Vergütung des Vorstands

Die Darstellung der Vergütung des Vorstands enthält die nach deutschem Handelsrecht, erweitert durch das Vorstandsvergütungs-Offenlegungsgesetz (VorstOG) sowie durch das Gesetz zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung (VorstAG), erforderlichen Angaben und richtet sich zudem nach den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 13. Mai 2013.

Die Systematik und die Höhe der Vergütung des Vorstands werden auf Vorschlag des Personalausschusses durch den Aufsichtsrat festgelegt. Diese Festlegung orientiert sich an der Größe, Komplexität und wirtschaftlichen Lage des Unternehmens sowie an der Leistung des Vorstands. Die interne und externe Angemessenheit der Vorstandsvergütung wird durch einen unabhängigen externen Gutachter in regelmäßigen Abständen überprüft. Weltweit tätige Unternehmen aus Europa dienen dabei als externe Referenz. Beim internen Vergleich wird insbesondere die Vergütung des Kreises der Senior Executives sowohl insgesamt als auch in der zeitlichen Entwicklung berücksichtigt.

Grundsätze

Die Vergütung des Vorstands ist darauf ausgerichtet, eine nachhaltige Unternehmensentwicklung zu fördern. Sie ist durch eine ausgeprägte Variabilität in Abhängigkeit von der Leistung des Vorstands und der Gesamtkapitalrendite der BASF-Gruppe gekennzeichnet.

Die Bezüge des Vorstands setzen sich wie folgt zusammen:

  1. 1. Festvergütung
  2. 2. Jährliche variable Vergütung (Jahrestantieme)
  3. 3. Aktienkursbasiertes, langfristig orientiertes Vergütungsprogramm (Long-Term-Incentive- oder LTI-Programm)
  4. 4. Sachbezüge und sonstige Zusatzvergütungen
  5. 5. Betriebliche Altersversorgung

Die Vergütungskomponenten stellen sich im Einzelnen wie folgt dar:

  1. Die Festvergütung ist eine fixe, auf das Gesamtjahr bezogene Vergütung, die in gleichen Raten ausbezahlt wird. Sie wird in regelmäßigen Abständen vom Aufsichtsrat überprüft und gegebenenfalls angepasst.
  2. Die jährliche variable Vergütung (Jahrestantieme) basiert auf der Leistung des Gesamtvorstands und der Höhe der Gesamtkapitalrendite. Die Gesamtkapitalrendite bildet auch die Bemessungsgrundlage für die variable Vergütung aller anderen Mitarbeitergruppen.

    Zur Bewertung der nachhaltigen Leistung des Vorstands trifft der Aufsichtsrat mit dem Gesamtvorstand jährlich eine Zielvereinbarung, die überwiegend mittel- und langfristige Ziele beinhaltet.

    Der Aufsichtsrat beurteilt die Zielerreichung des aktuellen Jahres und der beiden vorausgegangenen Jahre. Auf Grundlage der vom Aufsichtsrat festgestellten Zielerreichung wird ein Performancefaktor ermittelt, der sich zwischen 0 und 1,5 bewegt. Die Jahrestantieme wird jeweils im Anschluss an die Hauptversammlung für das abgelaufene Geschäftsjahr ausgezahlt.Die Mitglieder des Vorstands können wie andere Mitarbeitergruppen auch zu Gunsten von Versorgungsanwartschaften auf Teile ihrer Jahrestantieme verzichten (Bruttogehaltsumwandlung). Für Mitglieder des Vorstands beläuft sich der maximal umwandelbare Betrag, wie für alle anderen Senior Executives der deutschen BASF-Gruppe, auf 30.000 €. Von dieser Möglichkeit haben die Vorstandsmitglieder in unterschiedlichem Umfang Gebrauch gemacht.
  3. Für die Mitglieder des Vorstands besteht ein aktienkursbasiertes, langfristig orientiertes Vergütungsprogramm (Long-Term-Incentive- oder LTI-Programm), das auch allen übrigen Senior Executives der BASF-Gruppe angeboten wird. Gegenüber den allgemeinen Programmbedingungen bestehen für die Mitglieder des Vorstands engere Regelungen: So sind sie verpflichtet, mit mindestens 10 % der Jahrestantieme am Programm teilzunehmen. Dieses verpflichtende Eigeninvestment in Form von BASF-Aktien unterliegt einer Haltefrist von vier Jahren. Für ein freiwilliges Eigeninvestment von zusätzlich bis zu 20 % der Jahrestantieme gilt die allgemeine Haltefrist von zwei Jahren. Eine Ausübung der Optionsrechte ist für die Mitglieder des Vorstands frühestens vier Jahre nach Gewährung (Wartefrist) möglich. Durch die Ausgestaltung des LTI-Programms und die Festlegung einer Obergrenze für den Ausübungswert der Optionsrechte ist dieser Vergütungsbestandteil betragsmäßig begrenzt.

