2.4 – Akquisitionen und Devestitionen

Akquisitionen

Folgende Aktivitäten wurden von BASF im Jahr 2013 erworben:

  • Am 31. Januar 2013 übernahm BASF sämtliche Anteile an der Pronova BioPharma ASA, Lysaker/Norwegen, die im Bereich der Erforschung, Entwicklung und Herstellung von hochkonzentrierten Omega-3-Fettsäuren tätig ist. Durch die Akquisition von Pronova BioPharma ASA strebt BASF an, im globalen Markt für Omega-3-Fettsäuren eine führende Position einzunehmen. Das Geschäft von Pronova BioPharma ASA wurde mit den bisherigen Aktivitäten von BASF innerhalb des Unternehmensbereichs Nutrition & Health in einer globalen Geschäftseinheit zusammengeführt. Damit ist BASF ein Anbieter der vollständigen Bandbreite an Omega-3-Fettsäuren in unterschiedlichen Konzentrationen. Zum Umsatz des Geschäftsjahres 2013 trug Pronova BioPharma ASA mit 200 Millionen € und zum Jahresüberschuss nach Anteilen anderer Gesellschafter mit –24 Millionen € bei. Der negative Ergebnisbeitrag ist auf den anteiligen Verbrauch der im Zuge der Kaufpreisallokation zu Marktwerten bilanzierten Vorräte sowie auf die zeitanteilige Abschreibung der immateriellen Vermögenswerte von insgesamt 97 Millionen € zurückzuführen.

Die folgende Übersicht gibt die beizulegenden Zeitwerte der durch die Akquisition von Pronova BioPharma ASA erworbenen Vermögenswerte und Schulden zum 31. Januar 2013 wieder. Der Geschäfts- und Firmenwert repräsentiert die bei der Kaufpreisallokation nicht separierbaren Werte. Es handelt sich dabei im Wesentlichen um das Know-how der Mitarbeiter und Synergien aus der Integration der erworbenen Geschäfte.

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Kaufpreisallokation der Akquisition von Pronova BioPharma ASA zum 31. Januar 2013 (Millionen €)

 

Zeitwerte zum Erwerbszeitpunkt

Sachanlagen

288

Übriges immaterielles Vermögen

271

Finanzanlagen und übriges langfristiges Vermögen

14

Langfristiges Vermögen

573

 

 

Vorräte

136

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

10

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

55

Übriges kurzfristiges Vermögen

19

Kurzfristiges Vermögen

220

Vermögen

793

 

 

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

3

Sonstige langfristige Rückstellungen

5

Latente Steuerschulden

115

Übrige langfristige Verbindlichkeiten

31

Langfristiges Fremdkapital

154

 

 

Finanzschulden

171

Rückstellungen

5

Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten

78

Kurzfristiges Fremdkapital

254

Fremdkapital

408

 

 

Nettovermögen

385

Geschäfts- oder Firmenwert

141

 

 

Gesamtkaufpreis

526

Im Jahr 2013 wurden weiterhin folgende Akquisitionen durchgeführt:

