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Entwicklung wichtiger Abnehmerbranchen

Entwicklung der Industrieproduktion 2012

  • Wachstum der globalen Industrieproduktion mit 2,4 % deutlich unter Vorjahresniveau (+4,3 %)
  • Ursachen waren vor allem die Rezession in Europa und die Abschwächung der konjunkturellen Dynamik in Asien
  • Deutliches Wachstum im Bereich Transport (+7,0 %)
  • Erheblicher Rückgang des Wachstums in der Konsumgüterbranche (2012: +1,5 %; 2011: +5,5 %)

Die globale Industrieproduktion blieb mit einem Anstieg von nur 2,4 % im Jahr 2012 deutlich hinter dem Wachstum des Vorjahres (+4,3 %) und hinter dem von uns prognostizierten Wert (+4,1 %) zurück. Das Wachstum verringerte sich sowohl in den Industrieländern (2012: +0,5 %; 2011: +2,1 %) als auch in den Schwellenländern (2012: +5,0 %; 2011: +7,7 %). Ursachen hierfür waren vor allem die Rezession in Europa und die Abschwächung der konjunkturellen Dynamik in Asien.

Wachstum wichtiger Abnehmerbranchen 2012
Reale Veränderung gegenüber Vorjahr
Wachstum wichtiger Abnehmerbranchen 2012 (Balkendiagramm)

Das Wachstum des Bereichs Transport war deutlich höher als im Vorjahr (2012: +7,0 %; 2011: +4,4 %). Während die Produktion in der Europäischen Union auf Grund der schwachen Nachfrage nach Automobilen um 2,0 % einbrach, wuchs der nordamerikanische Markt um 12,6 %. Nach den Produktionsausfällen im Vorjahr waren in Japan 2012 deutliche Aufholeffekte zu verzeichnen (+17,1 %). Die Produktion in den Schwellenländern Asiens nahm ebenfalls stärker zu (2012: +7,5 %; 2011: +6,1 %).

Der Energie- und Rohstoffsektor wuchs mit 2,2 % etwas kräftiger als 2011 (+1,7 %). Während der Ressourcenverbrauch in den Schwellenländern weniger stark zunahm als im Vorjahr, erhöhte er sich in den Industrieländern nach einem Rückgang im Jahr 2011 wieder leicht.

Das Wachstum der Bauindustrie ging 2012 auf 2,2 % zurück (2011: +3,1 %). In den Schwellenländern stieg die Bautätigkeit mit 5,4 % weniger als im Vorjahr (+8,6 %). Die Produktion in den Industrieländern stagnierte (–0,2 %); in Westeuropa sank sie sogar um 5,2 %. Dagegen erholte sich der nordamerikanische Markt deutlich (+5,9 %). In Japan profitierte die Bauindustrie vom Wiederaufbau nach der Naturkatastrophe im Vorjahr (+3,5 %).

Auf Grund der Rezession in Europa und der gedämpften Konjunkturentwicklung in Asien ging das Wachstum in der Konsumgüterbranche erheblich zurück (2012: +1,5 %; 2011: +5,5 %). In der Elektroindustrie stieg die Produktion nur noch um 2,5 % (2011: +8,9 %). Während die Textilproduktion in den Schwellenländern um 5,7 % wuchs, nahm sie in den Industrieländern weiter ab (–3,6 %). Ein ähnliches Bild bot die Papierindustrie: In den Schwellenländern stieg die Produktion mit 6,4 % deutlich. Dagegen sank sie in den Industrieländern um 2,3 %.

Die Elektronikindustrie wuchs geringer als im Vorjahr (2012: +2,8 %; 2011: +3,4 %). In den Industrieländern nahm die Produktion in der Informations- und Kommunikationselektronik sogar leicht ab.

Das Wachstum im Bereich Gesundheit und Ernährung ging 2012 auf 2,0 % zurück (2011: +4,5 %). Grund hierfür war die schwächere Entwicklung des Nahrungsmittelmarkts (2012: +1,9 %; 2011: +4,3 %). Auch in der Pharmaindustrie nahm das Wachstum ab und lag bei 2,3 % (2011: +5,2 %).

Die Landwirtschaft wuchs etwa so stark wie im Vorjahr (2012: +1,9 %; 2011: +2,0 %). Während die Produktion in den südostasiatischen Schwellenländern um 3,8 % stieg, nahm sie in den USA als Folge der Jahrhundertdürre um 5,1 % ab. Auch Osteuropa (–2,2 %) und Südamerika (–0,9 %) verzeichneten Produktionsrückgänge.

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