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Letzte Aktualisierung:
10. Mär. 2011
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Bestandteil des geprüften Konzernabschlusses beziehungsweise Konzernlageberichts

Exploration & Production

  • Umsatz auf Vorjahresniveau
  • Erdöl- und Erdgasproduktion wegen OPEC-Förderrestriktionen in Libyen leicht gesunken
  • Ergebnis preisbedingt signifikant gestiegen
  • Prognose 2011: Signifikantes Umsatzwachstum und kräftige Ergebnisverbesserung infolge höherer Preise und steigender Produktionsmengen

Der Umsatz mit Dritten lag mit 3.819 Millionen € auf dem Niveau des Vorjahres (2009: 3.847 Millionen €). Die Notierung für die Referenzrohölsorte Brent verbesserte sich im Jahresdurchschnitt 2010 gegenüber dem Vorjahr um rund 18 US$/Barrel auf etwa 80 US$/Barrel. Da zeitgleich der Kurs des US-Dollar gegenüber dem Euro stärker wurde, erhöhte sich der Rohölpreis auf Euro-Basis um circa 16 €/Barrel auf rund 60 €/Barrel. Die Erdöl- und Erdgasproduktion lag im Wesentlichen auf Grund einer Förderbeschränkung in unseren libyschen Onshore-Konzessionen mit 133 Millionen Barrel Öläquivalent (BOE) leicht unter dem Niveau des Vorjahres. In dieser Menge sind Anteile Dritter enthalten, die auf die Beteiligung von Gazprom an der deutschen Wintershall-Gesellschaft entfallen, die die libyschen Konzessionen 96 und 97 hält. Mengen aus dem westsibirischen Achimgaz-Projekt sind auf Grund gesetzlicher und vertraglicher Regelungen nicht enthalten.

Das Ergebnis der Betriebstätigkeit ist preisbedingt um 137 Millionen € auf 1.918 Millionen € gestiegen. Im Ergebnis sind 983 Millionen € nicht anrechenbare Ertragsteuern auf die Ölförderung in Libyen enthalten (2009: 870 Millionen €). Diese werden als Ertragsteuern ausgewiesen. Sonderbelastungen ergaben sich aus der Wertberichtigung von Öl- und Gaslizenzen in der Nordsee.

Für die Suche nach neuen Erdöl- und Erdgaslagerstätten wurden 2010 insgesamt 23 Aufschluss- und Erweiterungsbohrungen beendet, von denen 12 Bohrungen fündig wurden. Der Explorationsaufwand ist um 47 Millionen € auf 190 Millionen € gestiegen.

Die sicheren Erdöl- und Erdgasreserven sind gegenüber dem Jahresende 2009 um 1 % auf 1.123 Millionen BOE zurückgegangen. Die rechnerische Reichweite dieser Reserven, die sich auf den Wintershall-Anteil an der Förderung im Jahr 2010 und auf den Reservenbestand am Jahresende bezieht, beläuft sich auf 10 Jahre (2009: 10 Jahre). Die 2010 produzierten Mengen wurden zu 89 % ersetzt. In diesen Zahlen sind die Mengen des Achimgaz-Projektes wegen der zu Grunde liegenden Servicevereinbarung nicht enthalten.

Für 2011 rechnen wir im Arbeitsgebiet Exploration & Production mit einem signifikanten Umsatzwachstum und einer kräftigen Ergebnisverbesserung infolge höherer Preise und steigender Produktionsmengen.

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