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10. Mär. 2011
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11 – Kapitalflussrechnung und Kapitalstrukturmanagement

Ergänzende Angaben zum Cashflow

In den Cashflows aus Finanzierungstätigkeit und laufender Geschäftstätigkeit wurde 2010 eine Ausweisänderung vorgenommen. Zur Finanzierung des Geschäfts in Nordamerika werden im Rahmen von Sicherungsgeschäften mit Banken Euro in US-Dollar getauscht. Bei der regelmäßigen Verlängerung dieser Geschäfte ergeben sich durch die Entwicklung des US-Dollar-Kurses Zuflüsse oder Abflüsse in Euro. Diese Zahlungen waren bis 2009 Bestandteil des Cashflows aus laufender Geschäftstätigkeit und werden nunmehr im Posten Veränderung Finanzverbindlichkeiten im Cashflow aus Finanzierungstätigkeit ausgewiesen.

Die Ausweisänderung wurde wegen der nachhaltig gestiegenen Volatilität an den Devisenmärkten vorgenommen. Mit dem Ausweis von Währungseffekten bei Finanzverbindlichkeiten im Cashflow aus Finanzierungstätigkeit wird die Transparenz in der Kapitalflussrechnung erhöht.

Im Rahmen dieser Ausweisänderung wurden die Werte des Vorjahres entsprechend angepasst. Dadurch vermindert sich der Ausweis des Cashflows aus laufender Geschäftstätigkeit um 577 Millionen € zu Gunsten des Cashflows aus Finanzierungstätigkeit. Der Effekt im Jahr 2010 beläuft sich auf 382 Millionen €, um die sich der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit im Vergleich zur bisherigen Zuordnung verbesserte.

Im Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit sind folgende Zahlungen enthalten:

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Millionen €

2010

2009

Ertragsteuerzahlungen

2.051

1.650

Zinszahlungen

639

522

Erhaltene Dividenden

75

93

Die Zinszahlungen beinhalten 106 Millionen € (2009: 98 Millionen €) erhaltene und 745 Millionen € (2009: 620 Millionen €) gezahlte Zinsen.

Kapitalstrukturmanagement

Ziel des Kapitalstrukturmanagements ist es, finanzwirtschaftlich hinreichend flexibel zu bleiben, um das Geschäftsportfolio kontinuierlich weiterentwickeln und strategische Optionen wahrnehmen zu können. Ziele der Finanzierungspolitik sind die Sicherung der Liquidität, die Begrenzung finanzwirtschaftlicher Risiken sowie die Optimierung der Kapitalkosten durch eine adäquate Kapitalstruktur. Die Ausgestaltung der Kapitalstruktur orientiert sich am operativen Geschäft und an der strategischen Ausrichtung des Unternehmens.

Das Kapitalstrukturmanagement der BASF folgt der bilanziellen Eigenkapitaldefinition. Die Kapitalstruktur wird im Rahmen der Finanzplanung unter Berücksichtigung ausgewählter Finanzkennzahlen gesteuert. Das bilanzielle Eigenkapital der BASF betrug zum 31. Dezember 2010 22.657 Millionen € und zum 31. Dezember 2009 18.609 Millionen €, die Eigenkapitalquote belief sich am 31. Dezember 2010 auf 38,1 % nach 36,3 % zum 31. Dezember 2009.

Fremdkapital nimmt BASF bevorzugt über Kapitalmärkte auf. Zur kurzfristigen Finanzierung wird ein Commercial-Paper-Programm genutzt, während zur mittel- und langfristigen Finanzierung Unternehmensanleihen, die in Euro und anderen Währungen mit unterschiedlichen Laufzeiten begeben werden, zum Einsatz kommen. Dadurch wird ein ausgewogenes Fälligkeitsprofil und eine Diversifikation der Investoren erreicht.

BASF verfügt derzeit über folgende Ratings:

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31.12.2010

 

31.12.2009

 

Moody’s

Standard & Poor’s

 

Moody’s

Standard & Poor’s

Langfristige Finanzschulden

A1

A

 

A1

A+

Kurzfristige Finanzschulden

P-1

A-1

 

P-1

A-1

Ausblick

negativ

stabil

 

stabil

negativ

Moody’s hat das langfristige Rating im November 2010 mit A1 bestätigt, jedoch mit einem negativen Ausblick versehen. Nach der Bekanntgabe der Akquisition von Cognis im Juni 2010 hat Standard & Poor’s das langfristige Rating der BASF um eine Stufe auf „A“ gesenkt, der Ausblick wurde heraufgesetzt auf stabil. Das kurzfristige Rating der BASF haben beide Agenturen bestätigt.

BASF strebt weiterhin ein solides A-Rating an, das einen uneingeschränkten Kapitalmarktzugang gewährleistet.