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Compliance

Unser gruppenweites Compliance-Programm hat zum Ziel, die Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen und der unternehmensinternen Richtlinien sicherzustellen. Mit der Aussage „Wir halten uns strikt an unsere Compliance-Standards“ haben wir das Thema Compliance in unsere „We create chemistry“-Strategie integriert. Die weltweit etablierten Verhaltenskodizes für unsere Mitarbeiter verankern diese Standards verbindlich im Unternehmensalltag.

Basierend auf den weltweit geltenden Standards haben unsere Gruppengesellschaften in den Regionen Verhaltenskodizes erstellt, die die lokalen Gesetze und Regeln berücksichtigen. Die Kodizes sind verbindlich für alle Mitarbeiter in den jeweiligen Ländern. Im Jahr 2012 haben wir unsere Verhaltenskodizes aktualisiert und zu einem globalen Verhaltenskodex zusammengeführt. Dieser löst 2013 die regionalen Kodizes ab und wird für alle Mitarbeiter weltweit im Unternehmen implementiert. Auf diese Weise können wir die Einhaltung unserer hohen Standards noch konsistenter sicherstellen.

Vorrangiges Ziel unserer Anstrengungen ist es, Verstöße von vornherein zu vermeiden. Zu diesem Zweck müssen sämtliche Mitarbeiter innerhalb vorgeschriebener Fristen an Grund-, Auffrischungs- oder auch Spezialschulungen, zum Beispiel zum Kartellrecht oder zu Handelskontrollbestimmungen, teilnehmen. Im Jahr 2012 haben über 49.000 Mitarbeiter weltweit zusammengenommen circa 71.000 Stunden an Compliance-Schulungen teilgenommen.

Wir legen besonderen Wert darauf, dass unsere Mitarbeiter bei Zweifeln proaktiv und frühzeitig Rat einholen. Hierfür stehen nicht nur die Vorgesetzten, sondern zahlreiche Fachstellen sowie die Compliance-Beauftragten des Unternehmens zur Verfügung. Zudem haben wir weltweit 46 Hotlines eingerichtet, an die sich unsere Mitarbeiter auch anonym wenden können. Der BASF Chief Compliance Officer (CCO) steuert die Umsetzung des Programms. Er wird dabei von weltweit mehr als 100 Compliance-Beauftragten unterstützt. Der CCO berichtet regelmäßig an den Vorstand über den Stand der Umsetzung sowie wesentliche Erkenntnisse und informiert den Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats mindestens einmal jährlich über den Status sowie wesentliche Entwicklungen des Compliance-Programms. Bei wichtigen Ereignissen wird der Prüfungsausschuss durch den Vorstand umgehend unterrichtet.

Die Einheit Corporate Audit der BASF überprüft, ob die Compliance-Grundsätze eingehalten werden. Im Jahr 2012 wurden gruppenweit 92 (2011: 75) solcher Audits durchgeführt. Sollte es trotz vorbeugender Maßnahmen zu Verstößen kommen, verfolgen und beheben wir diese möglichst schnell. Im Jahr 2012 gingen über unsere externen Hotlines 308 Anrufe und E-Mails ein. Das Themenspektrum reichte von Fragen zur Personalführung, dem Umgang mit Firmeneigentum bis hin zu Hinweisen über das Verhalten von Geschäftspartnern. In allen uns bekannt werdenden Fällen, bei denen ein Verdacht auf Fehlverhalten besteht, leiten wir eine Untersuchung ein. Festgestellte Verstöße werden geahndet und können bis zur Entlassung führen. Dabei stellen wir sicher, dass wir unternehmensintern nach einheitlichen Maßstäben die notwendigen Konsequenzen ziehen. Gegebenenfalls schalten wir auch die zuständigen Behörden ein.

Im Jahr 2012 haben wir das Thema Compliance erstmals in unsere Globale Mitarbeiterbefragung aufgenommen. Die Ergebnisse bestätigen, dass unsere Mitarbeiter die Compliance-Standards im Unternehmensalltag anwenden. Diese positiven Rückmeldungen der Mitarbeiter sind für uns Ansporn, unsere Compliance-Kultur beständig weiterzuentwickeln.

2012 haben wir die Überprüfung unserer Lieferanten im Hinblick auf die Einhaltung von Corporate-Governance-Standards fortgesetzt und erste ganzheitliche Umwelt-, Sozial- und Corporate-Governance-Audits vorgenommen. Außerdem wurde der Verhaltenskodex für Lieferanten grundlegend überarbeitet, um unsere Erwartungshaltung weltweit noch transparenter zu machen.

Auch außerhalb unseres Unternehmens setzen wir uns für die Bekämpfung von Korruption sowie die Einhaltung der Menschenrechte ein. So sind wir Gründungsmitglied des UN Global Compact und Mitglied bei Transparency International Deutschland sowie der „Partnering Against Corruption Initiative“ des World Economic Forum und begleiten die Umsetzung der Zielsetzungen dieser Organisationen. Als Mitglied von UN Global Compact LEAD berichten wir zusätzlich nach dem Blueprint for Corporate Sustainability Leadership. Dieser Aktionsplan umfasst konkrete Maßnahmenbündel zur Unterstützung der UN-Nachhaltigkeitsziele und zu Themen wie die Einbeziehung von Stakeholdern oder auch Transparenz.

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