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Letzte Aktualisierung:
10. Mär. 2011
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Bestandteil des geprüften Konzernabschlusses beziehungsweise Konzernlageberichts

BASF Plant Science

  • Pflanzenbiotechnologie-Unternehmen der BASF mit weltweit etwa 700 Mitarbeitern
  • Entwicklung von Pflanzen mit klaren Vorteilen für Landwirte, Verbraucher und Umwelt
  • Zulassung der Stärkekartoffel Amflora

Pflanzenbiotechnologie bei BASF

An acht Standorten in Europa und Nordamerika entwickeln die etwa 700 Mitarbeiter der BASF Plant Science Pflanzen mit klaren Vorteilen für Landwirte, Verbraucher und Umwelt. Die Pflanzenbiotechnologie erlaubt uns, Nutzpflanzen durch gezielte Übertragung von Genen gewünschte Eigenschaften zu verleihen. Im Vergleich zu konventionellen Züchtungsmethoden steht dafür ein viel größeres Repertoire an genetischen Eigenschaften aus unterschiedlichen Organismen zur Verfügung. Die Forschungsaufwendungen für die BASF Plant Science belaufen sich jährlich auf circa 150 Millionen €.

Im Jahr 2010 haben wir die Zulassung für das erste Produkt aus unserer Pipeline in Europa erhalten: Amflora®. Amflora ist eine Kartoffel mit einer optimierten Stärkezusammensetzung für den Einsatz in verschiedenen industriellen Anwendungen. Auf Amflorafeldern in Schweden haben wir 2010 wenige Pflanzen einer anderen genveränderten Kartoffelsorte gefunden. Neben der zeitnahen Klärung der Ursache wurden Maßnahmen ergriffen, um solche Vermischungen künftig zu verhindern.
Mehr zum Thema Amflora unter Umgang mit neuen Technologien

Strategie

Als Partner führender Saatgutunternehmen erforschen und entwickeln wir Traits, also Eigenschaften wie beispielsweise höherer Ertrag, Trockentoleranz oder Krankheitsresistenz. Je nachdem, um welches Merkmal und welche Nutzpflanze es sich handelt, bieten wir den Saatgutunternehmen die Entwicklung bis zum Endprodukt an. Das Saatgut bringen wir gemeinsam mit unseren Partnern auf den Markt. Neben Nutzpflanzen, die Landwirten höhere und sicherere Ernten liefern, entwickeln wir Pflanzen, die eine gesündere Ernährung erlauben oder als nachwachsende Rohstoffe genutzt werden können.

Die Pflanzenbiotechnologie wird besonders in Europa kontrovers diskutiert. Wir nehmen unsere gesellschaftliche Verantwortung ernst: In engem Dialog mit Landwirten, Politikern und Verbrauchern erklären wir den Nutzen der verwendeten Verfahren sowie unserer Produkte und bemühen uns um eine verbesserte Akzeptanz der Pflanzenbiotechnologie.

Forschung und Entwicklung

  • Erweiterung unserer Kooperation mit Monsanto: Entwicklung ertragreicherer und stresstoleranter Weizenpflanzen
  • Kooperation mit Bayer CropScience: Entwicklung und Vermarktung von Hybrid-Reissaatgut
  • Kooperationen mit KWS Saat AG und CTC: Entwicklung von Zuckerrüben beziehungsweise Zuckerrohr mit gesteigertem Ertrag und höherer Trockentoleranz

Die BASF Plant Science kooperiert weltweit mit einer Vielzahl von Forschungsinstituten, Universitäten und Biotechnologieunternehmen. Zusammen mit Monsanto entwickeln wir seit 2007 ertragreichere und widerstandsfähigere Mais-, Soja-, Raps- und Baumwollpflanzen. 2010 haben wir diese Kooperation weiter ausgebaut und arbeiten nun auch gemeinsam an der Entwicklung ertragreicherer und stresstoleranter Weizenpflanzen. Die Markteinführung des weltweit ersten Mais, der Trockenheitsphasen ohne Ertragseinbußen übersteht, erwarten wir in Nordamerika im Jahr 2012. Ende 2010 haben wir eine Kooperation mit dem Unternehmen Bayer CropScience gestartet. Ziel dieser langfristigen Zusammenarbeit ist die Entwicklung und Vermarktung von Hybrid-Reissaatgut mit einem gegenüber herkömmlichem Saatgut bis zu 10 % gesteigerten Ertrag. Das erste Produkt aus dem Projekt soll Ende dieses Jahrzehnts auf den Markt kommen. Weitere Kooperationspartner sind die KWS Saat AG und das brasilianische Forschungszentrum CTC (Centro de Tecnologia Canavieira), mit denen wir gemeinsam Zuckerrüben beziehungsweise Zuckerrohr mit gesteigertem Ertrag und höherer Trockentoleranz entwickeln.

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