  • Zum 11. März 2013 vollzog BASF die im dritten Quartal 2012 angekündigte Übernahme von Teilen des TDI-Geschäfts der Ciech-Gruppe. Der Erwerb umfasste überwiegend gewerbliche Schutz- und Urheberrechte und den Zugang zu Kunden. TDI wird vor allem in Anwendungen der Möbel- und Automobilindustrie eingesetzt. Das akquirierte Geschäft wurde in den Unternehmensbereich Monomers integriert.
  • Am 17. April 2013 erwarb BASF die Enzymtechnologie für Wasch- und Reinigungsmittel der Henkel AG & Co. KGaA, Düsseldorf. Diese umfasst Stämme für die Produktion von Enzymen, verschiedene Enzyme für Wasch- und Reinigungsmittel sowie die damit verbundenen geistigen Eigentumsrechte. Die Aktivitäten wurden in den Unternehmensbereich Care Chemicals integriert.
  • Am 31. Juli 2013 schloss BASF den Erwerb von Vermögenswerten von Statoil ASA, Stavanger/Norwegen, ab. Dabei wurden Anteile an den Feldern Brage (32,7 %), Vega (30 %) und Gjøa (15 %) erworben und in das Segment Oil & Gas integriert, wodurch sich die Produktion in Norwegen von rund 3.000 auf fast 40.000 Barrel Öläquivalent pro Tag erhöhte. Statoil ASA erhielt im Gegenzug einen 15-prozentigen Anteil am Entwicklungsprojekt Edvard Grieg sowie einen finanziellen Ausgleich in Höhe von 1,35 Milliarden US$ beziehungsweise 1,02 Milliarden €. Bei erfolgreicher Entwicklung im Vega-Feld wird BASF eine zusätzliche Zahlung von bis zu 100 Millionen US$ leisten. Die Transaktion wurde mit wirtschaftlicher Rückwirkung zum 1. Januar 2013 vollzogen. Deshalb führten die seit Jahresbeginn 2013 angefallenen Erträge der anteiligen Produktion aus den Feldern Brage, Vega und Gjøa sowie getätigten Investitionen in diese Felder zu Kaufpreisanpassungen. Weiterhin wurde die wahrscheinliche Verpflichtung für eine erfolgreiche Entwicklung des Vega-Feldes in die Kaufpreisanpassungen eingerechnet. In die Ermittlung des Gesamtkaufpreises ging der Fair Value des abgehenden Anteils am Entwicklungsprojekt Edvard Grieg von 259 Millionen € ein.
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Gesamtkaufpreis der Transaktion mit Statoil ASA (Millionen €)

 

31.07.2013

Finanzielle Ausgleichszahlung

1.017

15-%-Anteil am Fair Value von Edvard Grieg

259

Kaufpreisanpassungen

–423

Gesamtkaufpreis

853

Zum Transaktionszeitpunkt wurde neben dem Abgang des Anteils an Edvard Grieg eine Zahlung von 588 Millionen € geleistet.

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Nettozahlung der Transaktion mit Statoil ASA (Millionen €)

 

31.07.2013

Gesamtkaufpreis

853

15-%-Anteil am Fair Value von Edvard Grieg

–259

Zukünftig zu leistende Kaufpreiszahlung

–6

Nettozahlung

588

Die folgende Übersicht gibt die beizulegenden Zeitwerte der dafür von Statoil ASA erworbenen Vermögenswerte und Schulden zum 31. Juli 2013 wieder.

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Kaufpreisallokation der Transaktion mit Statoil ASA (Millionen €)

 

Zeitwerte zum Erwerbszeitpunkt

Sachanlagen

1.204

Übrige immaterielle Vermögenswerte

32

Finanzanlagen und übriges langfristiges Vermögen

197

Langfristiges Vermögen

1.433

 

 

Vorräte

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Übriges kurzfristiges Vermögen

3

Kurzfristiges Vermögen

3

Vermögen

1.436

 

 

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Sonstige langfristige Rückstellungen

271

Latente Steuerschulden

705

Übrige langfristige Verbindlichkeiten

Langfristiges Fremdkapital

976

 

 

Finanzschulden

Rückstellungen

Übrige Verbindlichkeiten

250

Kurzfristiges Fremdkapital

250

Fremdkapital

1.226

 

 

Nettovermögen

210

Geschäfts- oder Firmenwert

643

 

 

Gesamtkaufpreis

853

Die Übernahme der Vermögenswerte von Statoil ASA erhöhte den Umsatz des Geschäftsjahres 2013 um 368 Millionen € und den Jahresüberschuss nach Anteilen anderer Gesellschafter um 24 Millionen €. Bei einem Einbezug der erworbenen Vermögenswerte zum 1. Januar 2013 hätten die Proforma-Umsatzerlöse 931 Millionen € und der Jahresüberschuss 98 Millionen € betragen. Unter Berücksichtigung der Bewertung des hingegebenen Anteils am Entwicklungsprojekt Edvard Grieg zum beizulegenden Zeitwert von 259 Millionen € wurde ein Ertrag von 164 Millionen € als Sondereinfluss realisiert.

