✓ geprüft

Rohstoffe

Nachwachsende Rohstoffe

  • Anteil nachwachsender Rohstoffe am weltweiten Rohstoffeinkaufsvolumen lag 2012 bei rund 3 %
  • Verfahren zur Herstellung von Bernsteinsäure aus nachwachsenden Rohstoffen in der Entwicklung
  • BASF will bis 2015 eingesetztes Palm- und Palmkernöl ausschließlich aus zertifiziertem nachhaltigen Anbau beziehen

Der schonende Umgang mit Ressourcen entlang der Wertschöpfungskette ist für uns ein Grundprinzip. Mit unserem Verbundkonzept, innovativen Produkten sowie dem Einsatz nachwachsender Rohstoffe leisten wir hierzu einen wichtigen Beitrag. Bei der Suche nach alternativen Rohstoffen setzen wir auf Lösungen, die einen Beitrag zur Nachhaltigkeit leisten.

Stationen entlang der Wertschöpfungskette
Die Grafik stellt die verschiedenen Stationen entlang der Wertschöpfungskette dar. Das jeweils dunkelgrün hervorgehobene Feld zeigt an, welche Station im jeweiligen Kapitel thematisiert wird. (hier: Lieferanten) (Grafik)

Strategie

Der Verbund ist ein wichtiger Baustein in unserem Ressourceneffizienzkonzept: Nebenprodukte einer Fabrik dienen an anderer Stelle oft als Einsatzstoffe und tragen so zur Rohstoffeffizienz bei. Einige unserer wichtigsten Rohstoffe sind Naphtha, Erdgas, Methanol, Ammoniak und Benzol. Wir prüfen den Einsatz von nachwachsenden Rohstoffen in unserem Verbundsystem und engagieren uns für den verantwortungsvollen Anbau und die Nutzung nachwachsender Rohstoffe in zahlreichen Projekten entlang der Wertschöpfungskette.

Nachwachsende Rohstoffe

Im Jahr 2012 lag der Anteil nachwachsender Rohstoffe bei rund 3 % unseres weltweiten Rohstoffeinkaufsvolumens. BASF verstärkt die Forschung und Entwicklung für Produkte und Herstellungsprozesse, die auf nachwachsenden Rohstoffen basieren. Beispielsweise entwickeln wir gemeinsam mit unserem Partner Purac ein Verfahren zur Herstellung von Bernsteinsäure aus nachwachsenden Rohstoffen, welches Bernsteinsäure zu einer ökonomischen und ökologischen Alternative zu petrochemischen Rohstoffen für unsere Kunden macht.

Im Jahr 2012 haben wir uns am Technologieunternehmen Renmatix beteiligt, das an der Herstellung von Industriezucker aus holzhaltiger Biomasse arbeitet. Durch diese Investition wollen wir den Einsatz nachwachsender Rohstoffe weiter fördern. Darüber hinaus haben wir mit Cargill und Novozymes einen Vertrag über die gemeinsame Entwicklung von Technologien zur Herstellung von Acrylsäure aus nachwachsenden Rohstoffen geschlossen. Eines der Hauptanwendungsfelder von biobasierter Acrylsäure ist die Herstellung von Superabsorbern für die Hygienemittelindustrie.

Gemeinsam mit Cargill und der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit haben wir im Jahr 2012 unser Projekt zur ökonomisch, ökologisch und sozial verträglichen Produktion von Kokosnussöl auf den Philippinen fortgesetzt. Ziel ist es, Nachhaltigkeitsstandards für die Zertifizierung und Gewinnung des Öls zu entwickeln und zu implementieren. BASF ist Mitglied beim Roundtable on Sustainable Palm Oil (RSPO) und setzt sich im Rahmen dieser Mitgliedschaft unter anderem für den Erhalt von Biodiversität beim Anbau von Palmöl ein. Bis zum Jahr 2015 wollen wir das von uns eingesetzte Palm- und Palmkernöl ausschließlich aus nach Nachhaltigkeitskriterien zertifiziertem Anbau beziehen.

Mineralische Rohstoffe

2012 haben wir erneut analysiert, ob wir sogenannte Konfliktmineralien beziehen. Nach unserem Kenntnisstand ist dies nicht der Fall. Unsere Lieferanten haben uns gegenüber bestätigt, dass sie ihre Mineralien nicht aus der Demokratischen Republik Kongo oder aus Nachbarländern beziehen. Wir prüfen die Herkunft der von uns bezogenen Mineralien, behalten uns vor, ein externes Audit durchzuführen und gegebenenfalls die Geschäftsbeziehung zu beenden. Neue Lieferanten müssen uns gegenüber bereits im Vorfeld in einem standardisierten Fragebogen offenlegen, ob ihre Produkte Konfliktmineralien enthalten.

Biodiversität

Wir haben weltweit im Jahr 2012 untersucht, welche unserer Standorte in der Nähe von internationalen Schutzgebieten liegen: 2 % unserer Produktionsstandorte (ohne Öl und Gas) grenzen direkt an ein Ramsar-Schutzgebiet, keiner unserer Produktionsstandorte an ein UNESCO-Schutzgebiet. Auswirkungen unserer Aktivitäten auf die Biodiversität in diesen Schutzgebieten haben wir für das Jahr 2012 nicht festgestellt.

Gemeinsam mit Kooperationspartnern entwickeln wir Maßnahmen, die es ermöglichen, biologische Vielfalt und moderne Landwirtschaft miteinander zu vereinbaren. Mit lokalen Initiativen fördern wir den Schutz der Biodiversität. Am Standort Guaratinguetá/Brasilien beteiligen wir uns zum Beispiel an der Renaturierung einer Flusslandschaft.

Informationen mit Relevanz im Sinne des Global Compact