29 – Kapitalflussrechnung und Kapitalstrukturmanagement

Kapitalflussrechnung

Im Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit sind folgende Zahlungen enthalten:

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Millionen €

2013

2012

Ertragsteuerzahlungen

1.125

1.332

Zinszahlungen

446

549

Erhaltene Dividenden

238

385

Die Zinszahlungen beinhalten 160 Millionen € (2012: 171 Millionen €) erhaltene und 606 Millionen € (2012: 720 Millionen €) gezahlte Zinsen.

Außerdem sind im Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit Rentenzahlungen in Höhe von 250 Millionen € (2012: 233 Millionen €) berücksichtigt, für die im Rahmen eines Contractual Trust Arrangements eine Vermögensdeckung besteht.

Kapitalstrukturmanagement

Ziel des Kapitalstrukturmanagements ist es, finanzwirtschaftlich flexibel zu bleiben, um das Geschäftsportfolio weiterentwickeln und strategische Optionen wahrnehmen zu können. Ziele der Finanzierungspolitik sind die Sicherung der Zahlungsfähigkeit, die Begrenzung finanzwirtschaftlicher Risiken sowie die Optimierung der Kapitalkosten.

Das Kapitalstrukturmanagement orientiert sich an den Anforderungen, die für einen uneingeschränkten Kapitalmarktzugang und ein solides A-Rating notwendig sind. Die Kapitalstruktur wird im Rahmen der Finanzplanung unter Berücksichtigung ausgewählter Finanzkennzahlen, wie dynamischer Verschuldungsgrößen und der Eigenkapitalquote, gesteuert. Das bilanzielle Eigenkapital der BASF-Gruppe betrug zum 31. Dezember 2013 27.789 Millionen € (31. Dezember 2012: 25.621 Millionen €), die Eigenkapitalquote belief sich am 31. Dezember 2013 auf 43,2 % (31. Dezember 2012: 40,8 %).

Fremdkapital nimmt BASF bevorzugt über Kapitalmärkte auf. Zur kurzfristigen Finanzierung wird ein Commercial-Paper-Programm genutzt, während zur mittel- und langfristigen Finanzierung Unternehmensanleihen, die in Euro und anderen Währungen mit unterschiedlichen Laufzeiten begeben werden, zum Einsatz kommen. Dadurch werden ein ausgewogenes Fälligkeitsprofil, eine Diversifikation der Investoren und für BASF vorteilhaftere Finanzierungskonditionen erreicht.

Das Zinsrisikomanagement der BASF verfolgt das Ziel, den Zinsaufwand der Gruppe zu reduzieren, indem ausgewählte Kapitalmarktverbindlichkeiten mit fixer Verzinsung durch den Einsatz von Receiver-Swaps in variabel verzinsliche gewandelt werden.

Im Rahmen des Risikomanagements werden Aktivitäten in Ländern mit Transferrestriktionen kontinuierlich überwacht. Hierzu gehört unter anderem die regelmäßige Analyse von makroökonomischen und rechtlichen Rahmenbedingungen, der Eigenkapitalausstattung und dem Geschäftsmodell der operativen Einheit. Übergeordnetes Ziel ist die Reduktion von Counterparty-, Transfer- und Währungsrisiken für die BASF-Gruppe.

BASF verfügt derzeit über folgende Ratings:

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31.12.2013

 

31.12.2012

 

Moody’s

Standard & Poor’s

 

Moody’s

Standard & Poor’s

Langfristige Finanzschulden

A1

A+

 

A1

A+

Kurzfristige Finanzschulden

P-1

A-1

 

P-1

A-1

Ausblick

stabil

stabil

 

stabil

stabil

Das kurz- und langfristige Rating der BASF haben Moody’s am 14. Oktober 2013 und Standard & Poor’s am 22. November 2013 bestätigt und mit einem stabilen Ausblick versehen.

BASF strebt an, mindestens ein solides A-Rating zu halten, das einen uneingeschränkten Zugang zu den Geld- und Kapitalmärkten gewährleistet.