30 – Aktienkursbasiertes Vergütungsprogramm und BASF-Aktienprogramm

Aktienkursbasiertes Vergütungsprogramm

Im Jahr 2013 wurde das seit 1999 bestehende aktienkursbasierte Vergütungsprogramm (sogenanntes Long-Term-Incentive- oder LTI-Programm) für Führungskräfte der BASF-Gruppe fortgeführt. Derzeit sind circa 1.200 Führungskräfte einschließlich des Vorstands zur Teilnahme am LTI-Programm berechtigt. Dieses Programm sieht die Gewährung von virtuellen Optionen vor. Bei Ausübung werden die Optionsrechte durch Barvergütung erfüllt (Cash Settlement).

Die Teilnahme am LTI-Programm ist freiwillig. Voraussetzung für die Teilnahme ist ein Eigeninvestment: Der Teilnehmer verpflichtet sich, für die Dauer von zwei Jahren ab Optionsgewährung BASF-Aktien in Höhe von 10 bis 30 % seiner variablen Gehaltsbezüge zu halten (Haltefrist). Für die Anzahl der zu haltenden Aktien ist neben der variablen Vergütung der mit dem Volumen gewichtete Durchschnittskurs am ersten Handelstag nach der Hauptversammlung maßgeblich, der am 29. April 2013 70,22 € betrug.

Für jede eingebrachte BASF-Aktie erhält der Teilnehmer vier Optionsrechte. Jedes Optionsrecht besteht aus den Teilrechten A und B, deren Werthaltigkeit sich an unterschiedlichen Erfolgszielen (Hürden) orientiert: Teilrecht A ist werthaltig, wenn der Kurs der BASF-Aktie gegenüber dem Basiskurs bei Gewährung der Optionsrechte um mehr als 30 % gestiegen ist (absolute Hürde). Der Wert des Teilrechts A ergibt sich aus der Differenz zwischen dem Börsenkurs am jeweiligen Ausübungstag und dem Basiskurs; er ist auf 100 % des Basiskurses begrenzt. Teilrecht B wird werthaltig, wenn die kumulierte Wertsteigerung der BASF-Aktie den Anstieg des MSCI World Chemicals IndexSM (MSCI Chemicals) übersteigt (relative Hürde). Der Wert des Teilrechts B ergibt sich aus der doppelten prozentualen Outperformance der BASF-Aktie bei Ausübung, bezogen auf den Basiskurs; er ist begrenzt auf den um den rechnerischen Nennbetrag der BASF-Aktie verminderten Börsenschlusskurs bei Ausübung. Beginnend mit dem LTI-Programm 2013 ist das Teilrecht B jedoch nur dann werthaltig, wenn der Kurs der BASF-Aktie mindestens dem Basiskurs entspricht. Die Optionen wurden zum 1. Juli 2013 gewährt und können nach Ablauf einer zweijährigen Wartefrist zwischen dem 1. Juli 2015 und dem 30. Juni 2021 ausgeübt werden. Während der Ausübungsphase dürfen die Optionen innerhalb bestimmter Sperrfristen (Closed Periods) nicht ausgeübt werden. Jedes Optionsrecht kann nur insgesamt ausgeübt werden. Hierzu muss eine der Ausübungshürden überschritten worden sein. Ist die andere Ausübungshürde nicht übertroffen, verfällt das damit verbundene Teilrecht. Der maximal mögliche Ausübungsgewinn für einen Teilnehmer ist ab dem LTI-Programm 2013 auf das Fünffache des Eigeninvestments begrenzt. Für Programme aus Vorjahren beträgt der maximale Ausübungsgewinn das Zehnfache des Eigeninvestments. Die gewährten Optionen sind nicht übertragbar und verfallen, wenn der Teilnehmer vor Ablauf der zweijährigen Haltefrist Aktien aus seinem Eigeninvestment verkauft oder aus der BASF-Gruppe ausscheidet. Sie bleiben bei Eintritt in den Ruhestand erhalten. Für die Mitglieder des Vorstands ist die langfristige Ausrichtung des Programms gegenüber den für die übrigen Teilnehmer geltenden Bedingungen deutlich verstärkt. Sie sind verpflichtet, mit mindestens 10 % der Bruttotantieme an dem LTI-Programm teilzunehmen. Dabei gilt im Hinblick auf dieses verpflichtende Eigeninvestment (in Form von BASF-Aktien) eine verlängerte Haltefrist von vier Jahren. Eine Ausübung der Optionsrechte ist für die Mitglieder des Vorstands frühestens vier Jahre nach Gewährung (Wartefrist) möglich.

Die Programme 2006 bis 2012 entsprechen mit den oben genannten Ausnahmen in ihrer Grundstruktur dem LTI-Programm 2013.

Die Modelle zur Bewertung der Optionspläne basieren auf der arbitragefreien Bewertung nach Black/Scholes. Die Marktwerte der Optionen werden mit Hilfe des Binomialmodells ermittelt.

