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Globale Ziele

Ziele 2020

Wasser
Weniger Trinkwasser in Produktions­prozessen
(Basisjahr 2010)
–50 %
Nachhaltiges Wassermanagement in Wasserstressgebieten

 

100 %

Weniger Emissionen

Wir wollen die Emissionen von organischen Stoffen und Stickstoff in das Wasser zum Basisjahr 2002 um jeweils 80 % senken, die von Schwermetallen um 60 %.

Wir haben uns zum Ziel gesetzt, bis 2020 die Emissionen von organischen Stoffen und Stickstoff in das Wasser im Vergleich zum Basisjahr 2002 um jeweils 80 % zu senken; die Emissionen von Schwermetallen wollen wir um 60 % reduzieren.

Unser Ziel ist es, den Bezug von Trinkwasser für die Produktion bis 2020 gegenüber dem Basisjahr 2010 um die Hälfte zu reduzieren. Im Jahr 2012 konnten wir den Wert um 23,2 % senken. Das Ziel, bis zum Jahr 2020 ein nachhaltiges Wassermanagement an allen Standorten in Wasserstressgebieten zu etablieren, verfolgen wir durch die Anwendung des European-Water-Stewardship(EWS)-Standards der European Water Partnership (EWP). Diesen freiwilligen Industriestandard führen wir zunächst an unseren europäischen Standorten in Wasserstressgebieten ein. Insgesamt lagen im Jahr 2012 rund 22 % unserer Produktionsstandorte in Wasserstressgebieten; dort wurden rund 6,9 % des gesamten Wasserbedarfs der BASF entnommen.

Reduzierung von Emissionen in das Wasser (in Prozent)
Reduzierung von Emissionen in das Wasser (Balkendiagramm)Bild vergrößern

Emissionen weiter reduzieren

An BASF-Produktionsstandorten fielen im Jahr 2012 insgesamt rund 190 Millionen Kubikmeter Abwasser an (2011: 192 Millionen Kubikmeter). Die Stickstoffemissionen (N-Gesamt) in das Wasser betrugen 2.800 Tonnen (2011: 2.900 Tonnen) und konnten damit im Vergleich zu 2002 um 87,3 % reduziert werden. In BASF-Abwässer wurden rund 21.600 Tonnen (2011: 24.300 Tonnen) organische Stoffe emittiert, dies entspricht einem Rückgang gegenüber 2002 von 76,4 %. Unsere Abwässer enthielten 26 Tonnen Schwermetalle (2011: 24 Tonnen), das entspricht einer weltweiten Reduzierung von 56,8 % im Vergleich zu 2002. Die im Vergleich zum Vorjahr höheren Schwermetallemissionen resultieren im Wesentlichen aus Produktionssteigerungen am Standort Ludwigshafen. Die Phosphoremissionen betrugen 366 Tonnen (2011: 391 Tonnen).

Um unvorhergesehene Emissionen zu vermeiden, überprüfen wir bis 2015 unsere Wasserschutzkonzepte an allen Produktionsstandorten. Am Standort in Ludwigshafen planen wir weitere rund 4 Millionen € in die Verbesserung der Abwasseranalytik zu investieren. So können wir unvorhergesehene Emissionen noch früher erkennen.

Darüber hinaus wollen wir das Risiko einer Wasserbelastung durch unsere Produkte so gering wie möglich halten. Wir engagieren uns seit 2009 am Runden Tisch „Zusammenarbeit von Wasserversorgung und Agrarchemie“. Ziel ist es, der Belastung von Trinkwasser mit Pflanzenschutzmitteln vorzubeugen. Im Rahmen dieser Zusammenarbeit wurde eine Monitoringdatenbank für Deutschland erstellt, die rund 8.000 Wasserentnahmestellen umfasst. Im Jahr 2012 konnten mit Hilfe der Daten belastete Trinkwassereinzugsgebiete ausgewiesen und erste Maßnahmen erarbeitet werden.