✓ geprüft

2.3 – Akquisitionen und Devestitionen

Akquisitionen

Folgende Aktivitäten wurden von BASF im Jahr 2012 erworben:

  • Am 13. Februar 2012 erwarb BASF die Ovonic Battery Company mit Sitz in Rochester Hills/Michigan. Ovonic ist Lizenzgeber für Nickel-Metallhydrid(NiMH)-Batterietechnologien und in der Produktion von Kathodenmaterial (CAM) für Batterien tätig. Ferner betreibt das Unternehmen eine Forschungsstätte für Batteriematerialien in Troy/Michigan. Ovonic besitzt im Bereich der NiMH-Technologie weltweit zahlreiche Patente und Patentanmeldungen. Das Unternehmen wurde in die neu gegründete globale Geschäftseinheit Batteriematerialien, die Teil des Unternehmensbereichs Catalysts ist, eingegliedert.
  • Mit Wirkung zum 29. Februar 2012 akquirierte BASF das Geschäft mit Polyethylenterephthalat(PET)-Schaumstoffen von B.C. Foam S.p.A., Volpiano/Italien. Der Erwerb umfasst Produktionsanlagen und gewerbliche Schutzrechte. PET-Schäume kommen vorrangig in Rotorblättern von Windturbinen zum Einsatz. Darüber hinaus werden hochwertige PET-Schaumstoffplatten in der Automobil- und Luftfahrtindustrie sowie im Schiffsbau nachgefragt. Das erworbene Geschäft wurde dem Unternehmensbereich Performance Polymers zugeordnet.
  • Am 25. April 2012 übernahm BASF von Novolyte Technologies LP, Cleveland/Ohio, das Geschäft im Bereich Energiespeicherung mit Schwerpunkten bei der Entwicklung, Herstellung und Vermarktung von hochleistungsfähigen Elektrolyt-Formulierungen für Lithium-Ionen-Batterien, das bei BASF als Teil der Geschäftseinheit Batteriematerialien fortgeführt wird. Außerdem erwarb BASF von Novolyte Holdings LP das Geschäft mit Veredelungsmaterialien. Diese Aktivitäten wurden dem Unternehmensbereich Intermediates zugeordnet. Im Zuge der Übernahme führt BASF ein Joint Venture in Nantong/China fort, das Novolyte gemeinsam mit dem koreanischen Partner Foosung Co., Ltd. betrieb. Foosung ist ein weltweit tätiger Hersteller des hochreinen Spezialsalzes Lithiumhexafluorophosphat (LiPF6), das für die Produktion von Elektrolyten für Lithium-Ionen-Batterien benötigt wird. Diese Elektrolyte sind wichtige Komponenten im schnell wachsenden Markt für Lithium-Ionen-Batterien für Automobil-, Verbraucher- und Industrieanwendungen.
  • Zum 2. Mai 2012 schloss BASF den Erwerb des Polyamid-Polymer-Geschäfts der Mazzaferro-Gruppe, Brasilien, ab. Die Transaktion umfasst den Standort und die Produktionsanlagen für das Polyamid-6-Portfolio sowie Compounds für technische Kunststoffe in São Bernardo do Campo. BASF integrierte die erworbenen Aktivitäten in ihr bestehendes Geschäft mit technischen Kunststoffen und Polyamid-Polymeren des Unternehmensbereichs Performance Polymers. Die Werkstoffe werden vor allem in Automobil- und Elektroanwendungen eingesetzt.
  • Am 8. Mai 2012 erwarb BASF die Equateq Ltd., Callanish/Großbritannien, einen Hersteller von hochkonzentrierten Omega-3-Fettsäuren. Mit der Übernahme erweitert BASF ihr Portfolio an Omega-3-Produkten für die Pharma- und Nahrungsergänzungsmittelindustrie des Unternehmensbereichs Nutrition & Health. Die von Equateq entwickelte Technologie ermöglicht eine flexible Formulierung von Omega-3-Fettsäuren mit außergewöhnlich hoher Reinheit.
  • Am 1. Juli 2012 übernahm BASF das Geschäft der ITWC, Inc., Malcom/Iowa. Die Transaktion umfasst insbesondere Gießelastomersysteme und Polyesterpolyole, ergänzt das BASF-Angebot an Polyurethanprodukten, -systemen und -spezialitäten in Nordamerika und wurde dem Unternehmensbereich Polyurethanes zugeordnet. Typische Anwendungsgebiete für Gießelastomere sind Rollen und Räder für den industriellen Einsatz im innerbetrieblichen Transport, in Förderbändern und Flaschenzügen.
  • Mit Wirkung zum 21. November 2012 akquirierte BASF die Becker Underwood Gruppe mit Sitz in Ames/Iowa. Becker Underwood zählt zu den weltweit führenden Anbietern von Technologien zur biologischen Saatgutbehandlung, Pigmenten und Polymeren für die Saatgutbehandlung sowie von Produkten für die Anwendungsfelder biologischer Pflanzenschutz, Gartenbau, Tierernährung und Landschaftsgestaltung. Das Unternehmen produziert an zehn Standorten weltweit und beschäftigt 479 Mitarbeiter. Die Aktivitäten von Becker Underwood werden überwiegend in die neu geschaffene globale Geschäftseinheit Functional Crop Care integriert und damit Teil des Unternehmensbereichs Crop Protection. In dieser neuen Einheit bündelt die BASF ihre bestehenden Forschungs-, Entwicklungs- und Marketingaktivitäten auf den Gebieten Saatgutbehandlung, biologischer Pflanzenschutz, Pflanzengesundheit sowie Wasser- und Nährstoffmanagement mit den Aktivitäten von Becker Underwood. Das Tierernährungsgeschäft von Becker Underwood wird in den Unternehmensbereich Nutrition & Health integriert. Der Kaufpreis für die am Übernahmetag gehaltenen Anteile betrug umgerechnet 748 Millionen €.