    Mehr zum Aktienbesitz von Mitgliedern des Vorstands
    Mehr zum LTI-Programm
    Personalaufwand, Vergütung und Zusatzleistungen
    Aktienkursbasiertes Vergütungsprogramm und BASF-Aktienprogramm
  4. Zu den Sachbezügen und sonstigen Zusatzvergütungen zählen Transferzulagen, Prämien für Unfallversicherung und Ähnliches sowie geldwerte Vorteile durch die Zurverfügungstellung von Kommunikationsmitteln, Verkehrsmitteln und Sicherheitsmaßnahmen. Im Jahr 2013 wurden Mitgliedern des Vorstands keine Kredite oder Vorschüsse gewährt.

    Die Mitglieder des Vorstands werden unter Berücksichtigung eines Selbstbehalts in die Absicherung durch eine von der Gesellschaft abgeschlossene Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung (D&O-Versicherung) einbezogen.

    Mehr zur Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung des Vorstands
  5. Die betriebliche Altersversorgung sieht vor, dass im Rahmen der Versorgungszusagen, die dem Vorstand erteilt werden („Performance Pension Vorstand“), jährliche Rentenbausteine angesammelt werden. Dabei entspricht die Systematik zur Bestimmung der Höhe der Versorgungsleistungen grundsätzlich derjenigen, die auch den Versorgungszusagen für die übrigen Senior Executives der BASF-Gruppe in Deutschland zu Grunde liegt. Ziel dieser Systematik ist es, sowohl dem Unternehmenserfolg als auch dem Karriereverlauf des jeweiligen Vorstandsmitglieds einen maßgeblichen Einfluss auf die Höhe der Versorgungsleistung einzuräumen.

    Der im jeweiligen Geschäftsjahr zu erwerbende Pensionsanspruch (Rentenbaustein) setzt sich aus einem fixen und einem variablen Teil zusammen. Der fixe Teil ergibt sich durch Multiplikation der jährlichen Festvergütung oberhalb der Beitragsbemessungsgrenze in der gesetzlichen Rentenversicherung mit einem Prozentsatz (Versorgungsfaktor) von 32 %. Der variable Teil des Rentenbausteins ergibt sich durch Multiplikation des fixen Teils mit einem Faktor, welcher von der Gesamtkapitalrendite des jeweiligen Geschäftsjahres und dem Performancefaktor, der auch für die Jahrestantieme maßgeblich ist, abhängig ist. Der aus dem fixen und dem variablen Teil resultierende Betrag wird mittels versicherungsmathematischer Faktoren verrentet, also unter Berücksichtigung eines Rechnungszinses (5 %), einer Sterbe-, Invaliditäts- und Hinterbliebenenwahrscheinlichkeit (Heubeck-Richttafeln 2005G) sowie einer angenommenen Rentenanpassung (mindestens 1,0 % pro Jahr) in einen Rentenbaustein (lebenslange Rente) umgerechnet.