  • Mit Wirkung zum 31. Oktober 2013 vollzog BASF den Erwerb sämtlicher Aktien der Verenium Corporation, San Diego/Kalifornien. Im Rahmen des öffentlichen Übernahmeangebots waren BASF zunächst 71 % der Anteile verbindlich angedient worden. Alle übrigen berechtigten Verenium-Aktien wurden am gleichen Tag in einen Baranspruch in Höhe des öffentlichen Angebotspreises von 4,00 US$ je Aktie gewandelt und die Akquisition damit abgeschlossen. Verenium Corporation ist in der Entwicklung und Vermarktung hochwertiger Enzyme, die als Katalysatoren biologische und chemische Prozesse ermöglichen und beschleunigen, tätig. Die erworbenen Aktivitäten wurden im Akquisitionszeitpunkt dem Segment Performance Products und Sonstige zugeordnet.

Die Summe der Kaufpreise der 2013 erworbenen Geschäfte betrug einschließlich nicht zahlungswirksamer Kaufpreisbestandteile 1.490 Millionen €. Die Auszahlungen für Akquisitionen beliefen sich auf 1.225 Millionen €. Die Aufteilung der Kaufpreise nach IFRS 3 erfolgte auf Basis von Schätzungen. Mit Ausnahme des Erwerbs von Pronova BioPharma ASA sind die Kaufpreisaufteilungen als vorläufig anzusehen und können innerhalb eines Jahres nach Erwerb angepasst werden.

Im Jahr 2012 akquirierte BASF die folgenden Geschäfte:

  • Am 13. Februar 2012 erwarb BASF die Ovonic Battery Company mit Sitz in Rochester Hills/Michigan. Ovonic besitzt im Bereich der Nickel-Metallhydrid(NiMH)-Batterietechnologien weltweit zahlreiche Patente und Patentanmeldungen. Das Unternehmen wurde in die neu gegründete globale Geschäftseinheit Batteriematerialien, die Teil des Unternehmensbereichs Catalysts ist, eingegliedert.
  • Mit Wirkung zum 29. Februar 2012 akquirierte BASF das Geschäft mit Polyethylenterephthalat(PET)-Schaumstoffen von B.C. Foam S.p.A., Volpiano/Italien. Der Erwerb umfasste Produktionsanlagen und gewerbliche Schutzrechte. Das erworbene Geschäft wurde dem Unternehmensbereich Performance Materials zugeordnet.
  • Am 25. April 2012 übernahm BASF von Novolyte Technologies LP, Cleveland/Ohio, das Geschäft im Bereich Energiespeicherung mit Schwerpunkten bei der Entwicklung, Herstellung und Vermarktung von hochleistungsfähigen Elektrolyt-Formulierungen für Lithium-Ionen-Batterien, das bei BASF als Teil der Geschäftseinheit Batteriematerialien fortgeführt wird. Außerdem erwarb BASF von Novolyte Holdings LP das Geschäft mit Veredelungsmaterialien. Diese Aktivitäten wurden dem Unternehmensbereich Intermediates zugeordnet. Im Zuge der Übernahme führt BASF ein Joint Venture in Nantong/China fort, das Novolyte gemeinsam mit dem koreanischen Hersteller von Lithiumhexafluorophosphat (LiPF6), Foosung Co., Ltd., betrieb.
  • Zum 2. Mai 2012 schloss BASF den Erwerb des Polyamid-Polymer-Geschäfts der Mazzaferro-Gruppe, Brasilien, ab. BASF integrierte die erworbenen Aktivitäten in ihr bestehendes Geschäft mit technischen Kunststoffen und Polyamid-Polymeren des Unternehmensbereichs Monomers.
  • Am 8. Mai 2012 erwarb BASF die Equateq Ltd., Callanish/Schottland, einen Hersteller von hochkonzentrierten Omega-3-Fettsäuren. Mit der Übernahme erweiterte BASF ihr Portfolio an Omega-3-Produkten für die Pharma- und Nahrungsergänzungsmittelindustrie des Unternehmensbereichs Nutrition & Health.
  • Am 1. Juli 2012 übernahm BASF das Geschäft der ITWC, Inc., Malcom/Iowa. Die Transaktion ergänzte das BASF-Angebot an Polyurethanprodukten, -systemen und -spezialitäten in Nordamerika und wurde dem Unternehmensbereich Performance Materials zugeordnet.
  • Mit Wirkung zum 21. November 2012 akquirierte BASF die Becker-Underwood-Gruppe mit Sitz in Ames/Iowa. Becker Underwood zählt zu den weltweit führenden Anbietern von Technologien zur biologischen Saatgutbehandlung, Pigmenten und Polymeren für die Saatgutbehandlung sowie von Produkten für die Anwendungsfelder biologischer Pflanzenschutz, Gartenbau, Tierernährung und Landschaftsgestaltung. Die Aktivitäten von Becker Underwood wurden überwiegend in die neu geschaffene globale Geschäftseinheit Functional Crop Care integriert und damit Teil des Unternehmensbereichs Crop Protection. Das Tierernährungsgeschäft von Becker Underwood wurde in den Unternehmensbereich Nutrition & Health integriert.

