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Wirtschaftliche Rahmenbedingungen
im Jahr 2013

Für das Jahr 2013 gehen wir von folgenden Rahmenbedingungen aus:

  • Wachstum der Weltwirtschaft mit 2,4 % leicht über Vorjahresniveau
  • Sparmaßnahmen zur Sanierung der öffentlichen Haushalte dämpfen Nachfrage im Euroraum und in den USA
  • Niedrige Zinsen und staatliche Konjunkturimpulse in Schwellenländern stützen das Wachstum
  • Leichtes Wachstum des Bruttoinlandsprodukts in der Europäischen Union (+0,3 %)
  • Wachstum in den USA leicht unter Vorjahr (+1,8 %); Wachstum in Asien (ohne Japan) nimmt etwas zu (+6,5 %); Stabilisierung des Wachstums in Japan (+1,0 %); deutliche Beschleunigung des Wachstums in Südamerika (+3,7 %)
  • Ölpreis im Jahresdurchschnitt 110 US$/Barrel
  • Wechselkurs durchschnittlich 1,30 US$ pro Euro

Das Wachstum der Weltwirtschaft wird 2013 mit 2,4 % voraussichtlich leicht zunehmen (2012: +2,2 %). Wir rechnen jedoch weiterhin mit einem unbeständigen Umfeld. Sparmaßnahmen zur Sanierung der öffentlichen Haushalte werden die Nachfrage im Euroraum und in den USA weiter dämpfen. Niedrige Zinsen und staatliche Konjunkturimpulse in den Schwellenländern werden das weltweite Wirtschaftswachstum dagegen stützen. Wir gehen davon aus, dass sich die konjunkturelle Unsicherheit allmählich verringert und Investoren wie Konsumenten wieder Vertrauen fassen. Für 2013 rechnen wir mit einem durchschnittlichen Ölpreis von 110 US$/Barrel und einem Wechselkurs von 1,30 US$ pro Euro.

Ausblick zum Bruttoinlandsprodukt 2013
(Reale Veränderung gegenüber Vorjahr)
Ausblick zum Bruttoinlandsprodukt 2013 (Balkendiagramm)Bild vergrößern
Trends Bruttoinlandsprodukt 2013–2015
(Reale jährliche Veränderung im Durchschnitt)
Trends Bruttoinlandsprodukt 2013–2015 (Balkendiagramm)Bild vergrößern

In der Europäischen Union erwarten wir 2013 nur ein leichtes Wachstum (+0,3 %). Die rezessiven Tendenzen in Südeuropa werden sich voraussichtlich abschwächen und die Exportwirtschaft der europäischen Handelspartner dadurch weniger stark belasten als im Vorjahr. Wir rechnen damit, dass sich der striktere Konsolidierungskurs in Frankreich negativ auf das Wirtschaftswachstum auswirken wird. In Deutschland wird sich die Konjunktur in diesem Umfeld nur geringfügig besser entwickeln (+0,9 %) als 2012. Bei unserer Prognose gehen wir davon aus, dass die Staatsschuldenkrise im Euroraum nicht erneut eskalieren wird. Mittelfristig erwarten wir für die Europäische Union ein durchschnittliches jährliches Wirtschaftswachstum von 1,1 %.

Wir nehmen an, dass das Bruttoinlandsprodukt der USA 2013 trotz dämpfender fiskalpolitischer Einflüsse mit 1,8 % nahezu so stark wie im Jahr 2012 wachsen wird. Die Erwartung von Sparmaßnahmen der öffentlichen Haushalte hatte das Wachstum bereits 2012 abgeschwächt. Der Immobilienmarkt wird sich voraussichtlich weiter stabilisieren, unter anderem infolge des Unterstützungsprogramms der amerikanischen Notenbank für den Hypothekenmarkt. Unter diesen Voraussetzungen erwarten wir eine weitere schrittweise Verbesserung der Lage am Arbeitsmarkt. Wir gehen davon aus, dass die US-Wirtschaft mittelfristig etwa um 2,1 % jährlich wächst.

Das Wirtschaftswachstum in Asien (ohne Japan) wird 2013 voraussichtlich etwas an Fahrt gewinnen (+6,5 %). Wir rechnen damit, dass die Wirtschaft in China nach der Abschwächung im Vorjahr wieder stärker wachsen wird. Expansive geldpolitische und fiskalische Impulse werden das Wachstum stützen. Auch der Außenhandel wird vor dem Hintergrund der sich allmählich bessernden Wirtschaftslage in Europa wieder einen größeren Beitrag zum Wirtschaftswachstum in der Region leisten. Mittelfristig erwarten wir für die asiatischen Schwellenländer ein durchschnittliches Wirtschaftswachstum von 6,7 % jährlich.

Wir gehen davon aus, dass sich das Wachstum in Japan 2013 unter anderem infolge staatlicher Konjunkturimpulse wieder stabilisiert (+1,0 %). Die Exportwirtschaft wird sich voraussichtlich positiv entwickeln. Wir rechnen mit einer Schwächung des Yen durch die expansive Geldpolitik in Japan und die erwartete Beruhigung der Krise im Euroraum, so dass die Wettbewerbsfähigkeit japanischer Exporteure im Euroraum zunehmen wird. Mittelfristig gehen wir für Japan von einem jährlichen Wachstum von 1,2 % aus.

Für Südamerika rechnen wir mit einer deutlichen Beschleunigung des Wirtschaftswachstums im Jahr 2013 (+3,7 %). Wir gehen davon aus, dass staatliche Investitionsprogramme und Zinssenkungen die wirtschaftliche Belebung in Brasilien weiter unterstützen werden. Im Zusammenhang mit der prognostizierten leichten Belebung der Weltwirtschaft wird die Nachfrage nach Rohstoffen voraussichtlich zunehmen. Mittelfristig gehen wir davon aus, dass Südamerika mit einer jährlichen Rate von 4,1 % wachsen wird.