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Letzte Aktualisierung:
10. Mär. 2011
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Bestandteil des geprüften Konzernabschlusses beziehungsweise Konzernlageberichts

Umwelt- und Sicherheitsmanagement

Umweltschutz und Sicherheit sind in unseren Unternehmensleitlinien festgelegt und damit wichtige Managementaufgaben der BASF. Mit unserem Responsible-Care-Managementsystem legen wir die Rahmenbedingungen für das Umsetzen unserer Selbstverpflichtungen fest. Oberstes Ziel ist es, Mitarbeiter und Nachbarn zu schützen und die Verfügbarkeit unserer Anlagen sicherzustellen.

Strategie und Managementsysteme

Responsible-Care-Managementsystem

  • RCMS bildet Rahmen für sichere Herstellung und sicheren Transport von Produkten und regelt Bedingungen für das Umsetzen unserer Selbstverpflichtungen
  • Neue Gruppenrichtlinie zu Arbeitssicherheit 2010 verabschiedet
  • Ereignisse werden erfasst und ausgewertet, um aus Fehlern zu lernen

Unser Responsible-Care-Managementsystem (RCMS) bildet unter anderem den Rahmen für Umweltschutz und Sicherheit bei der BASF. Darin legen wir mit klaren Regeln weltweit gültige Standards in diesen Themenfeldern fest. Verbindliche globale Richtlinien definieren Anforderungen, Verantwortlichkeiten und Bewertungsmethoden für die Umsetzung dieser Standards. Mit regelmäßigen Audits überprüfen wir unsere Leistung. Um uns weiterzuverbessern, setzen wir uns anspruchsvolle Umweltschutz- und Sicherheitsziele – über deren Stand wir regelmäßig berichten. Das RCMS definiert dazu Verfahren, wie wir den Fortschritt dieser Ziele messen. Im Jahr 2010 haben wir eine global gültige Gruppenrichtlinie zu Arbeitssicherheit verabschiedet. Daneben haben wir globale Mindestanforderungen für Arbeits- und Standortsicherheit definiert.

Wir arbeiten kontinuierlich daran, unser Umwelt- und Sicherheitsmanagementsystem zu verbessern. Dafür setzen wir auf präventive Maßnahmen und analysieren Schwachstellen von der Produktion bis zur Logistik mit möglichen Auswirkungen auf die Sicherheit unserer Mitarbeiter, die Umwelt oder unser Umfeld. Das globale Erfassen und Auswerten von Ereignissen hilft uns, systematisch aus Fehlern zu lernen. In Datenbanken werden alle Unfälle, Beinaheunfälle und weitere Ereignisse der Standorte sowie der Transportwege erfasst. Auch Ereignisse mit Leasing- und Kontraktorenmitarbeitern beziehen wir ein.

Wir fördern das Bewusstsein unserer Mitarbeiter für Umweltschutz und Sicherheit am Arbeitsplatz. Voraussetzung dafür ist der offene Dialog über Fehler und Herausforderungen, den wir unter anderem mit unserer globalen Sicherheitsinitiative unterstützen. Wir beziehen auch Informationen aus dem Dialog mit Stakeholdern ein, beispielsweise aus unserer Materialitätsanalyse, um unsere Umwelt- und Sicherheitssysteme weiterzuverbessern.

Unsere Sicherheitsarbeit wurde 2010 mehrfach extern anerkannt. In Sri Lanka erhielt BASF Lanka (Pvt) Ltd. im Rahmen der Verleihung der National Safety Awards eine Auszeichnung für den sichersten Arbeitsplatz in der branchenübergreifenden Kategorie kleiner Unternehmen. Die deutschen Zollbehörden haben der BASF SE für die Standorte Ludwigshafen und Limburgerhof 2010 bescheinigt, bei der Lieferung von Waren vom Hersteller bis zum Endverbraucher besonders vertrauenswürdig zu sein. Diese Zertifizierung ist die Grundlage für zollrechtliche Vereinfachungen, die unseren Unternehmensbereichen die schnelle und termingerechte Belieferung der Kunden erleichtert. Informationen mit Relevanz im Sinne des Global Compact
Mehr zu unseren Leitlinien unter Unsere vier strategischen Leitlinien

Mehr zu Standards für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz unter 
Unsere Werte und weltweite Standards
Verantwortung für Mitarbeiter – globale Standards

Audits

  • Regelmäßige Audits helfen, einheitlich hohe Standards für Umweltschutz, Sicherheit und Gesundheit sicherzustellen
  • Globale Richtlinie legt Anforderungen und Umsetzung von Audits fest
  • 97 Umwelt- und Sicherheitsaudits, 34 Audits zu Arbeitsmedizin und Gesundheitsschutz im Jahr 2010

Regelmäßige Audits helfen uns, einheitlich hohe Standards auf allen Gebieten von Umweltschutz, Sicherheit und Gesundheitsschutz innerhalb der BASF-Gruppe sicherzustellen. Die Anforderungen für die Prüfungen sind in unserer „Gruppenrichtlinie Responsible-Care-Audits“ festgeschrieben. Dazu gehört auch ein festgelegter Ablauf, wie wir vorgehen, wenn Standards nicht eingehalten werden. Bei der Auditierung eines Standorts oder eines Betriebs wird anhand von klar definierten Kriterien ein Umwelt- und Sicherheitsprofil erstellt. In einer Matrix stellen wir dar, ob die Sicherheits- und Umweltleistungen geeignet sind, mit dem vorhandenen Gefahrenpotenzial umzugehen. Sollte dies nicht der Fall sein, vereinbaren wir Maßnahmen, deren Umsetzung zeitnah mit Folgeaudits kontrolliert wird. Audits führen wir an BASF-Standorten und bei Unternehmen mit BASF-Mehrheitsbeteiligung durch.

2010 gab es in der BASF-Gruppe 97 Umwelt- und Sicherheitsaudits an 66 Standorten. Im Bereich Arbeitsmedizin und Gesundheitsschutz führte BASF Audits an 34 Standorten durch.

Unser internes Auditsystem entspricht den Standards externer Zertifizierungsverfahren ISO 19011 und OHSAS 18001. Weltweit sind 153 Produktionsstandorte der BASF nach ISO 14001 zertifiziert. 2010 haben wir in Ludwigshafen ein Zertifikat nach ISO 14001 für den Standort erhalten.

Kosten und Rückstellungen für Umweltschutz

  • 729 Millionen € Betriebskosten für Umweltschutz
  • 122 Millionen € in neue und verbesserte Umweltschutzanlagen und -einrichtungen investiert
  • 665 Millionen € für Beseitigung von Altlasten und Umweltschutzmaßnahmen zurückgestellt

Die Betriebskosten für Umweltschutz in der BASF-Gruppe lagen 2010 bei 729 Millionen € (2009: 669 Millionen €). In neue und verbesserte Umweltschutzanlagen und -einrichtungen investierte BASF zusätzlich 122 Millionen € (2009: 141 Millionen €); diese Investitionen umfassten sowohl nachsorgende als auch produktionsintegrierte Umweltschutzmaßnahmen.

Zum 31. Dezember 2010 waren 665 Millionen € für Umweltschutzmaßnahmen und die Beseitigung von Altlasten zurückgestellt (31. Dezember 2009: 598 Millionen €).

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