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Beizulegender Zeitwert der Optionen und Bewertungsparameter zum 31. Dezember 2013 1

 

 

LTI-Programm des Jahres

 

 

2013

2012

1

Es wurde ein vom Gewinnpotenzial der Optionen abhängiges Ausübungsverhalten unterstellt.

Beizulegender Zeitwert

34,91

43,82

Dividendenrendite

%

3,36

3,36

Risikoloser Zinssatz

%

1,59

1,34

Volatilität BASF-Aktie

%

28,57

30,13

Volatilität MSCI Chemicals

%

19,50

20,69

Korrelation BASF-Kurs – MSCI Chemicals

%

79,62

80,07

Am Bilanzstichtag 31. Dezember 2013 betreffen die genannten beizulegenden Zeitwerte und Bewertungsparameter die LTI-Programme der Jahre 2013 und 2012. Für Programme aus Vorjahren wurden entsprechende beizulegende Zeitwerte ermittelt und Bewertungsparameter verwendet.

Die Volatilitäten wurden ermittelt auf Basis der monatlichen Schlusskurse über einen historischen Zeitraum entsprechend der Restlaufzeit der Optionen.

Die Anzahl der gewährten Optionen betrug 2.081.900 im Jahr 2013 und 2.651.612 im Jahr 2012.

Da durch Beschluss des Vorstands im Jahr 2002 die Optionsrechte bei Ausübung durch Barvergütung zu erfüllen sind, werden alle noch bestehenden Optionsrechte aus den Programmen 2006 bis 2013 zum 31. Dezember 2013 mit ihrem beizulegenden Zeitwert am Bilanzstichtag bewertet. Für Programme in der Wartefrist wird eine anteilige Rückstellung gebildet. Die LTI-Rückstellung fiel auf Grund von im Durchschnitt niedrigeren beizulegenden Zeitwerten der Optionen von 411 Millionen € zum 31. Dezember 2012 auf 367 Millionen € zum 31. Dezember 2013. Der Verbrauch der Rückstellung betrug im Jahr 2013 148 Millionen € und im Jahr 2012 157 Millionen €. Der Personalaufwand betrug im Jahr 2013 104 Millionen € (2012: 299 Millionen €).

Der gesamte innere Wert der ausübbaren Optionen betrug 160 Millionen € zum 31. Dezember 2013 und 269 Millionen € zum 31. Dezember 2012.

BASF-Aktienprogramm

Teilnahmeberechtigt am BASF-Aktienprogramm „Plus“ sind Mitarbeiter, die nicht zur Teilnahme an dem LTI-Programm berechtigt sind. Das Programm wurde 1999 eingeführt und wird derzeit außer in Deutschland in weiteren europäischen Ländern sowie in Mexiko angeboten. Mitarbeiter, die am BASF-Aktienprogramm „Plus“ teilnehmen, erwerben als Eigeninvestment aus ihrer variablen Vergütung BASF-Aktien. Je zehn BASF-Aktien berechtigen nach ein, drei, fünf, sieben und zehn Jahren zum kostenlosen Bezug einer BASF-Aktie. Das erste und zweite Zehnerpaket berechtigt grundsätzlich in jedem der folgenden zehn Jahre zum kostenlosen Bezug einer BASF-Aktie.

Die Rechte verfallen, wenn der Teilnehmer sein Eigeninvestment in BASF-Aktien verkauft oder seine Tätigkeit für eine Gruppengesellschaft beendet beziehungsweise ein Jahr nach dessen Pensionierung. Die Anzahl der zu gewährenden Gratisaktien hat sich wie folgt entwickelt:

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Zu gewährende Gratisaktien (Stück)

 

2013

2012

Stand zum 01.01.

2.886.647

2.982.212

Neu erworbene Ansprüche

621.575

564.005

Ausgegebene Gratisaktien

–509.807

–537.204

Verfallene Ansprüche

–90.339

–122.366

Stand zum 31.12.

2.908.076

2.886.647

An dem Tag, an dem die Mitarbeiter mit ihrem Eigeninvestment das Bezugsrecht erwerben, werden die auszugebenden unentgeltlichen Aktien zu ihrem Marktwert bewertet. Der Marktwert wird ermittelt auf Basis des Kurses der BASF-Aktie unter Berücksichtigung des Barwerts der während der Laufzeit des Programms nicht gezahlten Dividenden. Die gewichteten Marktwerte am Gewährungstag betrugen 54,39 € für das Programm 2013 und 47,61 € für das Programm 2012.

Der Marktwert der zu gewährenden Gratisaktien wird, über die Laufzeit des Programms verteilt, aufwandswirksam erfasst und in die Kapitalrücklage eingestellt.

Der Personalaufwand für das BASF-Aktienprogramm „Plus“ betrug im Jahr 2013 21 Millionen € und im Jahr 2012 21 Millionen €.