Compliance

Unser gruppenweites Compliance-Programm hat zum Ziel, die Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen und der unternehmensinternen Richtlinien sicherzustellen. Das Thema Compliance haben wir in unsere „We create chemistry“-Strategie integriert. Unser Verhaltenskodex für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verankert diese Standards verbindlich im Unternehmensalltag. Auch die Mitglieder des Vorstands sind diesen Grundsätzen ausdrücklich verpflichtet.

Das Compliance-Programm der BASF basiert auf international geltenden Standards und fasst wichtige Gesetze und unternehmensinterne Regelwerke zusammen, die das Verhalten aller BASF-Mitarbeiter in ihrem Umgang mit Geschäftspartnern, Amtsträgern, Kollegen und der Gesellschaft regeln. Der im Jahr 2013 aktualisierte einheitliche Verhaltenskodex führt die bisher geltenden Verhaltensgrundsätze zusammen und umfasst nun auch die Themen Menschenrechte, Arbeits- und Sozialstandards sowie Interessenkonflikte. Diese Themen waren bisher auf Grund entsprechender Selbstverpflichtungen sowie interner Richtlinien geregelt. Auch der Bedeutung des Themas Datenschutz tragen wir verstärkt Rechnung, indem wir es zusätzlich in unseren globalen Verhaltenskodex integriert haben.

Verhaltenskodex der BASF

Compliance-konformes Verhalten ist die Voraussetzung für unser Handeln und umfasst wichtige Gesetze sowie unternehmensinterne Regeln.

Verhaltenskodex der BASF (Grafik)

Vorrangiges Ziel unseres Compliance-Programms ist es, Verstöße von vornherein zu vermeiden. Zu diesem Zweck müssen alle Mitarbeiter innerhalb vorgeschriebener Fristen an Grund-, Auffrischungs- oder auch Spezialschulungen, zum Beispiel zum Kartellrecht oder zu Handelskontrollbestimmungen, teilnehmen. Im Jahr 2013 haben mehr als 47.000 Mitarbeiter weltweit zusammengenommen circa 62.000 Stunden an Compliance-Schulungen teilgenommen.

Wir legen besonderen Wert darauf, dass unsere Mitarbeiter bei Zweifeln aktiv und frühzeitig Rat einholen. Hierfür stehen nicht nur die Vorgesetzten, sondern auch zahlreiche Fachstellen sowie die Compliance-Beauftragten des Unternehmens zur Verfügung. Zudem haben wir weltweit 50 externe Hotlines eingerichtet, an die sich unsere Mitarbeiter auch anonym wenden können. Alle gemeldeten Fälle werden durch unsere Experten untersucht. Wir stellen sicher, dass jedes Anliegen innerhalb einer bestimmten Frist beantwortet wird.

Der BASF Chief Compliance Officer (CCO) steuert die Umsetzung unseres Compliance-Management-Systems. Er wird dabei von weltweit mehr als 100 Compliance-Beauftragten unterstützt. Der CCO berichtet regelmäßig an den Vorstand über den Stand der Umsetzung sowie wesentliche Erkenntnisse. Außerdem informiert er den Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats mindestens einmal jährlich über den Status sowie wesentliche Entwicklungen des Compliance-Programms. Bei wichtigen Ereignissen wird der Prüfungsausschuss durch den Vorstand umgehend unterrichtet.

Die Einheit Corporate Audit der BASF überprüft, ob die Compliance-Grundsätze eingehalten werden. Dabei werden alle Themenfelder möglicher Compliance-Verstöße abgedeckt. Es wird sowohl überprüft, ob die Mitarbeiter die vorgegebenen Regeln einhalten, als auch, ob die etablierten Prozesse, Arbeitsabläufe und Kontrollen angemessen und ausreichend sind, um mögliche Risiken zu minimieren oder Verstöße von vornherein auszuschließen. Im Jahr 2013 wurden gruppenweit 111 (2012: 92) solcher Prüfungen durchgeführt, vorwiegend in den Bereichen Kartellrecht, Importe und Exporte sowie Geschenke und Einladungen. Sollte es trotz vorbeugender Maßnahmen zu Verstößen kommen, verfolgen und beheben wir diese umgehend.

Im Jahr 2013 gingen über unsere externen Hotlines 304 Anrufe und E-Mails ein (2012: 308). Die Anliegen umfassten beispielsweise Fragen zur Personalführung, zum Umgang mit Firmeneigentum bis hin zu Hinweisen über das Verhalten von Geschäftspartnern. In allen uns bekannt werdenden Fällen, bei denen ein Verdacht auf Fehlverhalten besteht, leiten wir eine Untersuchung ein. Festgestellte Verstöße werden geahndet und können bis zur Entlassung führen. Dabei stellen wir sicher, dass wir unternehmensintern nach einheitlichen Maßstäben die notwendigen Konsequenzen ziehen. Falls erforderlich, erfolgt auch eine Meldung an die zuständigen Behörden.

Eine immer größere Bedeutung gewinnt die Überprüfung unserer Geschäftspartner im Hinblick auf die Einhaltung von Corporate-Governance- und Compliance-Standards. Dies gilt insbesondere für die Bewertung unserer Lieferanten. In diesem Bereich haben wir unsere Aktivitäten verstärkt und 2013 705 Bewertungen durchgeführt.

Auch außerhalb unseres Unternehmens setzen wir uns für die Einhaltung der Menschenrechte sowie die Bekämpfung von Korruption ein. So sind wir Gründungsmitglied des UN Global Compact und bekennen uns zu unserer Verantwortung entsprechend den UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte. Als Mitglied bei Transparency International Deutschland sowie der „Partnering Against Corruption Initiative“ des World Economic Forum begleiten wir die Umsetzung der Zielsetzungen dieser Organisationen. Als Mitglied von UN Global Compact LEAD berichten wir nach dem Blueprint for Corporate Sustainability Leadership. Dieser Aktionsplan umfasst konkrete Maßnahmen zur Unterstützung der UN-Entwicklungsziele und zu Themen wie die Einbeziehung von Stakeholdern oder auch Transparenz.

Die Einhaltung der Compliance-Standards ist Bestandteil einer verantwortungsvollen Unternehmensführung. Dies haben wir in unseren Werten ausdrücklich verankert. Dort heißt es: „Wir halten uns strikt an unsere Compliance-Standards.“ Wir sind davon überzeugt, dass die Einhaltung dieser Standards nicht nur die mit Verstößen verbundenen Nachteile – zum Beispiel Bußgelder – vermeidet. Wir sehen darin den richtigen Weg, um den langfristigen Erfolg unseres Unternehmens sicherzustellen.

Informationen mit Relevanz im Sinne des Global Compact