Die folgende Übersicht zeigt die Auswirkungen der in den Jahren 2013 und 2012 getätigten Akquisitionen zum jeweiligen Erwerbszeitpunkt auf den Konzernabschluss. Sofern im Zuge von Akquisitionen Vermögenswerte hingegeben oder zusätzliche Verpflichtungen eingegangen wurden, wird die saldierte Auswirkung dargestellt.

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Auswirkung der Akquisitionen im Erwerbsjahr

 

2013

 

2012

 

Millionen €

%

 

Millionen €

%

Geschäfts- oder Firmenwert

779

11,3

 

586

9,2

Übrige immaterielle Vermögenswerte

310

5,8

 

487

8,3

Sachanlagen

1.386

7,6

 

106

0,6

Finanzanlagen

 

70

2,4

Übriges Vermögen

236

12,6

 

10

0,2

Langfristige Vermögenswerte

2.711

7,3

 

1.259

3,6

Kurzfristige Vermögenswerte

276

1,0

 

167

0,6

davon Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

69

3,8

 

12

0,7

Vermögen

2.987

4,6

 

1.426

2,3

 

 

 

 

 

 

Eigenkapital

164

0,6

 

4

.

Langfristiges Fremdkapital

1.094

5,0

 

211

1

davon Finanzschulden

19

0,2

 

Kurzfristiges Fremdkapital

504

3,4

 

156

0,9

davon Finanzschulden

171

5,3

 

86

2,1

Kapital

1.762

2,7

 

371

0,6

Auszahlungen für Akquisitionen

1.225

 

 

1.055

 