    Die einzelnen in den jeweiligen Geschäftsjahren erworbenen Rentenbausteine werden aufsummiert und bestimmen im Versorgungsfall die dem jeweiligen Vorstandsmitglied zustehende Versorgungsleistung. Ab Eintritt des Versorgungsfalls wird diese Rente gezahlt. Der Versorgungsfall tritt ein bei Beendigung des Dienstverhältnisses nach Vollendung des 60. Lebensjahres oder auf Grund von Invalidität oder Tod. Die laufenden Rentenleistungen werden regelmäßig überprüft und um mindestens 1,0 % pro Jahr angepasst.

    Die Rentenbausteine umfassen auch eine Anwartschaft auf Hinterbliebenenleistungen. Im Falle des Todes eines aktiven oder ehemaligen Vorstandsmitglieds erhalten der hinterbliebene Ehegatte 60 %, jede Halbwaise 10 %, eine Vollwaise 33 %, zwei Vollwaisen je 25 % sowie drei und mehr Vollwaisen je 20 % der Versorgungsleistung, auf die das (ehemalige) Vorstandsmitglied Anspruch oder Anwartschaft hatte. Die Höchstgrenze für die Hinterbliebenenleistungen insgesamt beträgt 75 % der Vorstandspension. Übersteigen die Hinterbliebenenleistungen diese Höchstgrenze, werden sie verhältnismäßig gekürzt.

    Wie grundsätzlich alle Mitarbeiter der BASF SE, sind auch die Mitglieder des Vorstands Mitglied der BASF Pensionskasse VVaG. Beitragszahlung und Versorgungsleistungen bestimmen sich dabei nach deren Satzung und den Allgemeinen Versicherungsbedingungen.

Auf Basis dieser Grundsätze ergab sich folgende Vergütung für die einzelnen Mitglieder des Vorstands:

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Gesamtvergütung des Vorstands (Tausend €)

 

Erfolgsunabhängige Vergütung

 

Erfolgs­bezogene Vergütung

 

 

 

Gewährte Optionen

 

 

 

Jahr

Festver-
gütung

Sachbezüge und sonstige Zusatzver-
gütungen

 

Jahres-
tantieme 1

 

Bar-
vergütung Gesamt

 

Anzahl

Marktwert zum Zeit­punkt der Gewäh­rung 2

 

Gesamt­vergütung (Barvergütung plus gewährte Optionsrechte)

1

Basis für die Jahrestantieme ist die Gesamtkapitalrendite, die um Sondereffekte bereinigt wurde, sowie der Performancefaktor. Der Ausweis erfolgt einschließlich etwaiger Gehaltsumwandlungsbeträge.

2

Die für 2013 ausgewiesenen Marktwerte für die gewährten Optionen basieren auf dem Binomialmodell (Vorjahr: Monte-Carlo-Simulation). Bei Anwendung dieses Binomialmodells für die Ermittlung des Marktwertes der im Jahr 2012 gewährten Optionsrechte würden sich folgende Werte ergeben: Dr. Kurt Bock 1.200 Tausend €, Dr. Martin Brudermüller 883 Tausend €, Dr. Hans-Ulrich Engel 726 Tausend €, Michael Heinz 554 Tausend €, Dr. Andreas Kreimeyer 726 Tausend €, Dr. Harald Schwager 726 Tausend €, Wayne T. Smith 230 Tausend € und bei Margret Suckale 559 Tausend €.

3

Auszahlung erfolgt im Ausland in lokaler Währung auf Basis eines sich in Deutschland theoretisch ergebenden Nettogehalts.

4

Enthält transferbedingte Zahlungen, wie zum Beispiel die Übernahme ortsüblicher Mietkosten.

5

Die Vorjahresangaben beinhalten die Vergütung eines bereits im Geschäftsjahr 2012 ausgeschiedenen Mitglieds des Vorstands.

