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Management der Lieferkette

Lieferanten

  • Verhaltenskodex für Lieferanten umfasst Schutz der Umwelt, Einhaltung von Menschen- und Arbeitsrechten, Antidiskriminierungs- und Antikorruptionsvorgaben
  • Im Jahr 2012 etwa 30.000 verschiedene Rohstoffe von über 6.000 Lieferanten bezogen

Unsere Lieferanten sind ein wichtiger Bestandteil unserer Wertschöpfungskette. Ein nachhaltigkeitsorientiertes Management unserer Lieferanten ist für BASF ein wesentlicher Faktor für Wachstum und Wertschöpfung. Gemeinsam mit unseren Lieferanten wollen wir Wert schaffen und Risiken minimieren.

Stationen entlang der Wertschöpfungskette
Die Grafik stellt die verschiedenen Stationen entlang der Wertschöpfungskette dar. Das jeweils dunkelgrün hervorgehobene Feld zeigt an, welche Station im jeweiligen Kapitel thematisiert wird. (hier: Lieferanten) (Grafik)

Strategie

Bei der Auswahl unserer Lieferanten sowie der Beurteilung neuer und bestehender Lieferbeziehungen sind für uns neben wirtschaftlichen Kriterien auch Umwelt-, Sozial- und Corporate-Governance(ESG)-Standards relevant. Unser Verhaltenskodex für Lieferanten basiert auf international anerkannten Richtlinien, wie den Prinzipien der Global-Compact-Initiative der Vereinten Nationen (UN), den Konventionen der internationalen Arbeitsorganisation (ILO) sowie Responsible Care. Der Verhaltenskodex umfasst den Schutz der Umwelt, die Einhaltung von Menschen- und Arbeitsrechten, Antidiskriminierungs- und Antikorruptionsvorgaben.

Im Jahr 2012 hat BASF insgesamt etwa 30.000 verschiedene Rohstoffe von über 6.000 Lieferanten bezogen.

Nachhaltigkeitsstandards

Wir wollen Risiken in der Lieferkette weiter minimieren und über die Chancen durch nachhaltiges Wirtschaften informieren. 2012 haben wir weitere Teilnehmer für das im Jahr 2006 gestartete „1+3“-Projekt gewonnen, in dem sich unsere Lieferanten verpflichten, unsere Nachhaltigkeitsstandards an mindestens drei ihrer Kooperationspartner in der Lieferkette weiterzugeben. Im Jahr 2012 haben wir weltweit 134 Mitarbeiter aus dem Einkauf zum Thema Nachhaltigkeit geschult.

Lieferantenaudits

Abhängig vom potenziellen Risiko kontrollieren wir Lieferanten vor Ort. Risikomatrizen helfen uns dabei, Lieferanten mit hohem Risikopotenzial, unterteilt nach Länder- und Produktrisiken, zu identifizieren. Auf Grundlage dieser Risikoanalyse haben wir im Jahr 2012 insgesamt 210 Rohstofflieferanten zu Umwelt-, Gesundheits- und Sicherheitsaspekten vor Ort auditiert. Stellen wir hierbei Verbesserungsbedarf fest, fordern wir Korrekturmaßnahmen. Nach einigen Monaten führen wir ein erneutes Audit durch. Registrieren wir keine Verbesserung, beenden wir die Geschäftsbeziehung. Im Jahr 2012 geschah dies in 6 Fällen.

Um zu überprüfen, ob internationale Arbeits- und Sozialstandards eingehalten werden, müssen neue Lieferanten aus Nicht-OECD-Staaten eine Selbstauskunft abgeben. Insgesamt haben 2012 rund 750 Lieferanten unseren entsprechenden Fragebogen erhalten und davon circa 70 % diesen beantwortet. Voraussetzung für eine Geschäftsbeziehung mit einem Lieferanten ist, dass der Fragebogen vollständig ausgefüllt und unterschrieben wurde und keine kritischen Punkte, wie etwa der Ausschluss von Kinderarbeit, offen bleiben. Besteht der Verdacht, dass Arbeits- und Sozialstandards nicht eingehalten werden, behalten wir uns die Durchführung eines externen Audits vor und verzichten gegebenenfalls auf eine Geschäftsbeziehung. Stellen wir Verbesserungspotenzial im Bereich Nachhaltigkeit für bestimmte Produkte fest, wird die Lieferkette einer intensiven Analyse unterzogen. So können wir konkrete Empfehlungen für Lieferanten ableiten.

BASF beteiligt sich an der Initiative führender Chemieunternehmen „Together for Sustainability“ zur weltweiten Vereinheitlichung von Self-Assessments und Audits von Lieferanten. Im Rahmen der Initiative wurden ein global einheitlicher Fragenkatalog für Lieferanten sowie einheitliche Kriterien für Lieferantenaudits und -prüfprozesse entwickelt. Ziel ist es, die Abfrage von Nachhaltigkeitsinformationen, vor allem für die Lieferanten, zu vereinfachen.

Informationen mit Relevanz im Sinne des Global Compact