Die folgende Übersicht gibt die vorläufigen Buch- und beizulegenden Zeitwerte der durch die Akquisition von Becker Underwood erworbenen Vermögenswerte und Schulden zum 21. November 2012 wieder.

  Download (xls, 20 kB)

Vorläufige Kaufpreisallokation der Akquisition der Becker Underwood im Jahr 2012 (Millionen €)

 

Historische Buchwerte

Anpassungen an beizulegende Zeitwerte

Zeitwerte zum Erwerbs-
zeitpunkt

Langfristiges Vermögen

158

243

401

Sachanlagen

24

6

30

Geschäfts- oder Firmenwert

60

–60

Übriges immaterielles Vermögen

55

252

307

Finanzanlagen und übriges langfristiges Vermögen

19

45

64

 

 

 

 

Kurzfristiges Vermögen

108

6

114

Vorräte

27

6

33

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

53

53

Kassen-/Bankbestand

10

10

Übriges kurzfristiges Vermögen

18

18

Vermögen

266

249

515

 

 

 

 

Langfristiges Fremdkapital

19

117

136

Latente Steuerschulden

17

117

134

Übrige Verbindlichkeiten

2

2

 

 

 

 

Kurzfristiges Fremdkapital

130

130

Finanzschulden

86

86

Übrige Verbindlichkeiten

44

44

Fremdkapital

149

117

266

 

 

 

 

Nettovermögen

117

132

249

Geschäfts- oder Firmenwert

 

 

499

 

 

 

 

Gesamtkaufpreis

 

 

748

Der Geschäfts- und Firmenwert repräsentiert die bei der Kaufpreisallokation nicht separierbaren Werte. Es handelt sich im Wesentlichen um das Know-how der Mitarbeiter und Synergien aus der Integration der erworbenen Geschäfte sowie in geringerem Umfang der Zusammenlegung funktionaler Einheiten. Zum Umsatz des Geschäftsjahres 2012 trug Becker Underwood mit 19 Millionen € und zum Jahresüberschuss nach Anteilen anderer Gesellschafter mit unter 1 Million € bei. Die Kaufpreisallokation der Becker Underwood ist insgesamt als vorläufig anzusehen. Nach IFRS kann die Kaufpreisaufteilung innerhalb eines Jahres nach dem Übernahmezeitpunkt angepasst werden.

