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1.1 – Grundlagen der Konzernrechnungslegung

Angewendete Rechnungslegungsstandards: Der Konzernabschluss der BASF SE zum 31. Dezember 2012 wurde nach den Vorschriften der am Abschlussstichtag gültigen International Financial Reporting Standards (IFRS) und den gemäß § 315a Abs. 1 Handelsgesetzbuch (HGB) ergänzend anzuwendenden Regelungen aufgestellt. BASF SE ist eine börsennotierte Kapitalgesellschaft mit Sitz in Ludwigshafen am Rhein. Die Anschrift ist Carl-Bosch-Straße 38, 67056 Ludwigshafen am Rhein, Deutschland.

Die Abschlüsse der einbezogenen Gesellschaften sind zum Bilanzstichtag des Konzernabschlusses aufgestellt. Alle für das Geschäftsjahr 2012 verbindlichen IFRS und Verlautbarungen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) wurden angewendet. Die IFRS werden angewendet, sobald sie durch die Europäische Union anerkannt wurden.

Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen denen des Jahres 2011. Hiervon ausgenommen sind Änderungen, die sich durch die verpflichtende Anwendung neuer beziehungsweise überarbeiteter Rechnungslegungsstandards ergeben haben. Im Jahr 2012 ergaben sich für BASF diesbezüglich keine wesentlichen Änderungen.

Der Konzernabschluss ist in Euro aufgestellt. Alle Beträge einschließlich der Vorjahreszahlen werden in Millionen Euro angegeben, sofern nicht anders gekennzeichnet.

Dieser Abschluss wurde durch den Vorstand in seiner Sitzung am 18. Februar 2013 aufgestellt, zur Veröffentlichung freigegeben und wird durch den Prüfungsausschuss dem Aufsichtsrat für die Sitzung am 21. Februar 2013 zur Billigung vorgelegt.

Konsolidierungskreis: In den Konzernabschluss werden neben der BASF SE alle wesentlichen Tochterunternehmen einbezogen. BASF kontrolliert diese Unternehmen beziehungsweise verfügt direkt oder indirekt über die Mehrheit der Stimmrechte.

Die wesentlichen gemeinschaftlich geführten Unternehmen werden anteilmäßig konsolidiert.

Assoziierte Unternehmen werden nach der Equity-Methode bilanziert. Als assoziiert gelten Unternehmen, auf die ein maßgeblicher Einfluss auf die Geschäfts- und Finanzpolitik ausgeübt werden kann und die weder Tochterunternehmen noch Gemeinschaftsunternehmen sind. In der Regel liegt ein Kapitalanteil zwischen 20 % und 50 % vor.

Tochtergesellschaften mit ruhender oder nur geringer Geschäftstätigkeit, die für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie der Cashflows nur von untergeordneter Bedeutung sind, werden nicht konsolidiert. Diese Gesellschaften werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet und bei Wertminderung abgeschrieben. Die Summe des Vermögens und des Eigenkapitals dieser Tochtergesellschaften beträgt weniger als 1 % des Konzernwerts.

Konsolidierungsmethoden: Die in den Konzernabschluss übernommenen Vermögenswerte und Schulden der einbezogenen Gesellschaften werden einheitlich nach den hier beschriebenen Grundsätzen bilanziert und bewertet. Bei den nach der Equity-Methode bilanzierten Gesellschaften werden wesentliche Bewertungsabweichungen, die aus der Anwendung abweichender Rechnungslegungsgrundsätze resultieren, angepasst.

Innenbeziehungen sowie Zwischenergebnisse aus Lieferungen und Leistungen unter den einbezogenen Gesellschaften werden voll, bei Gemeinschaftsunternehmen anteilig eliminiert. Bei den nach der Equity-Methode bilanzierten Gesellschaften werden wesentliche Zwischenergebnisse eliminiert.

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt zum Erwerbszeitpunkt nach der Erwerbsmethode. Dabei werden zunächst alle Vermögenswerte, Schulden und zusätzlich zu aktivierenden immateriellen Vermögenswerte mit ihren beizulegenden Zeitwerten bewertet. Anschließend werden die Anschaffungskosten der Beteiligungen mit dem anteilig erworbenen, neu bewerteten Eigenkapital aufgerechnet. Hierbei entstehende positive Unterschiedsbeträge werden als Geschäfts- oder Firmenwerte aktiviert. Negative Unterschiedsbeträge werden nach nochmaliger Überprüfung sofort ergebniswirksam erfasst.

Die Anschaffungsnebenkosten eines Unternehmenszusammenschlusses werden ergebniswirksam erfasst.

Umrechnung von Abschlüssen in fremder Währung: Die Währungsumrechnung richtet sich nach der funktionalen Währung der einbezogenen Gesellschaften. Für Gesellschaften, deren funktionale Währung nicht der Euro ist, erfolgt die Umrechnung in die Berichtswährung gemäß der Stichtagskursmethode: Bilanzposten werden zu Stichtagskursen am Abschlussstichtag, die Aufwendungen und Erträge zu Monatsdurchschnittskursen in Euro umgerechnet und im Jahreslauf kumuliert. Die Differenz zwischen dem zu historischen Kursen bei Einzahlung oder Einbehalt und dem zu Stichtagskursen am Abschlussstichtag umgerechneten Eigenkapital der Gesellschaften wird in den sonstigen Eigenkapitalposten (Translationsanpassung) gesondert im Eigenkapital ausgewiesen und erst bei Abgang einer Gesellschaft ergebniswirksam berücksichtigt.

Bei einigen Gesellschaften außerhalb des Euro- oder US-Dollar-Raums bildet der Euro beziehungsweise der US-Dollar die funktionale Währung.

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Ausgewählte Wechselkurse (1 EUR entspricht)

 

Stichtagskurse

 

Durchschnittskurse

 

31.12.2012

31.12.2011

 

2012

2011

Brasilien (BRL)

2,70

2,42

 

2,51

2,33

China (CNY)

8,22

8,16

 

8,11

9,00

Großbritannien (GBP)

0,82

0,84

 

0,81

0,87

Japan (JPY)

113,61

100,20

 

102,49

110,96

Malaysia (MYR)

4,03

4,11

 

3,97

4,26

Mexiko (MXN)

17,18

18,05

 

16,90

17,29

Russland (RUB)

40,33

41,77

 

39,93

40,88

Schweiz (CHF)

1,21

1,22

 

1,21

1,23

Südkorea (KRW)

1.406,23

1.498,69

 

1.447,69

1.541,23

USA (USD)

1,32

1,29

 

1,28

1,39