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Finanzergebnis und Jahresüberschuss

  • Finanzergebnis deutlich unter Vorjahreswert; im Vorjahr Sonderertrag aus Verkauf unserer Anteile an K+S Aktiengesellschaft enthalten
  • Steuerquote vor allem wegen durchgängiger Ölproduktion in Libyen deutlich erhöht
  • Jahresüberschuss nach Steuern und Anteilen Dritter gesunken

Das Finanzergebnis lag mit –540 Millionen € deutlich unter dem Vorjahreswert von 384 Millionen €. Grund hierfür war vor allem der Sonderertrag im Beteiligungsergebnis in Höhe von 887 Millionen €, der 2011 aus der Veräußerung unseres Anteils an der K+S Aktiengesellschaft resultierte. Insgesamt verbesserten im Vorjahr Sondereinflüsse das Finanzergebnis um 829 Millionen €. Im Jahr 2012 ergab sich im Finanzergebnis eine Sonderbelastung von 88 Millionen € aus der Marktbewertung der Optionen zur Veräußerung unserer Beteiligung am Joint Venture Styrolution. Im Ergebnis vor Steuern waren somit insgesamt Sondereinflüsse in Höhe von 7 Millionen € enthalten, nach 968 Millionen € im Vorjahr.

Das Zinsergebnis lag mit –573 Millionen € auf dem Vorjahresniveau. Das Ergebnis aus Beteiligungen, die nach der Equity-Methode einbezogen werden, verbesserte sich auf einen Wert von 171 Millionen €. Die übrigen finanziellen Aufwendungen und Erträge nahmen auf –170 Millionen € ab.

Das Ergebnis vor Ertragsteuern ging von 8.970 Millionen € auf 8.436 Millionen € zurück. Die Gesamtkapitalrendite lag somit bei 14,6 %, nach 16,1 % im Vorjahr.

Trotz des rückläufigen Ergebnisses vor Steuern stieg der Steueraufwand um 847 Millionen € auf 3.214 Millionen €. Die Steuerquote erhöhte sich deutlich von 26,4 % auf 38,1 %. Hauptursache hierfür war die durchgängige Ölproduktion in Libyen. Im Jahr 2011 betrugen die nicht anrechenbaren Ertragsteuern auf die Ölförderung infolge der mehrmonatigen Einstellung der libyschen Ölproduktion 439 Millionen €; im Jahr 2012 betrugen sie 1.880 Millionen €. Darüber hinaus war der 2011 erzielte Gewinn aus dem Verkauf unserer Anteile an der K+S Aktiengesellschaft überwiegend steuerfrei.

Der Jahresüberschuss verringerte sich um 1.381 Millionen € auf 5.222 Millionen €. Die Anteile anderer Gesellschafter gingen von 415 Millionen € auf 343 Millionen € zurück. Der stärkste Rückgang war auf Grund zeitweiliger Abstellung und Wartung des Steamcrackers bei BASF TOTAL Petrochemicals LLC in Port Arthur/Texas zu verzeichnen.

Der Jahresüberschuss nach Anteilen anderer Gesellschafter betrug 4.879 Millionen € – ein Rückgang von 1.309 Millionen €. Damit sank das Ergebnis je Aktie von 6,74 € auf 5,31 €.