  • Am 5. Dezember 2012 unterbreitete BASF den Aktionären der Pronova BioPharma ASA, Lysaker/Norwegen, ein öffentliches Angebot zur Übernahme aller Anteile gegen Barzahlung von 12,50 NOK pro Aktie. Bis zum Ende der verlängerten Angebotsfrist am 18. Januar 2013 wurden BASF zum erhöhten Angebotspreis von 13,50 NOK pro Aktie 97,7 % aller Anteile angedient. Die verbliebenen Aktien wurden im Verfahren zum Ausschluss von Minderheitsaktionären mit den zuvor angedienten Anteilen am 31. Januar 2013 erworben und die Akquisition abgeschlossen. Der Gesamtkaufpreis betrug umgerechnet 526 Millionen €. Einschließlich der Nettofinanzverbindlichkeiten ergibt sich für Pronova ein Unternehmenswert von umgerechnet 672 Millionen €.

Im Jahr 2011 akquirierte BASF die folgenden Geschäfte:

  • Am 16. August 2011 schloss BASF die Akquisition der inge watertechnologies AG und der inge GmbH, Greifenberg, eines Spezialisten für Ultrafiltrationstechnologie, ab. Mit dieser Akquisition erhielt BASF Zugang zur Technologie und zum Markt für Ultrafiltration, eine Methode zur Aufbereitung von Trinkwasser, Prozesswasser, Abwasser und Meerwasser mit Hilfe von speziellen Multibore® Membranen.
  • Im Oktober 2011 gründete BASF mit Ji’Ning Hock Mining & Engineering Equipment Company Limited (Hock) die BASF Hock Mining Chemical (China) Company Limited (BASF Hock). BASF hält an BASF Hock eine Mehrheitsbeteiligung von 75 %. Im Dezember 2011 erwarb die Gesellschaft von Hock deren Geschäftsaktivitäten im Bereich der chemischen Injektions- und Hohlraumverfüllungsprodukte für den Kohlebergbau und andere Anwendungen im Untertagebau.
  • Ferner wurde am 25. November 2011 der Erwerb einer Beteiligung von 50 % an Zandvliet Power N.V. abgeschlossen. Die Gesellschaft ist ein Gemeinschaftsunternehmen mit dem belgischen Unternehmen Electrabel und betreibt das Gas- und Dampfturbinenkraftwerk am BASF-Standort in Antwerpen/Belgien.

Die folgende Übersicht zeigt die Auswirkungen der vorläufigen Kaufpreisallokationen der in den Jahren 2012 und 2011 getätigten Akquisitionen zum jeweiligen Erwerbszeitpunkt.

  Download (xls, 20 kB)

Auswirkung der Akquisitionen im Erwerbsjahr

 

2012

 

2011

 

Millionen €

%

 

Millionen €

%

Langfristige Vermögenswerte

1.259

3,5

 

213

0,6

Geschäfts- oder Firmenwert

586

9,2

 

50

0,8

Übrige immaterielle Vermögenswerte

487

8,3

 

91

1,5

Sachanlagen

106

0,6

 

66

0,4

Finanzanlagen

70

2,4

 

Übriges Vermögen

10

0,2

 

6

0,4

Kurzfristige Vermögenswerte

167

0,6

 

23

0,1

davon Zahlungsmittel und -äquivalente

12

0,7

 

1

0,1

Vermögen

1.426

2,2

 

236

0,4

 

 

 

 

 

 

Eigenkapital

4

.

 

10

.

Langfristiges Fremdkapital

211

1,0

 

56

0,3

davon Finanzschulden

 

Kurzfristiges Fremdkapital

156

0,9

 

21

0,1

davon Finanzschulden

86

2,0

 

Kapital

371

0,6

 

87

0,1

Auszahlungen für Akquisitionen

1.055

 

 

149

 

