Allgemeine
Informationen
Letzte Aktualisierung:
10. Mär. 2011
Seitenende
Bestandteil des geprüften Konzernabschlusses beziehungsweise Konzernlageberichts

Transport- und Lagersicherheit

Ziel 2020

Weniger Transportunfälle

–70 %

Auf Basis des Jahres 2003 wollen wir die Rate der weltweiten Transportunfälle pro 10.000 Transporte um 70 % senken.

In unseren Richtlinien haben wir einheitliche Standards für den Transport und die Lagerung von chemischen Produkten in angemieteten Lagern festgelegt. Unsere Regeln und Maßnahmen für Transportsicherheit schließen Lieferung, Lagerung und Verteilung von Chemikalien zwischen allen BASF-Standorten, Zulieferern und Kunden ein. Unser globales Netzwerk für Transport- und Lagersicherheit haben wir 2010 in Russland und Südafrika ausgebaut und weltweit neue Schulungsmaßnahmen angeboten. Neben Standardschulungen zum Gefahrguttransport, die wir weltweit durchführen, nahmen beispielsweise in Ludwigshafen rund 300 Mitarbeiter aus Produktion und Logistik an einer speziellen praxisorientierten Gefahrgutschulung teil. Außerdem haben wir 2010 eine neue gruppenweite Richtlinie für den Umgang mit speziellen Kunststoffbehältern zum Transport von Flüssiggütern im Seecontainer – sogenannten „Flexitanks“ – verabschiedet.

Wenn es trotz aller Präventionsmaßnahmen zu einem Unfall kommt, leisten wir rasch Hilfe, und unsere Gefahrgutbeauftragten werten anschließend alle Informationen aus. Mehr als 100 unserer Mitarbeiter sind als Gefahrgutbeauftragte ausgebildet und in einem globalen Netzwerk organisiert. Auf Basis ihrer Berichte entwickeln wir Maßnahmen, um ähnliche Vorfälle künftig vermeiden zu können.

Die Zahl der Transportunfälle haben wir von 0,56 im Jahr 2003 auf 0,28 pro 10.000 Transporte gesenkt. Gegenüber dem Vorjahr stieg die Zahl leicht an (2009: 0,24). Produktaustritte bei Transporten werden separat erfasst und ausgewertet, um neue Maßnahmen abzuleiten.

Auch unsere Logistikdienstleister überprüfen wir regelmäßig hinsichtlich Sicherheit und Qualität. 2010 wurden weltweit rund 480 Unternehmen bewertet. Die Überprüfung der Unternehmen erfolgt vor Ort oder unter Nutzung anerkannter Instrumente wie dem Safety Quality Assessment System (SQAS) in Europa. Festgestellte Abweichungen zu unseren Standards werden mit den Logistikdienstleistern in Qualitäts- und Sicherheitsgesprächen erörtert und die erforderlichen Maßnahmen umgehend eingeleitet.

Wir unterstützen aktiv externe Netzwerke, die im Notfall schnell Informationen liefern und Hilfe leisten. Dazu gehört die „International Chemical Environmental“ (ICE)-Initiative und das deutsche Transport-Unfall-Informations- und Hilfeleistungssystem (TUIS), das von BASF koordiniert wird. TUIS haben wir 2010 auf Asien ausgeweitet und eine neue regionale Risikomatrix eingeführt, die ab 2011 umgesetzt wird. Darin sind für asiatische Länder, in denen BASF tätig ist, die Anforderungen an Notfallhilfe und Unfallinformationen festgelegt. Einschließlich der Einsätze für Dritte, hat BASF 2010 in rund 250 Fällen Hilfe geleistet. Anfang 2011 führte die Havarie eines Tankers zu einer mehrwöchigen Behinderung des Rheinschiffverkehrs. Experten der BASF unterstützten im Rahmen eines TUIS-Einsatzes die Bergung des verunglückten Tankschiffs.

Transportunfälle pro 10.000 Transporte
(Reduktion zu Basisjahr 2003: –50 %)

Transportunfälle pro 10.000 Transporte (Balkendiagramm)

1 Basisjahr

Seite zurück Seitenanfang Seite weiter