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10. Mär. 2011
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Wirtschaftliche Rahmenbedingungen
im Jahr 2011

Für das Jahr 2011 gehen wir von folgenden Rahmenbedingungen aus:

  • Erholung der Weltwirtschaft setzt sich fort, solides Wachstum (+3,3 %)
  • Schwächeres Wachstum in den Industrieländern (+2,2 %); Vorkrisenniveau wird größtenteils wieder erreicht
  • Verglichen mit dem Vorjahr kaum verändertes, eher schwaches Wachstum in Europa (+1,7 %)
  • Solides Wachstum in den USA (+2,9 %); starkes Wachstum in Asien (ohne Japan) (+7,4 %) und in Südamerika (+4,5 %); schwaches Wachstum in Japan (+1,1 %)
  • Wechselkurs durchschnittlich 1,35 US$ pro Euro
  • Ölpreis im Jahresdurchschnitt 90 US$/Barrel

Der kräftige weltwirtschaftliche Aufschwung im Jahr 2010 wurde durch massive staatliche Konjunkturprogramme und ein starkes Wachstum in Asien unterstützt. 2011 wird sich die Erholung der Weltwirtschaft fortsetzen. Notwendige Maßnahmen zur Konsolidierung der Staatsfinanzen in den Industrieländern dämpfen die Wachstumsdynamik. Im Jahresdurchschnitt erwarten wir 2011 ein solides Wachstum der Weltwirtschaft (+3,3 %). In den Industrieländern wird das Wachstum schwächer sein (+2,2 %); die Produktion wird aber größtenteils das Vorkrisenniveau wieder erreichen. Für 2011 gehen wir von einem durchschnittlichen Ölpreis von 90 US$/Barrel und einem Wechselkurs in Höhe von 1,35 US$ pro Euro aus. Da auf den Kapital- und Devisenmärkten weiterhin Unsicherheiten bestehen, erwarten wir im Jahresverlauf hohe Volatilitäten bei Wechselkursen.

Ausblick zum Bruttoinlandsprodukt 2011
(Reale Veränderung gegenüber Vorjahr)

Ausblick zum Bruttoinlandsprodukt 2011 (Balkendiagramm)

In Europa werden die Wachstumserwartungen für 2011 durch Programme zur Konsolidierung der Staatsfinanzen gedämpft. Der Binnenkonsum wird sich schwach entwickeln. Dagegen wird die Investitionsgüternachfrage zunehmen. Wir rechnen 2011 mit einem gegenüber dem Vorjahr kaum veränderten Wachstum (+1,7 %). In Deutschland wird das Wirtschaftswachstum abnehmen (+2,3 %) – Grund hierfür ist insbesondere das im Vorjahresvergleich schwächere Wachstum der Nettoexporte. Mit wenigen Ausnahmen werden die Mitgliedsländer der Europäischen Union positive Wachstumsraten erzielen. Erstmals nach der Krise wächst auch die europäische Bauwirtschaft wieder. Mittelfristig erwarten wir für die Europäische Union ein moderates durchschnittliches Wirtschaftswachstum (+1,9 %).

Trends Bruttoinlandsprodukt 2011–2013
(Reale jährliche Veränderung im Durchschnitt)

Trends Bruttoinlandsprodukt 2011–2013 (Balkendiagramm)

In den USA wird das Wirtschaftswachstum 2011 (+2,9 %) auf dem Niveau des Vorjahres liegen. Die gestiegene Arbeitslosigkeit und die durch die Finanzkrise verursachten Vermögensverluste bei großen Teilen der Bevölkerung dämpfen das Wachstum des privaten Konsums weiterhin. Auf Grund der hohen Staatsverschuldung und eines sehr geringen Zinsniveaus ist eine Stimulierung durch expansive Fiskal- oder Geldpolitik kaum mehr möglich. Dagegen wirken die zunehmende Investitionstätigkeit und steigende Nettoexporte als Wachstumstreiber. Mittelfristig erwarten wir in den USA eine nahezu gleichbleibende Wachstumsdynamik und ein solides Wachstum (+2,9 %).

Das Wirtschaftswachstum in Asien (ohne Japan) wird 2011 leicht an Dynamik verlieren (+7,4 %), da die wachstumsbeschleunigenden Konjunkturprogramme Chinas auslaufen. Durch eine weitere Aufwertung der chinesischen Währung wird sich das Importwachstum Chinas stabilisieren, die Exportkonjunktur dagegen abschwächen. Positive Impulse für die Region erwarten wir von der Binnennachfrage. Mittelfristig rechnen wir mit einem hohen jährlichen Wachstum des regionalen Bruttoinlandsprodukts (+7,1 %), das insbesondere vom starken Wachstum der Industrieproduktion bestimmt wird.

In Japan wird das Wirtschaftswachstum im Jahr 2011 wieder zurückgehen (+1,1 %). Auf Grund der sinkenden weltwirtschaftlichen Dynamik und infolge eines relativ starken japanischen Yen wird das Exportwachstum schwächer ausfallen als im Vorjahr. Neben der generellen Konsumzurückhaltung der japanischen Verbraucher wird die Beendigung der staatlichen Konjunkturprogramme dazu beitragen, dass sich die Wachstumsrate normalisiert. Mittelfristig erwarten wir ein moderates jährliches Wachstum (+1,5 %).

Auch in Südamerika wird das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts 2011 schwächer sein als im Vorjahr. Dennoch wächst die Region deutlich (+4,5 %), vor allem auf Grund der steigenden Binnennachfrage und der zunehmenden Rohstoffexporte. Mittelfristig rechnen wir mit einem robusten jährlichen Wirtschaftswachstum (+3,8 %).

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