Zur Veräußerung gehaltene Gruppen von Vermögenswerten und Schulden

  • Am 14. November 2012 schlossen BASF und Gazprom eine Vereinbarung zum Tausch von wertgleichen Unternehmensteilen. Vorbehaltlich der Zustimmung der zuständigen Behörden soll die Transaktion zum Jahresende 2013 mit wirtschaftlicher Rückwirkung zum 1. April 2013 vollzogen werden. Die Vereinbarung sieht vor, dass BASF 25 % plus einen Anteil an den Blöcken IV und V der Achimov-Formation des Urengoi-Erdgas- und Kondensatfeldes in Westsibirien erhält, verbunden mit der Möglichkeit, den Anteil zukünftig aufzustocken. Die Blöcke IV und V verfügen gemäß Entwicklungsplan insgesamt über Kohlenwasserstoffvorkommen in Höhe von 274 Milliarden Kubikmeter Erdgas und 74 Millionen Tonnen Kondensat. Auf dem Plateau sollen aus den beiden Blöcken insgesamt mindestens 8 Milliarden Kubikmeter Gas pro Jahr gefördert werden. Der Start der Produktion ist für das Jahr 2016 vorgesehen. Im Gegenzug wird BASF ihren Anteil am gemeinsam betriebenen Erdgashandels- und Speichergeschäft an den Partner Gazprom übertragen. Hierzu zählen die 50-%-Beteiligungen an den Erdgashandelsgesellschaften WINGAS GmbH und Wintershall Erdgas Handelshaus GmbH & Co. KG einschließlich deren Tochtergesellschaften sowie der Beteiligungen an den Erdgasspeichern Rehden und Jemgum/Deutschland sowie Haidach/Österreich. Gazprom wird zudem mit 50 % an der Wintershall Noordzee B.V. beteiligt, die in der Erdöl- und Erdgassuche sowie -förderung in der südlichen Nordsee (Niederlande, Großbritannien, Dänemark) tätig ist. Die Vermögenswerte und Schulden der hinzugebenden Aktivitäten wurden zum Jahresende 2012 in eine Veräußerungsgruppe umgegliedert.

Die Werte der Veräußerungsgruppe sind in der folgenden Tabelle dargestellt:

  Download (xls, 18 kB)

Veräußerungsgruppe Gashandelsgeschäft (Millionen €)

 

31.12.2012

Immaterielles Vermögen

92

Sachanlagen

983

Vorräte

692

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

1.457

Positive Marktwerte von Derivaten

39

Übrige Forderungen und sonstiges Vermögen

140

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

14

Vermögen der Veräußerungsgruppe

3.417

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

21

Sonstige Rückstellungen

523

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

1.402

Negative Marktwerte von Derivaten

45

Übrige Verbindlichkeiten

241

Schulden der Veräußerungsgruppe

2.232

Reinvermögen

1.185

Im Jahr 2012 leisteten die der Veräußerungsgruppe Gashandelsgeschäft zugeordneten Gesellschaften einen Beitrag zum Umsatz der BASF-Gruppe in Höhe von 11.385 Millionen €.

Devestitionen

Folgende Aktivitäten wurden von BASF im Jahr 2012 veräußert:

  • BASF veräußerte am 31. Januar 2012 ihren Anteil von 50 % am Gemeinschaftsunternehmen PEC-Rhin S.A., Ottmarsheim/Frankreich, an den Joint-Venture-Partner GPN, Courbevoie/Frankreich. PEC-Rhin besitzt und betreibt Anlagen zur Herstellung von KAS/AN-Düngemitteln (Kalkammonsalpeter/Ammoniumnitrat) sowie zur Herstellung der Zwischenprodukte Ammoniak und Salpetersäure. Zum Verkaufszeitpunkt wurde das als Teil der Veräußerungsgruppe Düngemittelgeschäft ausgewiesene Nettovermögen entkonsolidiert. Die nachfolgende Tabelle zeigt die Ermittlung des Abgangsergebnisses aus der Veräußerung des Anteils an PEC-Rhin:
  Download (xls, 18 kB)

Gewinnrealisierung aus der Entkonsolidierung PEC-Rhin (Millionen €)

1

Die Vermögenswerte und Schulden des Düngemittelgeschäfts wurden zum 31. Dezember 2011 als Teil der Veräußerungsgruppe separat ausgewiesen.