Zur Veräußerung gehaltene Gruppen von Vermögenswerten und Schulden

  • Am 14. November 2012 schlossen BASF und Gazprom eine Vereinbarung zum Tausch von wertgleichen Unternehmensteilen. Am 23. Dezember 2013 wurde der abschließende Vertrag unterzeichnet. Der Vollzug der Transaktion wird Mitte 2014 erwartet und mit wirtschaftlicher Rückwirkung zum 1. April 2013 erfolgen. Die Europäische Kommission hat der Transaktion Anfang Dezember 2013 zugestimmt. Die Vereinbarung sieht vor, dass BASF 25 % plus einen Anteil an den Blöcken IV und V der Achimov-Formation des Urengoi-Erdgas-und-Kondensatfeldes in Westsibirien erhält. Die Blöcke IV und V haben gemäß Entwicklungsplan insgesamt Kohlenwasserstoffvorkommen in Höhe von 274 Milliarden Kubikmeter Erdgas und 74 Millionen Tonnen Kondensat. Auf dem Plateau sollen aus den beiden Blöcken insgesamt mindestens 8 Milliarden Kubikmeter Gas pro Jahr gefördert werden. Der Start der Produktion ist für das Jahr 2016 vorgesehen. Im Gegenzug wird BASF ihren Anteil am bisher gemeinsam betriebenen Erdgashandels- und Speichergeschäft an den Partner Gazprom übertragen. Hierzu zählen die 50-%-Beteiligungen an den Erdgashandelsgesellschaften WINGAS GmbH und Wintershall Erdgas Handelshaus GmbH & Co. KG einschließlich deren Tochtergesellschaften sowie die Beteiligungen an den Erdgasspeichern Rehden und Jemgum/Deutschland sowie Haidach/Österreich. Gazprom wird zudem mit 50 % an der Wintershall Noordzee B.V. beteiligt, die in der Erdöl- und Erdgassuche sowie -förderung in der südlichen Nordsee (Niederlande, Großbritannien, Dänemark) tätig ist. Die Vermögenswerte und Schulden dieser Aktivitäten wurden zum Jahresende 2012 in eine Veräußerungsgruppe umgegliedert. Bis zum Vollzug werden Umsatz und Ergebnis des BASF-Erdgashandelsgeschäfts sowie der Wintershall Noordzee B.V. weiterhin im Segment Oil & Gas berichtet.

Die Werte der Veräußerungsgruppe sind in der folgenden Tabelle dargestellt:

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Veräußerungsgruppe Gashandelsgeschäft (Millionen €)

 

31.12.2013

31.12.2012

Immaterielles Vermögen

96

92

Sachanlagen

1.102

912

At Equity bewertete Beteiligungen

81

81

Sonstige Finanzanlagen

13

1

Vorräte

569

689

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

857

1.321

Positive Marktwerte von Derivaten

20

39

Übrige Forderungen und sonstiges Vermögen

78

121

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

12

8

Vermögen der Veräußerungsgruppe

2.828

3.264

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

18

21

Sonstige Rückstellungen

462

503

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

648

1.278

Negative Marktwerte von Derivaten

46

45

Übrige Verbindlichkeiten

116

146

Schulden der Veräußerungsgruppe

1.290

1.993

Reinvermögen

1.538

1.271

Devestitionen

Folgende Aktivitäten wurden von BASF im Jahr 2013 veräußert beziehungsweise auf Grund des Kontrollverlustes verändert einbezogen:

  • Mit Wirkung zum 2. April 2013 schloss BASF den im vierten Quartal 2012 angekündigten Verkauf des Geschäfts mit Betonspritzmaschinen für den Tunnel- und Bergbau an Atlas Copco ab. Die Transaktion umfasst den Produktionsstandort Winterthur/Schweiz sowie die Vertriebs- und Serviceaktivitäten in Hermsdorf. Das Geschäft war dem Unternehmensbereich Construction Chemicals zugeordnet.
  • Zum 1. Juli 2013 veräußerte BASF die Aktivitäten des Arbeitsgebietes CONICA Sports Surfaces einschließlich des Standorts Schaffhausen/Schweiz an die Serafin Unternehmensgruppe, München. Der Verkauf umfasst die Entwicklung, Produktion und den Vertrieb von Belagsystemen für Laufbahnen, Sporthallen, Tennis- und Spielplätze sowie Lösungen für Kunstrasen. Die Aktivitäten waren dem Unternehmensbereich Construction Chemicals zugeordnet.
  • Am 30. September 2013 schloss BASF den am 15. Mai 2013 angekündigten Verkauf der Industrial Water Management France S.A.S., Lyon/Frankreich, an Degrémont, eine Tochtergesellschaft von SUEZ ENVIRONNEMENT, ab. Das Geschäft war dem Unternehmensbereich Performance Chemicals zugeordnet.
  • Am 31. Dezember 2013 schloss BASF den am 18. Juli 2013 angekündigten Verkauf der Wall Systems GmbH & Co. KG, Marktredwitz, an ROCKWOOL ab. Die Hauptgeschäftsfelder der Gesellschaft sind Systeme für die Außen- und Innendämmung von Gebäuden sowie zur Renovierung und Restaurierung historischer Gebäude. Die Aktivitäten waren dem Unternehmensbereich Construction Chemicals zugeordnet.
  • Zum 31. Dezember 2013 ist eine Zusatzvereinbarung zum Gesellschaftsvertrag der GASCADE Gastransport GmbH ausgelaufen. Mit dem Auslaufen der Vereinbarung und der damit einhergehenden Änderung der Corporate-Governance-Struktur verliert BASF die alleinige Kontrolle über GASCADE Gastransport GmbH und kann nur noch maßgeblichen Einfluss auf die Beteiligung ausüben. Gemäß IFRS 10 endet damit die Vollkonsolidierung der Gesellschaft, und die Beteiligung wird seitdem als assoziiertes Unternehmen nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen. BASF hält weiterhin einen Anteil von 50,02 % an der GASCADE Gastransport GmbH.

Die bilanziellen Werte der GASCADE Gastransport GmbH (100 %) zum Zeitpunkt des Übergangs von der Vollkonsolidierung auf die Equity-Methode sind in der folgenden Tabelle dargestellt:

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GASCADE Gastransport GmbH (Millionen €)

 

31.12.2013

Immaterielles Vermögen

16

Sachanlagen

882

Vorräte

26

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

5

Positive Marktwerte von Derivaten

Übrige Forderungen und sonstiges Vermögen

109

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Vermögen

1.038

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

10

Sonstige Rückstellungen

196

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

52

Negative Marktwerte von Derivaten

Übrige Verbindlichkeiten

376

Schulden

634

Reinvermögen

404

Drittanteile

202

Anteiliges Reinvermögen

202

Der zum Fair Value bewertete At-Equity-Beteiligungsbuchwert der GASCADE Gastransport GmbH lag im Zugangszeitpunkt bei 631 Millionen €. Der Gewinn aus dem Übergang in Höhe von 429 Millionen € entspricht im Einklang mit IFRS 10 dem Saldo aus dem Fair Value der Beteiligung und dem abgehenden anteiligen Reinvermögen.

Die folgende Übersicht zeigt die einzelnen Komponenten der Gewinnrealisierung bei BASF aus dem Übergang der GASCADE Gastransport GmbH:

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Gewinnrealisierung aus dem Übergang GASCADE Gastransport GmbH (Millionen €)

 

31.12.2013

Fair Value der Beteiligung an GASCADE Gastransport GmbH

631

Abgehendes anteiliges Reinvermögen

202

Ergebnis aus dem Übergang

429

Folgende Aktivitäten wurden von BASF im Jahr 2012 veräußert:

