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Wertmanagement

Wir schaffen Wert als ein Unternehmen

„Wir schaffen Wert als ein Unternehmen“ ist eines der vier Prinzipien unserer „We create chemistry“-Strategie. Nur ein Unternehmen, dessen Ergebnis die Kosten für das eingesetzte Eigen- und Fremdkapital übersteigt, schafft langfristig Wert. Wir streben daher an, eine Prämie auf unsere Kapitalkosten von durchschnittlich mindestens 2,5 Milliarden € pro Jahr zu verdienen. Um den langfristigen Erfolg der BASF zu sichern, fördern wir im Rahmen unseres Wertmanagementkonzepts alle Mitarbeiter in ihrem unternehmerischen Denken und Handeln. Unser Ziel: ein Bewusstsein dafür schaffen, wie jeder einzelne Mitarbeiter im täglichen Geschäftsleben wertorientierte Lösungen finden und diese effizient und effektiv umsetzen kann.

Ergebnis der Betriebstätigkeit nach Kapitalkosten

EBIT nach Kapitalkosten (Millionen €)
5-Jahres-Übersicht
EBIT nach Kapitalkosten (Balkendiagramm)Bild vergrößern

Das Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) nach Kapitalkosten ist die zentrale Ziel- und Steuerungsgröße für unsere Unternehmensbereiche und Geschäftseinheiten. Mit dieser Kennzahl wird berücksichtigt, dass die Aktionäre und Gläubiger der BASF für das bereitgestellte Kapital eine Verzinsung erwarten. Wenn wir eine Prämie auf die Kapitalkosten verdienen, übertreffen wir die Renditeerwartungen unserer Aktionäre.

Ermittlung des Kapitalkostensatzes

Die Höhe des Kapitalkostensatzes hängt im Wesentlichen von drei Faktoren ab:

  • der Kapitalstruktur der BASF-Gruppe,
  • der Höhe der Fremdkapitalverzinsung sowie
  • den Renditeerwartungen der Aktionäre.

Die Fremdkapitalkosten ergeben sich aus den Zinszahlungen für Kapitalmarktverbindlichkeiten und Bankdarlehen. Die Eigenkapitalkosten entsprechen der Renditeerwartung der Eigenkapitalgeber. Diese werden aus dem Marktwert der BASF-Aktien und mit Hilfe des Capital Asset Pricing Model (CAPM) ermittelt.

Basierend auf Kapitalkosten und Ertragsteuern wird ein Schwellenwert für das EBIT bestimmt, den die operativen Einheiten der BASF-Gruppe in Summe mindestens erreichen müssen, um die Kapitalkosten zu verdienen. Der Kapitalkostensatz ergibt sich aus dem Verhältnis dieses Mindest-EBIT zum Vermögen der operativen Einheiten der BASF-Gruppe. Im Jahr 2012 betrug der Kapitalkostensatz 11 %; 2013 wird er auf gleicher Höhe liegen.

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Ermittlung des EBIT nach Kapitalkosten (Millionen €)

 

2012

2011

1

Der geplante Nettoaufwand ist durch einen Zuschlag im Kapitalkostensatz abgedeckt.

2

In den Jahren 2011 und 2012 lag der Kapitalkostensatz bei 11 %.

EBIT BASF-Gruppe

8.976

8.586

EBIT der den Segmenten nicht zuordenbaren ­Aktivitäten 1

-267

178

– Nicht anrechenbare ausländische Ertragsteuern für die Ölförderung

1.880

439

– Kapitalkosten 2

5.829

5.418

EBIT nach Kapitalkosten

1.534

2.551

Wertmanagement im gesamten Unternehmen

Wertmanagement ist nur dann erfolgreich, wenn es fest im Unternehmen verankert ist. Für uns ist Wertmanagement die alltägliche Umsetzung von Wertorientierung durch alle Mitarbeiter. Wir haben Werttreiber definiert, die zeigen, wie jede einzelne Einheit des Unternehmens Wert schaffen kann. Für die einzelnen Werttreiber entwickeln wir Kennzahlen, die uns dabei helfen, beabsichtigte Veränderungen zu planen und zu verfolgen.

Ein wichtiger Bestandteil ist hierbei der Zielvereinbarungsprozess, bei dem die Ziele der BASF mit den individuellen Zielen der Mitarbeiter verknüpft werden. Oberste Zielebene in operativen Einheiten ist das Erreichen eines positiven EBIT nach Kapitalkosten und einer wettbewerbsadäquaten Rendite. In funktionalen Einheiten wird der Wertbeitrag hingegen an Effektivität und Effizienz gemessen.

Auf Basis unseres Wertmanagementkonzepts können alle Mitarbeiter in ihrem Arbeitsgebiet einen Beitrag dazu leisten, dass wir die angestrebte Prämie auf unsere Kapitalkosten erwirtschaften. Weltweit vermitteln wir unserem Team in zahlreichen Fortbildungsveranstaltungen Kenntnisse zu diesem Thema – und stärken so das unternehmerische Denken auf allen Ebenen der BASF. Informationen mit Relevanz im Sinne des Global Compact