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Letzte Aktualisierung:
10. Mär. 2011
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Bestandteil des geprüften Konzernabschlusses beziehungsweise Konzernlageberichts

Aussichten der chemischen Industrie

  • Weltweit deutliches Wachstum der Chemieproduktion (+5,2 %)
  • Europa: Vergleichsweise moderates Wachstum (+2,9 %)
  • USA: Stärkeres Wachstum (+3,3 %) als in anderen Industrieländern
  • Asien (ohne Japan): Wachstum im Vorjahresvergleich niedriger, aber nach wie vor kräftig (+9,6 %), insbesondere in China (+12,1 %)
  • Japan: Deutlich geringeres Wachstum als im Vorjahr (+1,9 %)
  • Südamerika: Starkes Wachstum (+4,3 %), vor allem auf Grund robuster Binnennachfrage

Das Wachstum der weltweiten Chemieproduktion (ohne Pharma) wird sich 2011 nach der rasanten Erholung im Vorjahr in allen Regionen verlangsamen. Wir rechnen mit einem deutlichen Wachstum (+5,2 %), das wir auch mittelfristig jährlich erwarten. Die meisten Industrieländer werden das Produktionsniveau der Vorkrisenzeit jedoch nicht vor Ende 2011 erreichen.

Für Europa prognostizieren wir im Jahr 2011 ein vergleichsweise moderates Wachstum (+2,9 %) der Chemieindustrie. In der Europäischen Union werden sich wichtige Abnehmerindustrien auf nationaler Ebene unterschiedlich schnell erholen. Mittelfristig erwarten wir ein moderates Wachstum der Chemieproduktion (+2,7 %). Das Niveau der Vorkrisenzeit wird damit erst im Jahr 2012 wieder erreicht.

Ausblick zur Chemieproduktion 2011 (ohne Pharma)
(Reale Veränderung gegenüber Vorjahr)

Ausblick zur Chemieproduktion 2011 (ohne Pharma) (Balkendiagramm)

Die Wachstumsrate der Chemieproduktion wird in den USA 2011 höher ausfallen (+3,3 %) als in anderen großen Industrieländern. Auf Grund niedrigerer Gaspreise rechnen wir mit einer größeren Wettbewerbsfähigkeit des US-Chemiesektors. Mittelfristig erwarten wir ein moderates jährliches Wachstum (+2,4 %).

In Asien (ohne Japan) verzeichnete die Chemieproduktion im Jahr 2010 einen massiven Aufschwung, vor allem dank des Wachstums der von staatlichen Konjunkturprogrammen profitierenden chinesischen Chemieindustrie. Infolge der auslaufenden fiskalpolitischen Programme erwarten wir für 2011 ein im Vorjahresvergleich niedrigeres, aber nach wie vor starkes Wachstum in der Region (+9,6 %) – insbesondere in China (+12,1 %). Auch mittelfristig erwarten wir ein kräftiges jährliches Wachstumsplus (+8,5 %).

Trends Chemieproduktion 2011–2013 (ohne Pharma)
(Reale jährliche Veränderung im Durchschnitt)

Trends Chemieproduktion 2011–2013 (ohne Pharma) (Balkendiagramm)

Die Chemieindustrie in Japan profitierte 2010 erheblich von der Erholung der exportorientierten heimischen Automobil- und Elektronikindustrie. 2011 wird sie deutlich geringer wachsen (+1,9 %). Wir erwarten, dass der krisenbedingte Produktionseinbruch weitere strukturelle Veränderungen mit sich bringt und erst im Jahr 2015 vollständig kompensiert sein wird. Mittelfristig wird sich die Produktion bei niedrigen jährlichen Wachstumsraten stabilisieren (+1,4 %).

Die Chemieproduktion in Südamerika wird im Jahr 2011 auf Grund der robusten Binnennachfrage erneut wachsen (+4,3 %). Als Zulieferindustrie profitiert sie in der Region zusätzlich von den ansteigenden Bau- und Infrastrukturinvestitionen in Brasilien. Mittelfristig rechnen wir mit einem soliden durchschnittlichen Wachstum (+3,5 %).

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