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Letzte Aktualisierung:
10. Mär. 2011
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Bestandteil des geprüften Konzernabschlusses beziehungsweise Konzernlageberichts

Natural Gas Trading

  • Ausbau der Erdgasinfrastruktur in Deutschland und Europa gemeinsam mit Gazprom
  • Festigung der Marktposition in Deutschland und weiteres Wachstum im übrigen Europa

Deutsche Förderbetriebe der Wintershall versorgen sich mit eigenem Strom und Dampf

Technische Umrüstung mindert CO2-Ausstoß

Wert für die BASF

5 %

weniger Betriebskosten

Wert für die Umwelt

25 %

weniger CO2-Emissionen

Wert für die BASF

Durch technische Umrüstung (Kraft-Wärme-Kopplung) verwendet Wintershall künftig Restgas aus der Erdölförderung zur eigenen Stromerzeugung. Damit kann Wintershall ab 2011 sämtliche Betriebe in Deutschland autark mit Strom versorgen. Das spart 5 % der jährlichen Betriebskosten.


Wert für die Umwelt

Durch Kraft-Wärme-Kopplung nutzt Wintershall am Standort Emlichheim die bei der Stromerzeugung entstehende Abwärme zur Produktion von mehr als 100.000 Tonnen Wasserdampf im Jahr. Diese können dann wieder in der Ölförderung eingesetzt werden. So wird Energie doppelt genutzt und der Strombezug deutlich reduziert. Die dadurch eingesparten CO2-Emissionen entsprechen rund 25 % des Gesamtausstoßes der deutschen Förderbetriebe der Wintershall – ein Gewinn für die Umwelt.

Unsere gemeinsam mit Gazprom betriebenen Aktivitäten in Bezug auf Erdgashandel, -transport und -speicherung sind im Wesentlichen in der WINGAS-Gruppe zusammengefasst.

Gashandel: Wir vermarkten das aus verschiedenen Quellen bezogene Erdgas in Deutschland und anderen europäischen Ländern. Unseren Gasbedarf decken wir überwiegend im Rahmen langfristiger Bezugsverträge. Auf Grund ihrer wachsenden Bedeutung sind wir zunehmend auf internationalen Spothandelsmärkten aktiv.

Gastransport: Das Dritte Liberalisierungspaket der EU-Kommission ist am 3. September 2009 in Kraft getreten. Kernelement der darin enthaltenen Gasrichtlinie ist die Sicherstellung einer stärkeren Unabhängigkeit von Netz- und Speicherbereich. Um diese Gasrichtlinie umzusetzen, hat WINGAS 2010 das Eigentum am Gasfernleitungsnetz auf WINGAS TRANSPORT übertragen. Das über 2.000 Kilometer lange Leitungsnetz verbindet die Märkte Westeuropas mit einer Infrastruktur, die bis zu den Gasquellen in Sibirien reicht.

Seit 2010 gelten für WINGAS TRANSPORT die Rahmenbedingungen der sogenannten Anreizregulierung. Danach legt die Bundesnetzagentur kostenbasierte Erlösobergrenzen für den Erdgastransport fest.

Durch den Bau der Nord-Stream-Pipeline von Russland durch die Ostsee an die deutsche Küste und durch die damit verbundenen Onshore-Anschlussleitungen an das europäische Netz wird die Erdgasinfrastruktur in Europa entscheidend verstärkt. Anteilseigner der als Finanzanlage at Equity in den BASF-Gruppenabschluss einbezogenen Nord Stream AG – welche die Offshore-Pipeline baut und betreiben wird – sind neben Gazprom (51 %) auch E.ON Ruhrgas und Wintershall (je 15,5 %) sowie die N.V. Nederlandse Gasunie und GDF Suez (je 9 %).

Die Bauarbeiten an der bei Greifswald beginnenden Ostsee-Pipeline-Anbindungsleitung (OPAL) verlaufen planmäßig. Die 470 Kilometer lange Erdgas-Transitleitung wird eine Kapazität von mehr als 35 Milliarden Kubikmetern erreichen und im Herbst 2011 zeitgleich mit dem ersten Strang der Nord-Stream-Pipeline den Betrieb aufnehmen.

Für die zweite Anbindungsleitung, die Nordeuropäische Erdgasleitung (NEL), laufen derzeit die Genehmigungsverfahren; sie soll 2012 gemeinsam mit dem zweiten Strang der Nord-Stream-Pipeline in Betrieb gehen. Die Beteiligung der N.V. Nederlandse Gasunie (20 %) sowie der geplante Beitritt der belgischen Fluxys SA (19 %) unterstreichen die europäische Ausrichtung dieses Infrastrukturprojekts.

Gasspeicherung: Wichtige Bestandteile im Portfolio unseres Arbeitsgebiets Natural Gas Trading sind der größte Erdgasspeicher Westeuropas in Rehden/Niedersachsen sowie der Erdgasspeicher Haidach in Österreich. Unsere Wachstumsstrategie wird durch den weiteren Ausbau unserer Speicherkapazitäten gestützt. Die Bauarbeiten am Erdgasspeicher Jemgum in Norddeutschland schreiten zügig voran. Im Jahr 2010 hat sich die VNG-Verbundnetz Gas AG mit knapp 17 % an diesem Projekt beteiligt. Beim Erdgasspeicher Haidach ist die zweite Ausbaustufe nahezu fertiggestellt – die zusätzlichen Kapazitäten sollen ab April 2011 vermarktet werden.

Für 2011 ist die Gründung einer Speichergesellschaft geplant, um die Vorgaben der Gasrichtlinie des Dritten Liberalisierungspaketes auch in diesem Bereich zu erfüllen.

Wichtige Entwicklungen 2010

  • Gasrichtlinie des Dritten Liberalisierungspakets der EU-Kommission umgesetzt
  • Bauarbeiten an der Nord-Stream-Pipeline und der Ostsee-Pipeline-Anbindungsleitung verlaufen planmäßig
  • Bauarbeiten am Erdgasspeicher Jemgum in Norddeutschland schreiten zügig voran

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