Wirtschaftliche Rahmenbedingungen
im Jahr 2014

Für das Jahr 2014 erwarten wir folgende Rahmenbedingungen:

  • Wachstum der Weltwirtschaft mit 2,8 % nur etwas stärker als im Jahr 2013 (+2,3 %)
  • Weiterhin erhebliche Risiken für die Weltwirtschaft
  • Volatilität der Währungen in den Schwellenländern nach wie vor hoch
  • Bodenbildung und schwaches Wachstum des Bruttoinlandsprodukts in der Europäischen Union (+1,0 %)
  • Wachstum in den USA mit +2,5 % etwas über Vorjahr; Wachstum in Asien (ohne Japan) auf Vorjahresniveau (+5,8 %); etwas geringere Dynamik in China (+7,0 %); stabiles Wachstum in Japan (+1,5 %) und Südamerika (+2,6 %)
  • Ölpreis im Jahresdurchschnitt 110 US$/Barrel
  • Wechselkurs durchschnittlich 1,30 US$ pro Euro

Die Weltwirtschaft wird 2014 mit 2,8 % voraussichtlich nur etwas stärker wachsen als im Vorjahr (+2,3%). Wir gehen davon aus, dass das Wachstum im Euroraum weiterhin schwach sein wird. Es bleiben erhebliche Risiken für die Weltwirtschaft bestehen. Das Wachstum der globalen Chemieproduktion wird 2014 mit 4,4 % voraussichtlich etwa auf dem Niveau des Vorjahres (+4,6 %) liegen. Grund hierfür ist die erwartete etwas geringere Dynamik in China. Für 2014 rechnen wir mit einem durchschnittlichen Ölpreis von 110 US$/Barrel der Referenzrohölsorte Brent und einem Wechselkurs von 1,30 US$ pro Euro. Die Volatilität der Währungen in den Schwellenländern wird weiterhin hoch sein.

Ausblick zum Bruttoinlandsprodukt 2014
(Reale Veränderung gegenüber Vorjahr)
Ausblick zum Bruttoinlandsprodukt 2014 (Balkendiagramm)Bild vergrößern
Trends Bruttoinlandsprodukt 2014–2016
(Reale jährliche Veränderung im Durchschnitt)
Trends Bruttoinlandsprodukt 2014–2016 (Balkendiagramm)Bild vergrößern

In der Europäischen Union erwarten wir 2014 eine Bodenbildung und ein schwaches Wachstum. Während Deutschland, das Vereinigte Königreich und die nord- und osteuropäischen EU-Länder voraussichtlich mit Raten von mehr als einem Prozent wachsen werden, rechnen wir für die südeuropäischen Staaten mit einer weitgehend stagnierenden Wirtschaftsleistung. Wir gehen bei unserer Prognose davon aus, dass der Reform- und Konsolidierungsprozess in Europa fortgesetzt wird und die Staatsschuldenkrise nicht erneut eskaliert.

Für die USA rechnen wir mit einem etwas stärkeren Wachstum der Gesamtwirtschaft als im Jahr 2013. Die konjunkturelle Unsicherheit im Hinblick auf zukünftige Sparmaßnahmen hat sich nach der Beilegung des Haushaltsstreits verringert. Niedrige Energiepreise und eine fortgesetzte Erholung am Arbeitsmarkt werden das moderate Wachstum der US-amerikanischen Volkswirtschaft begünstigen.

Das Wirtschaftswachstum in Asien (ohne Japan) wird 2014 voraussichtlich auf dem Niveau des Vorjahres liegen. Auf Grund der wirtschaftspolitischen Bestrebungen Chinas, die Abhängigkeit von Investitionen und Exporten zu verringern, gehen wir dort von einer etwas geringeren Dynamik aus. In Indien und den übrigen Schwellenländern der Region erwarten wir dagegen im Durchschnitt ein etwas stärkeres Wirtschaftswachstum, da deren Wettbewerbsfähigkeit infolge der Abwertung ihrer Währungen steigen wird.

Japan wird sein Expansionstempo im Jahr 2014 voraussichtlich weitgehend beibehalten. Die für das Frühjahr vorgesehenen Konsumsteuererhöhungen werden das Wachstum dämpfen, aber durch positive fiskalische Impulse teilweise wieder ausgeglichen werden.

Für Südamerika gehen wir davon aus, dass die Wachstumsraten etwa auf dem Niveau des Jahres 2013 liegen werden. Wir rechnen auf Grund des sich aufhellenden weltwirtschaftlichen Umfelds mit einer größeren exportinduzierten Nachfrage. Infolge von Inflationstendenzen und steigenden Zinsen wird die Binnennachfrage in Brasilien gedämpft bleiben.