Dr. Kurt Bock
Vorsitzender

2013

1.200

124

 

2.794

 

4.118

 

54.240

1.282

 

5.400

2012

1.200

142

 

3.174

 

4.516

 

56.004

770

 

5.286

Dr. Martin Brudermüller
Stellvertretender Vorsitzender

2013

798 3

571 4

 

1.858

 

3.227

 

36.072

852

 

4.079

2012

868 3

719 4

 

2.111

 

3.698

 

41.184

566

 

4.264

Dr. Hans-Ulrich Engel

2013

555 3

814 4

 

1.397

 

2.766

 

27.120

641

 

3.407

2012

588 3

773 4

 

1.587

 

2.948

 

33.876

466

 

3.414

Michael Heinz

2013

600

125

 

1.397

 

2.122

 

27.120

641

 

2.763

2012

600

335

 

1.587

 

2.522

 

25.860

355

 

2.877

Dr. Andreas Kreimeyer

2013

600

97

 

1.397

 

2.094

 

27.120

641

 

2.735

2012

600

93

 

1.587

 

2.280

 

33.876

466

 

2.746

Dr. Harald Schwager

2013

600

160

 

1.397

 

2.157

 

27.120

641

 

2.798

2012

600

104

 

1.587

 

2.291

 

33.876

466

 

2.757

Wayne T. Smith
(seit 27.04.2012)

2013

600

475 4

 

1.397

 

2.472

 

21.276

503

 

2.975

2012

375

314 4

 

1.076

 

1.765

 

10.748

148

 

1.913

Margret Suckale

2013

600

76

 

1.397

 

2.073

 

10.880

257

 

2.330

2012

600

139

 

1.587

 

2.326

 

26.092

359

 

2.685

Summe

2013

5.553

2.442

 

13.034

 

21.029

 

230.948

5.458

 

26.487

Summe

2012

5.629 5

2.650 5

 

14.812 5

 

23.091 5

 

289.468 5

3.980 5

 

27.071 5

Im Jahr 2013 führten die zugeteilten Optionsrechte zu einem Aufwand. Der Personalaufwand bezieht sich auf die Summe aller Optionsrechte aus den LTI-Programmen 2005 bis 2013. Er ergibt sich aus einer stichtagsbezogenen Bewertung dieser Optionsrechte zum 31. Dezember 2013 und der Veränderung dieses Wertes gegenüber dem 31. Dezember 2012 unter Berücksichtigung der im Jahr 2013 ausgeübten und neu gewährten Optionsrechte. Maßgeblich für die Bewertung der Optionsrechte sind dabei die Kursentwicklung der BASF-Aktie und ihre Outperformance gegenüber den in den LTI-Programmen 2005 bis 2013 festgelegten Vergleichsindizes.

Der nachstehend aufgeführte Personalaufwand ist als rechnerische Größe jeweils nicht mit dem tatsächlichen Zufluss der realisierten Gewinne bei Ausübung der Optionsrechte gleichzusetzen. Über Zeitpunkt und Umfang der Ausübung von Optionsrechten aus den einzelnen Jahren entscheidet jedes Mitglied des Vorstands unter Beachtung der allgemeinen Bedingungen und Obergrenzen des LTI-Programms individuell.

Der auf das Jahr 2013 entfallende Personalaufwand aller zugeteilten Optionsrechte beträgt für Dr. Kurt Bock 1.870 Tausend € (2012: 4.525 Tausend €), für Dr. Martin Brudermüller 1.773 Tausend € (2012: 5.355 Tausend €), für Dr. Hans-Ulrich Engel 1.593 Tausend € (2012: 3.741 Tausend €), für Michael Heinz 477 Tausend € (2012: 1.661 Tausend €), für Dr. Andreas Kreimeyer 1.477 Tausend € (2012: 3.134 Tausend €), für Dr. Harald Schwager 1.716 Tausend € (2012: 3.839 Tausend €), für Wayne T. Smith 312 Tausend € (2012: 698 Tausend €) und für Margret Suckale 390 Tausend € (2012: 532 Tausend €).