  • BASF verkaufte am 31. Januar 2012 ihren Anteil von 50 % am Gemeinschaftsunternehmen PEC-Rhin S.A., Ottmarsheim/Frankreich, an den Joint-Venture-Partner GPN, Courbevoie/Frankreich. PEC-Rhin besaß und betrieb Anlagen zur Herstellung von KAS/AN-Düngemitteln (Kalkammonsalpeter/Ammoniumnitrat) sowie zur Herstellung der Zwischenprodukte Ammoniak und Salpetersäure.
  • Am 31. März 2012 wurde die Veräußerung der Düngemittelaktivitäten in Antwerpen/Belgien an EuroChem, Moskau/Russland, die bereits am 27. September 2011 vereinbart worden war, nach Zustimmung der Kartellbehörden abgeschlossen. Der Verkauf umfasste Anlagen zur Herstellung von KAS/AN-Düngemitteln (Kalkammonsalpeter/Ammoniumnitrat), NPK-Düngemitteln (Stickstoff-Phosphat-Kali) und Nitrophosphorsäure sowie drei zugehörige Salpetersäure-Anlagen.
  • Am 30. August 2012 schloss BASF den am 15. März 2012 angekündigten Verkauf des Offset-Druckfarbengeschäfts (IMEX) an Quantum Kapital AG, St. Gallen/Schweiz, ab. Die Devestition umfasste alle Offset-Druckfarben-Aktivitäten sowie die Übernahme aller dem Geschäft zugeordneten Mitarbeiter am Standort Maastricht/Niederlande. Das Geschäft war dem Unternehmensbereich Dispersions & Pigments zugeordnet.
  • Zum 30. November 2012 wurde die Devestition des Bautenanstrichmittel-Geschäfts der Relius Coatings GmbH & Co. KG, Oldenburg, und der Beteiligung an der Relius France S.A.S., Ostwald/Frankreich, abgeschlossen. Das Geschäft war dem Unternehmensbereich Coatings zugeordnet.
  • Mit Wirkung zum 19. Dezember 2012 veräußerte BASF ihr Geschäft mit Härtungsmitteln der Marke Capcure® an Gabriel Performance Products LLC, Ashtabula/Ohio. Das Geschäft war dem Unternehmensbereich Dispersions & Pigments zugeordnet.

Die folgende Übersicht zeigt die Auswirkungen der Devestitionen der Jahre 2013 und 2012 auf den Konzernabschluss. Beim Umsatz wird der durch die Devestitionen verursachte Rückgang gegenüber dem Vorjahr dargestellt. Die Auswirkung auf das Eigenkapital betrifft im Wesentlichen Abgangsgewinne beziehungsweise -verluste aus Devestitionen.

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Auswirkungen der Devestitionen im Jahr der Veräußerung

 

2013

 

2012

 

Millionen €

%

 

Millionen €

%

Umsatz

–208

–0,3

 

–810

–1,1

 

 

 

 

 

 

Langfristige Vermögenswerte

–345

–0,9

 

84

0,2

davon Sachanlagen

–895

–4,9

 

–16

–0,1

Kurzfristige Vermögenswerte

297

1,1

 

–263

–1,0

davon Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

–3

–0,2

 

–7

–0,4

Vermögen

–48

–0,1

 

–179

–0,3

 

 

 

 

 

 

Eigenkapital

233

0,8

 

400

1,6

Langfristiges Fremdkapital

–200

–0,9

 

154

0,8

davon Finanzschulden

 

–1

.

Kurzfristiges Fremdkapital

–14

–0,1

 

–2

.

davon Finanzschulden

 

Kapital

19

.

 

552

0,9

Verkaufspreis

67

 

 

731

 

Bereits vereinbarte Transaktion

  • Am 12. Dezember 2013 unterzeichnete BASF mit der ungarischen MOL-Gruppe eine Vereinbarung zum Verkauf ausgewählter Öl-und-Gas-Beteiligungen in der Nordsee. Dabei handelt es sich um 14 Lizenzen, unter anderem nicht-eigenoperierte Anteile am Produktionsfeld Broom (29 %) sowie an den Funden Catcher (20 %), Cladhan (33,5 %) und Scolty/Crathes (50 %). Die Transaktion soll finanziell rückwirkend zum 1. Januar 2013 vollzogen werden. Der Abschluss wird, vorbehaltlich der Zustimmung der zuständigen Behörden und Partner, für das erste Quartal 2014 erwartet.