Verkaufspreis

34

Abgehendes Reinvermögen als Teil der Veräußerungsgruppe 1

–13

Auflebende Forderungen und Verbindlichkeiten, realisierte Zwischengewinne

4

Abgangsergebnis

25

  • Am 31. März 2012 wurde der Verkauf der Düngemittelaktivitäten in Antwerpen/Belgien an EuroChem, Moskau/Russland, der bereits am 27. September 2011 vereinbart worden war, nach Zustimmung der Kartellbehörden abgeschlossen. Der Verkauf umfasst Anlagen zur Herstellung von KAS/AN- Düngemitteln (Kalkammonsalpeter/Ammoniumnitrat), NPK-Düngemitteln (Stickstoff-Phosphat-Kali) und Nitrophosphorsäure sowie drei zugehörige Salpetersäure-Anlagen. 330 Mitarbeiter sind mit dem Verkauf übergetreten. Die nachfolgende Tabelle zeigt die bei BASF auf Grund des Verkaufs an EuroChem abgegangenen Vermögenswerte und Schulden zum Abgangszeitpunkt:
  Download (xls, 18 kB)

Veräußerungsgruppe Düngemittelaktivitäten (ohne PEC-Rhin) zum Abgangszeitpunkt (Millionen €)

1

Die Vermögenswerte und Schulden des Düngemittelgeschäfts wurden zum 31. Dezember 2011 als Teil der Veräußerungsgruppe separat ausgewiesen.

Abgehendes Vermögen als Teil der Veräußerungsgruppe 1

237

Abgehende Schulden als Teil der Veräußerungsgruppe 1

–33

Reinvermögen

204

BASF erhielt einen Verkaufspreis in Höhe von 670 Millionen €. Zusätzlich wird EuroChem Ausgleichszahlungen von insgesamt 175 Millionen € in den Jahren 2012 bis 2016 an BASF leisten. Der beizulegende Zeitwert des Ausgleichsanspruchs betrug zum Abgangszeitpunkt 162 Millionen €.

Neben den in der Veräußerungsgruppe dargestellten abgehenden Vermögenswerten und Schulden sind sonstige Effekte aus vertraglichen Anpassungsklauseln und Aufwendungen im Zusammenhang mit der Devestition entstanden, die das Abgangsergebnis reduzieren. Das gesamte Düngemittelgeschäft wurde in der Segmentberichterstattung unter Sonstige geführt. Die folgende Übersicht zeigt die einzelnen Komponenten zur Ermittlung des Abgangsergebnisses:

  Download (xls, 18 kB)

Gewinnrealisierung aus dem Verkauf der Düngemittelaktivitäten (ohne PEC-Rhin) (Millionen €)

1

Die Vermögenswerte und Schulden des Düngemittelgeschäfts wurden zum 31. Dezember 2011 als Teil der Veräußerungsgruppe separat ausgewiesen.

Verkaufspreis

670

Ausgleichsanspruch

162

Abgehendes Reinvermögen als Teil der Veräußerungsgruppe 1

–204

Sonstige Effekte der Devestition

–8

Abgangsergebnis

620

  • Am 30. August 2012 schloss BASF den am 15. März 2012 angekündigten Verkauf des Offset-Druckfarbengeschäfts (IMEX) an Quantum Kapital AG, St. Gallen/Schweiz, ab. Die Devestition umfasst alle Offset-Druckfarben-Aktivitäten sowie die Übernahme aller dem Geschäft zugeordneten Mitarbeiter am Standort Maastricht/Niederlande. Das Geschäft war dem Unternehmensbereich Dispersions & Pigments zugeordnet.
  • Zum 30. November 2012 wurde die Devestition des Bautenanstrichmittel-Geschäfts der Relius Coatings GmbH & Co. KG, Oldenburg, und der Beteiligung an der Relius France S.A.S., Ostwald/Frankreich, abgeschlossen. Das Geschäft war dem Unternehmensbereich Coatings zugeordnet. Der Käufer PROSOL Lacke + Farben GmbH, Aschaffenburg, übernahm den Standort Memmingen und rund 30 Vertriebsstützpunkte in Deutschland und Frankreich.
  • Mit Wirkung zum 19. Dezember 2012 veräußerte BASF ihr Geschäft mit Härtungsmitteln der Marke Capcure® an Gabriel Performance Products LLC, Ashtabula/Ohio. Das Geschäft war dem Unternehmensbereich Dispersions & Pigments zugeordnet.

