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1. März 2012
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Brief des Vorstandsvorsitzenden

Sehr geehrte Aktionärin,
sehr geehrter Aktionär,

vor einem Jahr haben wir für 2011 ein moderates Wachstum der Weltwirtschaft bei einer deutlich höheren Volatilität prognostiziert. Dies ist eingetreten: Das globale Bruttoinlandsprodukt wuchs 2011 mit noch 2,7 % nach 3,9 % im Jahr 2010, das Wachstum der weltweiten Chemieproduktion (ohne Pharma) ging von 9,3 % auf 4,8 % zurück. Vor allem aber haben Ereignisse unser Geschäft beeinflusst, die vor einem Jahr noch nicht absehbar waren. Die Naturkatastrophe in Japan hat die Welt erschüttert, und in Deutschland wurde die Energiewende eingeläutet. In Libyen mussten wir unsere Ölproduktion von Februar bis Oktober 2011 einstellen. Die Staatsschuldenkrise in Europa hat dazu beigetragen, dass auf den Wachstumssprung im ersten Halbjahr eine deutliche Abschwächung in der zweiten Jahreshälfte folgte.

Dr. Kurt Bock, Vorsitzender des Vorstands, BASF SE (Foto)
Dividende

2,50 €
(+13,6 %)

 

Wir stehen zu unserer anspruchsvollen Dividendenpolitik und schlagen eine Dividende von 2,50 € pro Aktie vor – eine Steigerung von 13,6 % gegenüber dem Vorjahr.

Dennoch haben wir bei Umsatz und Ergebnis die Spitzenwerte von 2010 deutlich übertroffen und so wiederum eine hohe Prämie auf die Kapitalkosten verdient. Das BASF-Team hat einmal mehr gezeigt, was in ihm steckt. Dafür danke ich allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ganz herzlich.

Wir haben 2011 eine ganze Reihe wichtiger Projekte erfolgreich umgesetzt. Der erste Strang der Nord-Stream-Pipeline und die zweite Ausbaustufe unseres Verbundstandorts in Nanjing wurden in Betrieb genommen. Cognis wurde erfolgreich in die BASF integriert. Wir bauen unser Portfolio weiter um – mit der Einbringung unseres Styrolkunststoffgeschäfts in das Joint Venture Styrolution sowie mit einem Vertrag über den Verkauf unseres Düngemittelgeschäfts. Vor allem haben wir auch weiter die Grundlagen für künftiges ertragreiches Wachstum gelegt, indem wir die Ausgaben für Forschung und Entwicklung um 7,6 % auf 1,6 Milliarden € erhöht haben.

Ehrgeizige Ziele erreicht

„Wir werden Nachhaltigkeit noch stärker als bisher in unser Geschäft integrieren. Innovation ist der Schlüssel dazu.“

Trotz deutlich gestiegener Rohstoffkosten konnten wir das Ergebnis steigern, weil wir unverändert daran arbeiten, Kosten zu senken und unsere Produktivität und unsere internen Prozesse zu verbessern. Unser erfolgreich abgeschlossenes Exzellenzprogramm NEXT steht für dieses Streben nach operativer Exzellenz. Jetzt haben wir das Programm STEP gestartet, das bis Ende 2015 erneut jährlich rund 1 Milliarde € zum Ergebnis beisteuern soll. Mit wichtigen Kunden haben wir weitere gemeinsame Entwicklungsprojekte begonnen. Sie zeigen die Innovationskraft der BASF. Ein Beispiel ist das Konzeptfahrzeug smart forvision, das Daimler und BASF entwickelt haben, um Elektrofahrzeuge bezahlbar, umweltfreundlich und sicher zu machen.

An Sie, unsere Aktionäre, haben wir 2011 mit 2,20 € eine neue Rekorddividende gezahlt. Wir schlagen der Hauptversammlung Ende April 2012 vor, die Dividende um 13,6 % auf 2,50 € zu erhöhen, was einer Dividendenrendite von 4,64 % entspricht. Dieser Anstieg belegt auch die nochmals verbesserte Finanzkraft der BASF.

2012 erwarten wir in Summe ein Wachstum der Weltwirtschaft auf Vorjahresniveau. Hohe Rohstoffkosten und Unsicherheiten auf den Finanzmärkten dämpfen die Aussichten und erschweren eine Prognose. Positive Impulse für die Chemieindustrie werden vor allem aus den Schwellenländern kommen. Wir streben an, den Absatz zu steigern sowie bei Umsatz und Ergebnis der Betriebstätigkeit die Spitzenwerte des Jahres 2011 zu übertreffen. Die Ergebnisentwicklung wird durch unsere bereits wieder aufgenommene Erdölproduktion in Libyen sowie durch steigende Mengen im Chemiegeschäft gestützt.

Erfolgreiche Strategie weiterentwickelt

Seit Mai 2011 gehören Margret Suckale und Michael Heinz dem Vorstand an. Ende November hat das neue Vorstandsteam die weiterentwickelte „We create chemistry“-Strategie vorgestellt. Sie zeigt, wie wir die langfristigen Chancen unserer Märkte nutzen wollen, um weiterhin stärker als die Chemieproduktion zu wachsen und vor allem um unsere Ertragskraft weiter zu verbessern. Auch für den Umwelt- und Klimaschutz haben wir uns noch anspruchsvollere Ziele gesetzt. Wir sind überzeugt, dass wir mit diesen Weichenstellungen auch in einem volatilen Umfeld auf dem richtigen Weg sind. Dabei sprechen unsere Orientierung an langfristigen Trends und unsere Stärken für uns.

Das starke globale Bevölkerungswachstum verlangt neue nachhaltige Lösungen und bietet Chancen gerade für die Chemie, beispielsweise auf den Gebieten Rohstoffe, Umwelt und Klima; Nahrungsmittel und Ernährung sowie Lebensqualität. Deshalb werden wir Nachhaltigkeit noch stärker als bisher in unser Geschäft integrieren. Innovation ist der Schlüssel dazu. Künftig gilt es, unsere Innovationskraft, unsere Marktkenntnisse und unsere Kundenbeziehungen noch enger miteinander zu verbinden. So schaffen wir Wert als ein Unternehmen und erschließen neue Wachstumschancen. Denn kein anderes Chemieunternehmen hat eine so breite Technologiebasis und einen so umfassenden Zugang zu Kundenbranchen.

Unser Erfolg ist davon abhängig, wie wir miteinander, mit unseren Partnern und der Gesellschaft umgehen. Dabei setzen wir auf die Kompetenz und die Einsatzbereitschaft jedes einzelnen Mitarbeiters. Als Richtschnur für unser Verhalten haben wir Werte formuliert: Wir verhalten uns kreativ, offen, verantwortungsvoll und unternehmerisch. Unsere Werte sind entscheidend, wenn wir unseren Unternehmenszweck erfüllen wollen: We create chemistry for a sustainable future.

Ich freue mich, mit Ihnen diesen Weg zu gehen, und danke Ihnen, dass Sie der BASF Ihr Vertrauen schenken.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Kurt Bock
Vorsitzender des Vorstands BASF SE