu. Besonders im ersten Halbjahr trug das Wiederauffüllen von Lägern in der gesamten Wertschöpfungskette dazu bei. Während die Sondereinflüsse aus der Ciba-Integration das Ergebnis der Betriebstätigkeit des Segments 2009 belasteten, haben Maßnahmen zur Fixkostenreduktion und konsequent realisierte Synergien das Ergebnis im Jahr 2010 stark verbessert.

Bei Functional Solutions lag der Umsatz mengen- und preisbedingt weit über dem Vorjahreswert. Bei Catalysts und Coatings führte vor allem die verbesserte Nachfrage aus der Automobilindustrie zu einer Absatz- und Umsatzsteigerung. Im Bereich Construction Chemicals stieg der Umsatz dagegen weniger kräftig. Dank unserer strikten Kostendisziplin und unserer Maßnahmen zur Effizienzsteigerung leisteten alle drei Bereiche einen deutlichen Beitrag zum stark verbesserten Ergebnis der Betriebstätigkeit des Segments.

Agricultural Solutions hat den sehr guten Umsatz des Vorjahres signifikant übertroffen. Bei Insektiziden, Herbiziden und Fungiziden lag der Absatz über dem des Vorjahres. Rückläufige Preise wurden durch die Ausweitung des Geschäftsvolumens und positive Währungseffekte kompensiert. Das Ergebnis der Betriebstätigkeit blieb trotz erhöhter Aufwendungen im Vertrieb sowie für Forschung und Entwicklung nahezu stabil.

Im Segment Oil & Gas ging der Umsatz zurück. Die Ursachen waren in den beiden Arbeitsgebieten unterschiedlich: Bei Exploration & Production sanken die Mengen insbesondere auf Grund der OPEC-Förderrestriktionen in Libyen. Höhere Rohölnotierungen und ein stärkerer US-Dollar glichen dies jedoch nahezu aus. Bei Natural Gas Trading nahm der Absatz zu. Dennoch war der Umsatz auf Grund niedrigerer Gaspreise rückläufig. Trotz des Umsatzrückgangs verbesserte sich das Ergebnis der Betriebstätigkeit des Segments leicht.

Der Umsatz von Sonstige nahm insbesondere auf Grund gestiegener Preise und höherer Absatzmengen bei Styrenics von 4.577 Millionen € im Vorjahr auf 5.851 Millionen € zu. Das Ergebnis der Betriebstätigkeit von Sonstige ging jedoch von –627 Millionen € auf –707 Millionen € zurück. Ausschlaggebend hierfür waren vor allem höhere Aufwendungen für das Long-Term-Incentive-Programm. Gegenläufig wirkten ein verbessertes Währungsergebnis sowie der höhere Ergebnisbeitrag von Styrenics.

Das Ergebnis nach Kapitalkosten betrug 3.500 Millionen €, ein Spitzenwert in der BASF-Geschichte. Insgesamt haben wir damit eine hohe Prämie auf unsere Kapitalkosten verdient.

Ergebnis der Betriebstätigkeit

  • Deutlich geringere Sonderbelastungen durch Integrationskosten und Strukturmaßnahmen
  • Realisierung der erwarteten Synergien aus der Integration von Ciba
  • Hohe Prämie auf die Kapitalkosten verdient

Ergebnis der Betriebstätigkeit (Millionen €)

Ergebnis der Betriebstätigkeit (Balkendiagramm)
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