Folgende Aktivitäten wurden von BASF im Jahr 2011 veräußert:

  • Am 1. April 2011 verkaufte N.E. Chemcat Corporation, Tokio/Japan, ein BASF-Gemeinschaftsunternehmen mit Sumitomo Metal Mining, das Geschäft für Chemikalien zur Oberflächenbehandlung und Galvanisierung an Metalor, einen internationalen Konzern mit Hauptsitz in der Schweiz. Die veräußerten Aktivitäten umfassten neben Lösungen für Edelmetalle auch den Apparatebau für Galvanisierungsanwendungen, die hauptsächlich an Kunden in der Elektroindustrie verkauft wurden.
  • Mit Wirkung zum 8. April 2011 devestierte BASF das Oberflächentechnologiegeschäft für thermische Sprühbeschichtungsverfahren, das im Rahmen der Engelhard-Akquisition 2006 erworben wurde. Das Geschäft wurde an die nordamerikanische Metal Improvement Company, LLC, eine Tochter der Curtiss Wright Corporation mit Sitz in New Jersey/USA, veräußert.
  • Am 31. August 2011 wurde das Bisomer-Monomer-Geschäft sowie das konventionelle Kontaktlinsengeschäft von Cognis an GEO Specialty Chemicals Inc. verkauft. BASF erfüllte damit die Auflage der Europäischen Kommission, unter der diese der Cognis-Akquisition zugestimmt hatte. Die Transaktion umfasste Produktionsanlagen in Hythe/Großbritannien.
  • Zum 1. Oktober 2011 brachte BASF die Aktivitäten der Veräußerungsgruppe Styrolkunststoffe in Styrolution, ein zu diesem Zeitpunkt gegründetes Joint Venture mit INEOS, ein. Der 50-prozentige Anteil von BASF wird nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen. Ein dauerhaftes Halten der Beteiligung ist nicht vorgesehen. Zur Bestimmung des Abgangsergebnisses wurde eine Bewertung der Styrolution zum Fair Value auf der Basis diskontierter Cashflows per 1. Oktober 2011 erstellt. Zu diesem Zeitpunkt wurde die Veräußerungsgruppe Styrolkunststoffe als abgehendes Nettovermögen entkonsolidiert. BASF erhielt mit Gründung von Styrolution zum Wertausgleich der von beiden Partnern eingebrachten Geschäfte eine Zahlung von 600 Millionen €. Der realisierte Abgangsgewinn in Höhe von 593 Millionen € wurde im Einklang mit den Regelungen der Standing Interpretations Committee Interpretation (SIC-13) ermittelt. Er entspricht dem Saldo aus dem Wertausgleich und den gegenseitigen Ausgleichsansprüchen. Im Zugangszeitpunkt lag der At-Equity-Beteiligungsbuchwert der Styrolution unter Berücksichtigung der Anpassung gemäß SIC-13 bei 734 Millionen €.

Die folgende Übersicht zeigt die Auswirkung der Devestitionen der Jahre 2012 und 2011 auf die Konzernbilanz. Beim Umsatz wird der durch die Devestitionen verursachte Rückgang gegenüber dem Vorjahr dargestellt. Die Auswirkung auf das Eigenkapital betrifft im Wesentlichen Abgangsgewinne beziehungsweise -verluste aus Devestitionen.

  Download (xls, 20 kB)

Auswirkung der Devestitionen im Jahr der Veräußerung

 

2012

 

2011

 

Millionen €

%

 

Millionen €

%

Umsatz

–810

–1,1

 

–361

–0,5

 

 

 

 

 

 

Langfristige Vermögenswerte

84

0,2

 

728

2,1

davon Sachanlagen

–16

–0,1

 

–13

–0,1

Kurzfristige Vermögenswerte

–263

–0,9

 

–735

–2,7

davon Zahlungsmittel und -äquivalente

–7

–0,4

 

–2

–0,1

Vermögen

–179

–0,3

 

–7

.

 

 

 

 

 

 

Eigenkapital

400

1,6

 

586

2,3

Langfristiges Fremdkapital

154

0,7

 

148

0,8

davon Finanzschulden

–1

.

 

Kurzfristiges Fremdkapital

–2

.

 

–74

–0,4

davon Finanzschulden

 

Kapital

552

0,9

 

660

1,1

Verkaufspreis

731

 

 

667